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Stadtumbau Ost

Bund-Länder-Programm Stadtumbau Ost

Das Programm „Stadtumbau Ost" ist im Rahmen der Städtebauförderung als eines der jüngsten Bund-Länder-Förderprogramme aufgelegt worden. Dazu gehören die Programmteile Aufwertung, Rückbau von Wohngebäuden und Rückführung und Anpassung städtischer Infrastruktur. Das Ziel ist es, die Attraktivität ostdeutscher Städte und Gemeinden als Orte des Lebens und Arbeitens zu sichern und zu erhöhen.

Mit dem Programm soll eine Stärkung der Innenstädte, Senkung von Wohnungsleerstand, die bedarfsgerechte Anpassung von Infrastrukturen und die Aufwertung schrumpfender Städte erreicht werden. Auftakt des Programms war der 2002 durchgeführte Bundeswettbewerb „Stadtumbau Ost - für lebenswerte Städte und attraktives Wohnen", an dem über 260 Kommunen teilnahmen.

Lag in den ersten Programmjahren die Fördermittelkonzentration auf dem Abriss von Wohnungen, so wurde der Fokus seit 2007 verstärkt auf die Durchführung von Aufwertungsmaßnahmen gelegt und in besonderem Maße die Innenstädte berücksichtigt.

Nach einer Evaluierung der „ersten Programmphase" beschloss der Deutsche Bundestag 2009 die Fortsetzung des Förderprogramms bis zum Jahr 2016.

2010 erfolgte der Start in die „zweite Programmphase". Aufgrund der immer weiter auseinandergehenden sozialen Verhältnisse und der gestiegenen baulichen Anforderungen musste die soziale Tragfähigkeit von Stadtumbaumaßnahmen stärker berücksichtigt werden. Als neue Aufgabenstellung kam außerdem die klimagerechte Stadt- und Quartiersentwicklung hinzu.

Seit der Novellierung des Baugesetzbuches (BauGB) im Jahr 2004 ist der Stadtumbau als Schlüsselaufgabe der Stadtentwicklung gesetzlich festgeschrieben. Die inhaltlichen und finanziellen Rahmenbedingungen der Städtebauförderung legen Bund und Länder jährlich in der Verwaltungsvereinbarung Städtebauförderung (VV Städtebauförderung) fest. Die Grundlage für die instrumentelle Umsetzung des Programms bilden die Integrierten Stadtentwicklungskonzepte der jeweiligen Kommunen. Dort sind die kommunalpolitischen Zielstellungen und die Strategie der künftigen Stadtentwicklung formuliert.

Oberste Priorität ist eine positive Entwicklung der Wirtschaft sowie die Gewährleistung und Sicherung der öffentlichen Daseinsvorsorge, angepasst an die Bedürfnisse der Bevölkerung. Weitere Ziele sind eine Anpassung an den Klimawandel und die Berücksichtigung der geänderten Anforderungen in den Bereichen Demografie und Wirtschaft, sowohl in gesamtstädtischen als auch in teilräumlichen Dimensionen.

Integriertes Stadtentwicklungskonzept der Landeshauptstadt Dresden (INSEK):

Die Ziele der Stadtumbaumaßnahmen sind im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (INSEK), gesamtstädtisches Konzept Wohnen und in den Beschlüssen zur Festlegung bzw. Fortschreibung und Modifizierung der Stadtumbaugebiete sowie im Räumlichen Leitbild des Dresdner Stadtumbaus verankert:

  • Integriertes Stadtentwicklungskonzept (INSEK) der Landeshauptstadt Dresden, Stadtratsbeschluss vom 7. Februar 2002,
  • Festlegung von Entwicklungsräumen zum Stadtumbau - Aufwertung und Rückbau (Stadtumbaugebiete), Stadtratsbeschluss vom 7. November 2002,
  • Fortschreibung der Stadtumbaugebiete, Stadtratsbeschluss vom 26. Februar 2004,
  • Räumliches Leitbild des Dresdner Stadtumbaus, Beschluss vom Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau am 31. August 2005,
  • Modifizierung des Rückbauprogramms der GAGFAH GROUP, Stadtratsbeschluss vom 11. Dezember 2008,
  • Beendigung des geförderten Wohnungsrückbaus in der Landeshauptstadt Dresden, Stadtratsbeschluss vom 13. Dezember 2012.

Über die Umsetzung des INSEK erfolgen im Rahmen von Stadtentwicklungsberichten kontinuierliche Berichterstattungen.

