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Stadtumbau Ost

Bund-Länder-Programm Stadtumbau Ost

Das Programm „Stadtumbau Ost" ist im Rahmen der Städtebauförderung als eines der jüngsten Bund-Länder-Förderprogramme aufgelegt worden. Dazu gehören die Programmteile Aufwertung, Rückbau von Wohngebäuden und Rückführung und Anpassung städtischer Infrastruktur.  Das Ziel ist es, die Attraktivität ostdeutscher Städte und Gemeinden als Orte des Lebens und Arbeitens zu sichern und zu erhöhen.

Mit dem Programm soll eine Stärkung der Innenstädte, Senkung von Wohnungsleerstand,  die bedarfsgerechte Anpassung von Infrastrukturen und die Aufwertung schrumpfender Städte erreicht werden. Auftakt des Programms war der 2002 durchgeführte Bundeswettbewerb „Stadtumbau Ost - für lebenswerte Städte und attraktives Wohnen", an dem über 260 Kommunen teilnahmen.

Lag in den ersten Programmjahren die Fördermittelkonzentration auf dem Abriss von Wohnungen, so wurde der Fokus seit 2007 verstärkt auf die Durchführung von Aufwertungsmaßnahmen gelegt und in besonderem Maße die Innenstädte berücksichtigt.

Kontakt

Landeshauptstadt Dresden
Stadtplanungsamt
Abteilung Stadterneuerung
Frau Kathrin Kircher

Postanschrift 
Postfach 12 00 20
01001 Dresden
Besucheranschrift 
Freiberger Straße 39
01067 Dresden
5. Etage, Zimmer 5325
Stadtplan 
Stadtplan
Telefonnummer 
0351-4883621
Faxnummer 
0351-4883816
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Zugang für Körperbehinderte

Nach einer Evaluierung der „ersten Programmphase“ beschloss der Deutsche Bundestag 2009 die Fortsetzung des Förderprogramms bis zum Jahr 2016.

2010 erfolgte der Start in die „zweite Programmphase“. Aufgrund der immer weiter auseinandergehenden sozialen Verhältnisse und der gestiegenen baulichen Anforderungen musste die soziale Tragfähigkeit von Stadtumbaumaßnahmen stärker berücksichtigt werden. Als neue Aufgabenstellung kam außerdem die klimagerechte Stadt- und Quartiersentwicklung hinzu.

Seit der Novellierung des Baugesetzbuches (BauGB) im Jahr 2004 ist der Stadtumbau als Schlüsselaufgabe der Stadtentwicklung gesetzlich festgeschrieben. Die inhaltlichen und finanziellen Rahmenbedingungen der Städtebauförderung legen Bund und Länder jährlich in der Verwaltungsvereinbarung Städtebauförderung (VV Städtebauförderung) fest. Die Grundlage für die instrumentelle Umsetzung des Programms bilden die Integrierten Stadtentwicklungskonzepte der jeweiligen Kommunen. Dort sind die kommunalpolitischen Zielstellungen und die Strategie der künftigen Stadtentwicklung formuliert.

Oberste Priorität ist eine positive Entwicklung der Wirtschaft sowie die Gewährleistung und Sicherung der öffentlichen Daseinsvorsorge, angepasst an die Bedürfnisse der Bevölkerung. Weitere Ziele sind eine Anpassung an den Klimawandel und die Berücksichtigung der geänderten Anforderungen in den Bereichen Demografie und Wirtschaft, sowohl in gesamtstädtischen als auch in teilräumlichen Dimensionen.

