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Stadtumbau Ost

Bund-Länder-Programm Stadtumbau Ost

Das Programm „Stadtumbau Ost" ist im Rahmen der Städtebauförderung als eines der jüngsten Bund-Länder-Förderprogramme aufgelegt worden. Es setzt sich aus vier Teilen zusammen: den Programmteilen Aufwertung, Rückbau, Infrastruktur (Rückführung und Anpassung städtischer Infrastruktur) und Sicherung (ab 2010 Sanierung und Sicherung von Altbauten sowie Erwerb durch Städte und Gemeinden). Das Ziel ist es, die Attraktivität ostdeutscher Städte und Gemeinden als Orte des Lebens und Arbeitens zu sichern und zu erhöhen. Für den Stadtumbau Ost wurden in den Jahren 2002 bis 2011 insgesamt 2,7 Milliarden Euro bereitgestellt. Für das Jahr 2012 sind rund 82 Millionen Euro Bundesfinanzhilfen für den Stadtumbau Ost vorgesehen.

Mit dem Programm soll eine Stärkung der Innenstädte, die Reduzierung des Wohnungsüberschusses, die bedarfsgerechte Anpassung von Infrastrukturen und die Aufwertung schrumpfender Städte erreicht werden. Auftakt des Programms war der 2002 durchgeführte Bundeswettbewerb „Stadtumbau Ost - für lebenswerte Städte und attraktives Wohnen", an dem über 260 Kommunen teilnahmen.

Ausgehend von den Empfehlungen der Expertenkommission „Wohnungswirtschaftlicher Strukturwandel in den neuen Bundesländern" sollten bis zum Jahr 2009 300.000 bis 400.000 der rund eine Million leer stehenden Wohnungen in Ostdeutschland abgebrochen werden. Gleichzeitig wurden städtebauliche Qualifizierungen durch Aufwertungsmaßnahmen gefördert.

 

Kontakt

Landeshauptstadt Dresden
Stadtplanungsamt
Abteilung Stadterneuerung
Frau Kathrin Kircher

Postanschrift 
Postfach 12 00 20
01001 Dresden
Besucheranschrift 
Freiberger Straße 39
01067 Dresden
5. Etage, Zimmer 5325
Stadtplan 
Stadtplan
Telefonnummer 
0351-4883621
Faxnummer 
0351-4883816
Barriereführer-ID 
Zugang für Körperbehinderte

Lag in den ersten Programmjahren die Fördermittelkonzentration auf dem Abriss von Wohnungen, so wurde der Fokus seit 2007 verstärkt auf die Durchführung von Aufwertungsmaßnahmen gelegt und in besonderem Maße die Innenstädte berücksichtigt. Nach einer Evaluierung der „ersten Programmphase" beschloss der Deutsche Bundestag 2009 die Fortsetzung des Förderprogramms bis zum Jahr 2016.

2010 erfolgte der Start in die „zweite Programmphase". Aufgrund der immer weiter auseinandergehenden sozialen Verhältnisse und der gestiegenen baulichen Anforderungen musste die soziale Tragfähigkeit von Stadtumbaumaßnahmen stärker berücksichtigt werden. Als neue Aufgabenstellung kam außerdem die klimagerechte Stadt- und Quartiersentwicklung hinzu.

Seit der Novellierung des Baugesetzbuches (BauGB) im Jahr 2004 ist der Stadtumbau als Schlüsselaufgabe der Stadtentwicklung gesetzlich festgeschrieben. Die inhaltlichen und finanziellen Rahmenbedingungen der Städtebauförderung legen Bund und Länder jährlich in der Verwaltungsvereinbarung Städtebauförderung (VV Städtebauförderung) fest. Die Grundlage für die instrumentelle Umsetzung des Programms bilden die Integrierten Stadtentwicklungskonzepte der jeweiligen Kommunen. Dort sind die kommunalpolitischen Zielstellungen und die Strategie der künftigen Stadtentwicklung formuliert.