Am 12. Mai 2011 beauftragte der Stadtrat die Verwaltung mit der Fortschreibung des INSEK's. Im fortgeschriebenen INSEK „Zukunft Dresden 2025+" werden Schwerpunkträume der Stadterneuerung mit den wichtigsten Zielen für die zukünftige Stadtentwicklung und Stadterneuerung ausgewiesen. Schwerpunkträume sind Gebiete, die Einfluss auf die gesamtstädtische Entwicklung haben und in denen besonderer Handlungsbedarf aufgrund des Brachenbestandes, des Sanierungsstandes der Gebäude, der Einwohnerentwicklung, des Anteils von Arbeitslosen, von Leistungsempfängerinnen und Leistungsempfängern von SGB II sowie Rentnerinnen und Rentnern besteht. Nur über diese Schwerpunktsetzung gelingt es, Ressourcen effizient einzusetzen und Prioritäten in der Stadtentwicklung sowie bei der Mittelvergabe herauszufiltern. Das INSEK „Zukunft Dresden 2025+" stellt damit die Basis für die städtebauliche Planung und die Erarbeitung der mittelfristigen Finanzplanung dar.

Die Fortschreibung INSEK „Zukunft Dresden 2025+" liegt im Entwurfsstand vor. Vom 10. Juni bis 5. Juli 2014 fand die Öffentlichkeitsbeteiligung in Form der „Vierten Dresdner Debatte" statt. Der aktuelle Stand ist unter www.dresdner-debatte.de abrufbar. Die Ergebnisse und der Abschlussbericht wurden am 29. Oktober 2014 in einer öffentlichen Veranstaltung der Dresdner Bevölkerung vorgestellt. 2015 soll im Rahmen einer Beschlussvorlage das Stadtentwicklungskonzept dem Dresdner Stadtrat vorgelegt werden.

Als wichtigste Leitziele der Stadtentwicklung für die Stadt Dresden bestimmt das Konzept „Zukunft Dresden 2025+" die folgenden Zukunftsthemen:

  • Dresden - Kulturstadt in Europa
  • Dresden - Stadt mit Leistungskraft
  • Dresden - Lebenswerte Stadt mit allen Bürgerinnen und Bürgern
  • Dresden - Ressourcenschonende Stadt.

Nach dem bereits erfolgten Abschluss der Untersuchung der Problemzonen der Stadtentwicklung ist absehbar, dass der größte Teil der bisher im Rahmen der Stadterneuerung zu bearbeitenden Stadtteile auch in der Zukunft Handlungsbedarf aufweist. Neuer bzw. zusätzlicher Handlungsbedarf entsteht u. a. aus den Aufgaben, bisher brachliegende Innenstadtbereiche zu entwickeln und der energetischen Stadterneuerung.

Die Konzepte der Stadterneuerung in den Stadtteilen werden nach Beschluss des INSEK „Zukunft Dresden 2025+" bei Bedarf angepasst. Stadtumbaugebiete in Dresden:

  • Rückbau Wohngebäude
  • Aufwertung Süd
  • Aufwertung West
  • Aufwertung Mitte
  • Aufwertung Nord
  • Rückführung städtischer Infrastruktur Fernwärmetrasse Dresden-Nord
  • Aufwertung Westlicher Innenstadtrand

Ansprechpartner/Kontakte

Kontakt

Landeshauptstadt Dresden
Stadtplanungsamt
Abteilung Stadterneuerung
Frau Kathrin Kircher

Postanschrift 
Postfach 12 00 20
01001 Dresden
Besucheranschrift 
Freiberger Straße 39
01067 Dresden
5. Etage, Zimmer 5325
Stadtplan 
Stadtplan
Telefonnummer 
0351-4883621
Faxnummer 
0351-4883816

 

 

Informationen zum Stadtumbau in Dresden erhalten Sie über folgende Kontakte.

