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Rahmenplan Nr. 767, Straßburger Platz

Rahmenplan

Rahmenplan

Anlass und Zweck der Planung

Der Straßburger Platz mit seiner Lage nahe der historischen Altstadt an der nordwestlichen Ecke des Großen Gartens stellt aus östlicher Richtung kommend einen ersten Auftakt zur Dresdner Innenstadt dar. Am Schnittpunkt zweier wichtiger Hauptverkehrsstraßen gelegen, bietet sich dieser Ort nicht nur für stadtteilbezogene Nutzungen an, sondern besitzt erhebliches Potential für stadtteilübergreifende Funktionen. Die heutige städtebauliche Situation mit dem übergroßen Platzraum besitzt keine angemessene Maßstäblichkeit. Die Dimensionen der umgebenden Gebäude beziehen sich zwar auf diesen großen Maßstab, können sie jedoch im Sinne anziehender und attraktiver Stadträume nicht bewältigen. Die vorhandene Wohnnutzung begründet an diesem verkehrs- und emissionsreichen Platz eher einen Konflikt als dass sie einer sinnvollen Nutzungsstruktur entspricht. Wünschenswerte Umnutzungen unter Einbeziehung gewerblicher Nutzungen sind mit dem Baubestand nur stark eingeschränkt möglich. Die vorhandenen großen Grünflächen stellen sich sehr undifferenziert dar und bieten keine echte Aufenthaltsqualität. Vor dem Hintergrund der fertiggestellten Gläsernen Manufaktur der Volkswagen AG sowie dem Vermarktungsinteresse der Eigentümer bedarf eine Entwicklung des Platzes einer klaren städtebaulichen Perspektive. Der Rahmenplan soll die Entwicklungschancen dieses städtebaulich wichtigen Ortes weitreichend ausloten und die Grundlage für die Gesamtentwicklung sowie die Realisierung von ersten Teilbereichen schaffen.

Verfahren

Ausgangspunkt für die Rahmenplanung war die städtebauliche Ideenwerkstatt »Straßburger Platz«, welche 2001 durch das Stadtplanungsamt veranstaltet wurde. Von fünf eingeladenen Planungsbüros wurden in einem offenen, kooperativen Verfahren 7 Bebauungsvarianten für den Platz entwickelt. Nach Behandlung aller Arbeiten in Verwaltung und Stadtrat sowie nach Erläuterung und Diskussion mit den Grundstückseigentümern wurde das in der Ideenwerkstatt entstandene Konzept des Architekturbüros Knerer und Lang/Dresden zur Grundlage der Rahmenplanung bestimmt.

Geschichte

Plan von 1906

Plan von 1906

Der heutige Strassburger Platz wurde bis zum 2. Weltkrieg geprägt durch den Stübelplatz mit Stübelbrunnen im Nordosten, durch das Ensemble der Ehrlichen Schul- und Armenstiftung im Nordwesten und das Ausstellungsgelände im Südosten. Mietshausblöcke (Johannstadt) und stattliche Villen (Pirnaische Vorstadt) bestimmten das Bild der weiteren Umgebung. Bei den Luftangriffen 1945 wurde die Johannstadt zu 90% zerstört, was auch den überwiegenden Gebäudebestand um den Stübelplatz betraf.

Bestand

Ansichten Straßburger Platz

Ansichten Straßburger Platz

Der Straßburger Platz wird heute dominiert durch 10-geschossige Wohnbauten (1977-78) auf seiner Ostseite (1), 15-geschossige Wohnhochhäuser (1968-70) auf der Südseite (2) sowie 5-geschossige Wohnhäuser in traditioneller Bauweise (1954/55) auf der Westseite. Eines der ehemals zum Ehrlichen Gestift gehörenden Gebäude wurde als Ruinenausbau 1950/51 für die Musikhochschule wieder aufgebaut.(3) Ab 1969 konnte auch das ehemalige Ausstellungsgelände wieder als Messegelände genutzt werden. 2000 wurde nach Verlagerung der Messe ins Ostragehege mit dem Bau der Gläsernen Automobilmanufaktur der Volkswagen AG begonnen, welche mittlerweile fertig gestellt ist.(4) Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens, der derzeitigen baulichen Situation und der Gestaltung der Freiflächen kann der Strassburger Platz seinen eigentlichen Funktionen nur unzureichend gerecht werden. Trotz großzügiger Ausstattung mit öffentlichem Grün bietet der Platz Besuchern wie Anwohnern kaum Aufenthaltsqualitäten.

Beschluss des Ausschusses für Stadtentwicklung und Bau vom 21.05.2003 (Beschluss Nr. 3208-SB77-03):

Der Ausschusses für Stadtentwicklung und Bau billigt den auf der Grundlage der städtebaulichen Ideenwerkstatt Straßburger Platz erarbeiteten Rahmenplan. Das Quartier westlich der Güntzstraße sollte etwas kompakter und den Platz fassend entwickelt werden. Die Gebäudeflucht des geplanten Hotels ist parallel zur Güntzstraße auszurichten.

Weitere Informationen und Pläne zum Rahmenplan finden Sie unter den folgenden Links:

Kontakt

Landeshauptstadt Dresden
Stadtplanungsamt
Abteilung Stadtplanung Innenstadt
Herr Mann

 
Postfach 12 00 20
01001 Dresden
 
Freiberger Straße 39
01067 Dresden
4. Etage, Zimmer 4365
Stadtplan 
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0351-4883476
 
0351-4883456
Barriereführer-ID 
Zugang für Körperbehinderte

Information

Architekturbüro Knerer und Lang
Werner-Hartmann-Straße 6
01099 Dresden

Eva-Maria Lang
Prof. Thomas Knerer

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