Integriertes Stadtentwicklungskonzept der Landeshauptstadt Dresden (INSEK):

Die Ziele der Stadtumbaumaßnahmen sind im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (INSEK), gesamtstädtisches Konzept Wohnen und in den Beschlüssen zur Festlegung bzw. Fortschreibung und Modifizierung der Stadtumbaugebiete sowie im Räumlichen Leitbild des Dresdner Stadtumbaus verankert:

  • Integriertes Stadtentwicklungskonzept (INSEK) der Landeshauptstadt Dresden, Stadtratsbeschluss vom 7. Februar 2002,
  • Festlegung von Entwicklungsräumen zum Stadtumbau - Aufwertung und Rückbau (Stadtumbaugebiete), Stadtratsbeschluss vom 7. November 2002,
  • Fortschreibung der Stadtumbaugebiete, Stadtratsbeschluss vom 26. Februar 2004,
  • Räumliches Leitbild des Dresdner Stadtumbaus, Beschluss vom Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau am 31. August 2005,
  • Modifizierung des Rückbauprogramms der GAGFAH GROUP, Stadtratsbeschluss vom 11. Dezember 2008,
  • Beendigung des geförderten Wohnungsrückbaus in der Landeshauptstadt Dresden, Stadtratsbeschluss vom 13. Dezember 2012.

Über die Umsetzung des INSEK erfolgen im Rahmen von Stadtentwicklungsberichten kontinuierliche Berichterstattungen.

Am 12. Mai 2011 beauftragte der Stadtrat die Verwaltung mit der Fortschreibung des INSEK’s. Im fortgeschriebenen INSEK „Zukunft Dresden 2025+“ werden Schwerpunkträume der Stadterneuerung mit den wichtigsten Zielen für die zukünftige Stadtentwicklung und Stadterneuerung ausgewiesen. Schwerpunkträume sind Gebiete, die Einfluss auf die gesamtstädtische Entwicklung haben und in denen besonderer Handlungsbedarf aufgrund des Brachenbestandes, des Sanierungsstandes der Gebäude, der Einwohnerentwicklung, des Anteils von Arbeitslosen, von Leistungsempfängerinnen und Leistungsempfängern von SGB II sowie Rentnerinnen und Rentnern besteht. Nur über diese Schwerpunktsetzung gelingt es, Ressourcen effizient einzusetzen und Prioritäten in der Stadtentwicklung sowie bei der Mittelvergabe herauszufiltern. Das INSEK „Zukunft Dresden 2025+“ stellt damit die Basis für die städtebauliche Planung und die Erarbeitung der mittelfristigen Finanzplanung dar.

Die Fortschreibung INSEK „Zukunft Dresden 2025+“ liegt im Entwurfsstand vor. Vom 10. Juni bis 5. Juli 2014 fand die Öffentlichkeitsbeteiligung in Form der „Vierten Dresdner Debatte“ statt. Der aktuelle Stand ist unter www.dresdner-debatte.de abrufbar. Die Ergebnisse und der Abschlussbericht wurden am 29. Oktober 2014 in einer öffentlichen Veranstaltung der Dresdner Bevölkerung vorgestellt. Anfang 2015 wird im Rahmen einer Beschlussvorlage das Stadtentwicklungskonzept dem Dresdner Stadtrat vorgelegt.

Als wichtigste Leitziele der Stadtentwicklung für die Stadt Dresden bestimmt das Konzept „Zukunft Dresden 2025+“ die folgenden Zukunftsthemen:

  • Dresden - Kulturstadt in Europa
  • Dresden - Stadt mit Leistungskraft
  • Dresden - Lebenswerte Stadt mit allen Bürgerinnen und Bürgern
  • Dresden - Ressourcenschonende Stadt.

Nach dem bereits erfolgten Abschluss der Untersuchung der Problemzonen der Stadtentwicklung ist absehbar, dass der größte Teil der bisher im Rahmen der Stadterneuerung zu bearbeitenden Stadtteile auch in der Zukunft Handlungsbedarf aufweist. Neuer bzw. zusätzlicher Handlungsbedarf entsteht u. a. aus den Aufgaben, bisher brachliegende Innenstadtbereiche zu entwickeln und der energetischen Stadterneuerung.

Die Konzepte der Stadterneuerung in den Stadtteilen werden nach Beschluss des INSEK „Zukunft Dresden 2025+“ bei Bedarf angepasst. Stadtumbaugebiete in Dresden:

  • Rückbau Wohngebäude
  • Aufwertung Süd
  • Aufwertung West
  • Aufwertung Mitte
  • Aufwertung Nord
  • Rückführung städtischer Infrastruktur Fernwärmetrasse Dresden-Nord
  • Aufwertung Westlicher Innenstadtrand




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