Kontakt

Landeshauptstadt Dresden
Stadtplanungsamt
Sachgebiet Stadterneuerung und Quartiersplanung Süd
Ansprechpartnerin Frau Grosche Sachgebietsleiterin
Aufwertung Mitte und
Aufwertung Westlicher Innenstadtrand

Postanschrift 
Postfach 12 00 20
01001 Dresden
Besucheranschrift 
Freiberger Straße 39
01067 Dresden
5. Etage, Zimmer 5321
Telefonnummer 
0351-4883642
Faxnummer 
0351-4883816
Barriereführer-ID 
Zugang für Körperbehinderte
weitere Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner sind:

Kontakt

Stadtumbau Ost
Aufwertung Süd
Rückbau Wohngebäude
Ansprechpartnerin Frau Müller

Besucheranschrift 
Freiberger Straße 39
01067 Dresden
5. Etage, Zimmer 5317
Telefonnummer 
0351-4883662

Kontakt

Stadtumbau Ost
Aufwertung West
Ansprechpartnerin Frau Bürger

Besucheranschrift 
Freiberger Straße 39
01067 Dresden
5. Etage, Zimmer 5305
Telefonnummer 
0351-4883665

Kontakt

Stadtumbau Ost
Aufwertung Nord
Ansprechpartner Herr Pieper

Besucheranschrift 
Freiberger Straße 39
01067 Dresden
5. Etage, Zimmer 5310
Telefonnummer 
0351-4883647

Kontakt

Stadtumbau Ost
Fernwärmetrasse Dresden-Nord
Ansprechpartner Herr Pfohl

Besucheranschrift 
Freiberger Straße 39
01067 Dresden
5. Etage, Zimmer 5408
Telefonnummer 
0351-4883648


Stadtumbau Ost- Aufwertung Süd


Stadtkarte mit grün eigezeichneter  Fördergebiets-grenze Aufwertungsgebiet Süd

Gebietsgrenzen

Hier können Sie die detaillierte Gebietskarte des Gebietes im PDF-Format herunterladen.

Lage/ Gebietscharakter

Das Aufwertungsgebiet Süd befindet sich im Südosten der Stadt Dresden und umfasst die Stadtteile Prohlis, Großzschachwitz, Leuben, Dobritz, Seidnitz, Reick, Strehlen, Leubnitz-Neuostra, Zschertnitz und Kleinpestitz bzw. Teile davon. Das Gebiet ist in seiner Bebauung und Gestaltung sehr inhomogen. Es gibt sowohl Bereiche des industriellen Wohnungsbaus („Plattenbau") als auch Villenviertel, einfachen Wohnungsbaus sowie vereinzelte ehemalige Bauernhöfe. Die Gebiete unterscheiden sich auch hinsichtlich demographischer und wirtschaftlicher Strukturmerkmale, weshalb die Stadtumbaumaßnahmen in unterschiedlicher Intensität vollzogen wurden.

Stadtkarte mit rot eingezeichneten Projektgebiet Aufwertung Süd

Lage im Gebiet (grün)


Allgemeine Daten

Gebietsgröße

1.005,4 ha

Beschluss Stadtrat

26.02.2004

Öffentliche Bekanntmachung

11.03.2004

Geschätztes Fördervolumen

3,7 Mio. EUR

Durchführungszeitraum

2003 - 2014

Einwohner/-innen (31.12.2013)

62.681

Wohnungen (31.12.2013)

37.232

Wohnungsleerstand in Prozent (31.12.2013)

6 %

Kontakt

Landeshauptstadt Dresden
Stadtplanungsamt
Sachgebiet Stadterneuerung und Quartiersplanung Süd
Aufwertung
Ansprechpartner Frau Müller



Stand der Umsetzung

Die Fördermittel in Höhe von rund 3,7 Millionen Euro wurden bis Mitte 2014 vollständig eingesetzt. Nachfolgende Beispiele zeigen realisierte Aufwertungsmaßnahmen im Gebiet:

Aufwertungsmaßnahmen im Stadtumbau tragen zu einer erhöhten Bindung an die eigene Wohnung und das Wohnumfeld und somit zu einer verbesserten Wohnzufriedenheit und Stabilisierung der Bevölkerungsentwicklung bei.



Stärkung der Stadtteilzentren

Beispiele:


Prohliser Allee

Im Jahr 2006 wurde mit der Aufwertung zentralen Bereiches in Prohlis, der Neugestaltung des Freiraumes zwischen Jacob-Winter-Platz, entlang der Prohliser Allee bis zum Albert-Wolf-Platz begonnen. Ein außergewöhnliches Element dabei ist Gestaltung der   Bepflanzung in Form von gigantischen Fußstapfen, wobei Findlinge in unterschiedlicher Größe als Zehen dienen.