Oberste Priorität ist eine positive Entwicklung der Wirtschaft sowie die  Gewährleistung und Sicherung der öffentlichen Daseinsvorsorge, angepasst an die Bedürfnisse der Bevölkerung. Weitere Ziele sind eine Anpassung an den Klimawandel und die Berücksichtigung der geänderten Anforderungen in den Bereichen Demografie und Wirtschaft, sowohl in gesamtstädtischen als auch in teilräumlichen Dimensionen.


Integriertes Stadtentwicklungskonzept der Landeshauptstadt Dresden (INSEK)

Die Ziele der Stadtumbaumaßnahmen sind im gesamtstädtischen Konzept Wohnen des INSEK‘s und den Beschlüssen zur Festlegung bzw. Fortschreibung und Modifizierung der Stadtumbaugebiete sowie im Räumlichen Leitbild des Dresdner Stadtumbaus verankert:

  • Integriertes Stadtentwicklungskonzept (INSEK) der Landeshauptstadt Dresden, Stadtratsbeschluss vom 7. Februar 2002,
  • Festlegung von Entwicklungsräumen zum Stadtumbau - Aufwertung und Rückbau (Stadtumbaugebiete), Stadtratsbeschluss vom 7. November 2002,
  • Fortschreibung der Stadtumbaugebiete, Stadtratsbeschluss vom 26. Februar 2004,
  • Modifizierung des Rückbauprogramms der GAGFAH GROUP, Stadtratsbeschluss vom 11. Dezember 2008,
  • Räumliches Leitbild des Dresdner Stadtumbaus, Beschluss vom Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau am 31. August 2005.

Aufgrund der kommunalen Mittelknappheit bündelt die Stadt Dresden Maßnahmen in Schwerpunkträumen der Stadterneuerung. Diese Gebiete sind entweder von gesamtstädtischer Bedeutung oder weisen in verschiedenen Bewertungskennzahlen wie z. B. Sanierungsstand der Gebäude, Einwohnerentwicklung, Anteil von Arbeitslosen, Leistungsempfängerinnen und Leistungsempfängern sowie Rentnerinnen und Rentnern einen besonderen Handlungsbedarf auf. Nur über diese Schwerpunktsetzung gelingt es, Ressourcen effizient einzusetzen und Prioritäten in der Stadtentwicklung sowie bei der Mittelvergabe herauszufiltern. Das INSEK stellt damit die Basis für die städtebauliche Planung und die Erarbeitung der mittelfristigen Finanzplanung dar.

Die Leitlinien des INSEK‘s beinhalten die Entwicklung der Ortsteilzentren, die Identitätssteigerung der Ortsteile und die Schaffung von Grün- und Freizeitbereichen. Besonderen Vorrang hat die Aufwertung der Infrastruktur und der öffentlichen sowie öffentlich zugänglichen Freiflächen, insbesondere in den Großwohnsiedlungen. Dabei bedeutet der Rückbau neben der Beseitigung städtebaulicher und struktureller Konfliktbereiche eine Chance, die Stadt- und Quartiersstrukturen der Schwerpunktgebiete durch einen  Aufwertungsprozess qualitativ zu verbessern.

Zentrale Handlungsbereiche im INSEK:

  • Aufwertung von Stadtquartieren
  • Rückbau von Wohnungen
  • Rückführung der städtischen Infrastruktur
  • Sicherungsmaßnahmen

Über die Umsetzung des INSEK‘s erfolgen kontinuierliche Berichterstattungen. Am 12. Mai 2011 beauftragte der Stadtrat die Verwaltung mit der Fortschreibung des INSEK‘s. Dafür wird ein Zeitraum von rund drei Jahren benötigt. Der Beschluss für das INSEK 2025 ist somit für das Jahr 2014/2015 zu erwarten.

Stadtumbaugebiete in Dresden seit 2004

  • Rückbau Wohngebäude
  • Aufwertung Süd
  • Aufwertung West
  • Aufwertung Mitte
  • Aufwertung Nord

Stadtumbaugebiete in Dresden ab 2012

  • Rückführung städtischer Infrastruktur Fernwärmetrasse Dresden-Nord
  • Aufwertung Westlicher Innenstadtrand
  • Aufwertung GrünRaum Südwest



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