Foto Freiflächenneugestaltung entlang der Prohliser Allee mit Fußstapfen aus Sträuchern und Findlingen

Fußstapfen entlang der Prohliser Allee;
Foto: Stadtplanungsamt, Fotograf Herr Füssel



Albert-Wolf-Platz

Die öffentliche Fläche am Albert-Wolf-Platz wurde ergänzend zur Gesamtaufwertung mit dem Pusteblumenbrunnen der Künstlerin Leoni Wirth, der ehemals auf der Prager Straße installiert war, neu gestaltet.
Foto Brunnen am Albert-Wolf-Platz mit den Sprühelementen Pusteblumen und Pilze

Pusteblumenbrunnen in Prohlis;
Foto: Stadtplanungsamt Fotograf Herr Füssel



Wohnumfeld, öffentlicher Raum

Das öffentliche und öffentlich-zugängliche Wohnumfeld wurde in einen attraktiven Aufenthaltsbereich umgestaltet. Außerdem wurden ehemalige Wohngebäuderückbauflächen in Grün- und Spielbereiche verwandelt.

Beispiele:


Elsterwerdaer Straße

Die Aufwertung der Elsterwerdaer Straße im zentralen Bereich von Prohlis fand besondere Beachtung bei der Bewohnerschaft. Mit Pflanzen und Bodenbelägen wurden die Grundrisse der   abgebrochenen Wohnblöcke nachempfunden und erinnerten so noch eine Zeit lang eine Zeit lang an die frühere Bebauung.
Foto Freiflächengestaltung nach dem Rückbau des Wohnblockes Elsterwerdaer Straße 1 bis 7 mit Baum- und Strauchpflanzungen und Nachbildung des ehemaligen Blockes mit einer Schotterschicht

Aufwertung Elsterwerdaer Straße;
Foto: GAGFAH GROUP



Vetschauer Str. 2 - 12

Die öffentlichen und öffentlich zugänglichen Freiflächen an der Vetschauer Str. 2 - 12 in Prohlis wurden im Sinne einer Aufwertung nach dem Wohngebäuderückbau u. a. mit Spielgeräten und Aufenthaltsbereichen gestaltet. Dazu wurde im Jahr 2008 eine umfangreiche Beteiligung der Anwohnerschaft mit dem Stadtplanungsamt, dem Eigentümer GAGFAH GROUP und den Streetworkern aus Prohlis durchgeführt. Im Ergebnis dieser Beteiligung erfolgte 2009 die Planung zur Freiflächengestaltung. Die Realisierung dieser Ordnungsmaßnahme führte nach dem Rückbau von Wohngebäuden zu einer deutlichen Verbesserung der Wohnqualität.
Foto Kind mit Mutter auf der neugebauten Seilbahn im Wohnhof Vetwschauer Straße

Seilbahn Wohnhof Vetschauer Straße;
Foto: Stadtplanungsamt



Quartiers Gudehusstraße/ Keplerstraße/ Reicker Straße/ Wieckestraße

  • Mit der Realisierung der Maßnahmen im öffentlichen Wohnumfeld des Quartiers Gudehusstraße/ Keplerstraße/ Reicker Straße/ Wieckestraße in den Jahren 2005 bis 2008 im Programm Aufwertung und den ergänzenden Maßnahmen des Umweltamtes zur  Umgestaltung des Koitschgrabens wurden übergreifende Grünzüge und zusätzliche Fußwegeverbindungen geschaffen. Somit wurden  die Stadtteile besser miteinander verknüpft, die Durchgrünung erhöht und die Zugänglichkeit zum Stadtteilzentrum des Wohngebietes   Am Koitschgraben verbessert.
  • Foto komplett neugestaltete Freiflöchen im Wohnhof Wieckestraße mit Kleinkinderspielbereichen mit Holzpferd

    Gestaltung Wohnhof Wieckestraße;
    Foto Stadtplanungsamt



    Geystraße

    An der Neundorfer Straße in Leuben und in der Geystraße sind außerdem Spielplätze entstanden.

    Foto neugebauter Spielplatz an der geystraße mit Kletterkombinationen für Kleinere Kinder und für Größere als Fliegende Häuschen und mit Rutsche

    Eröffnung Spielplatz Geystraße, September 2013; Foto: Stadtplanungsamt



    Abbau von Infrastrukturdefiziten, sozialdemografische Stabilisierung

    Dank zusätzlich bereitgestellter Finanzmittel vom Bund und dem Sächsischen Staatsministerium des Innern konnte die Landeshauptstadt Dresden die energetische Sanierung der 129. Grundschule in der Otto-Dix-Straße 57 ermöglichen. Die Schule wurde 1986 eröffnet und seitdem nicht grundhaft saniert.
    Zum Schuljahresbeginn 2014 konnten sich Kinder und Eltern über die sanierte Fassade, Fenster mit Sonnenschutz und neue Sanitäranlagen freuen.  

    Beispiel:


    129. Grundschule

    Foto Sanierte 129. Grundschule mit neuem Eingangsbereich vom Schulhof
    Foto Sanierte 129. Grundschule mit neuer wärmegedämmter Fassade und neuen Fenstern

    Foto links: Sanierte 129. Grundschule Eingang Schulhof
    Foto rechts: Nebeneingang 129. Grundschule
    Foto: Stadtteilbüro Am Koitschgraben



    Beseitigung von Konfliktbereichen, Beteiligung an den Stadtumbauprozessen

    Der gesamte Stadtentwicklungsprozess wurde unterstützt durch die seit 2000 in den Teilbereichen Prohlis und im Wohngebiet Am Koitschgraben (Reick) jeweils etablierten Stadtteilmanagements. In den Stadtteil-marketingrunden werden regelmäßig durch die Wohnungseigentümer, die Centermanager, die Quartiers-managerinnen und das Stadtplanungsamt die aktuellen Entwicklungsprozesse ausgewertet und Strategien und Konzeptionen erarbeitet, die es ermöglichen, zeitnah auf geänderte Rahmenbedingungen zu reagieren und gemeinsam Steuermechanismen für eine Imageverbesserung zu entwickeln.


    Weiteres Verfahren

    Nach derzeitigem Stand ist die energetische Sanierung der 129. Grundschule die voraussichtlich letzte Maßnahme im Stadtumbau - Aufwertungsgebiet Süd gewesen. Sie wurde 2014 abgeschlossen. Die Gebietsabrechnung erfolgt im Anschluss. Die Aufhebung dieses Städtebaufördergebietes ist für 2017 geplant.   


    Stadtumbau Ost- Rückbau von Wohngebäuden


    Stadtkarte mit blau eigezeichneter  Fördergebietsgrenze Gebiet Rückbau Wohngebäude

    Gebietsgrenzen

    Hier können Sie die detaillierte Gebietskarte des Gebietes im PDF-Format herunterladen.

    Allgemeine Daten

    Gebietsgröße

    7.176 ha

    Beschluss Stadtrat;
    Gebietsgrenzen Rückbaugebiet 

    26.02.2004

    Öffentliche Bekanntmachung

    11.03.2004

    Beschluss Stadtrat;  
    Modifizierung des Rückbauprogramms
    11.12.2008
    Öffentliche Bekanntmachung 08.01.2009

    Beschluss Stadtrat; 
    Beendigung des Wohnungsrückbaus in LH Dresden

    13.12.2012 
    Öffentliche Bekanntmachung  20.12.2013

    Durchführungszeitraum

    2003 - 2013

    Fördervolumen

    ca. 27,3 Mio. EUR

    Einwohner/-innen (31.12.2005) 

    322.708

    Einwohner/-innen (31.12.2013)

    362.389

    Wohnungen (31.12.2013)

    37.232

    Wohnungsleerstand in Prozent (31.12.2005)

    16 %

    Wohnungsleerstand in Prozent (31.12.2005)

    7 %

    Kontakt

    Landeshauptstadt Dresden Stadtplanungsamt Sachgebiet Stadterneuerung und Quartiersplanung Süd Aufwertung Ansprechpartner Frau Müller

     Foto Abrissbagger beim Abriss Prohliser Allee 2 bis 2 b im Jahr 2004

    Rückbau Prohliser Straße 2 – 2 b,
    2004 - einer der ersten Wohngebäudeabrisse in Dresden seit Programmstart „Stadtumbau Ost“;
    Foto: Landeshauptstadt Dresden, Stadtplanungsamt



    Lage/ Gebietscharakter

    Die Rückbaumaßnahmen konzentrierten sich in den Großwohnsiedlungen Prohlis/ Niedersedlitz, Reick, Gorbitz und Seidnitz/Tolkewitz. Damit erfolgte Wohngebäuderückbau konzentriert in Stadtteilen, wo im Jahr 2003 zum Programmstart nach dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept (INSEK) der Leerstand um bzw. über 20 Prozent lag.

    Foto im Vordergrund Brachfläche nach vollständigem Abbruch der Wohnblöcke Maxi-Wander-Straße im Jahr 2007 und im Hintergrund leerstehende Blöcke des Sternhausgebietes

    Plattenbaugebiet Prohlis
    2007 Wohnungsrückbau des Sternhaus-
    gebietes Niedersedlitz und des Ergänzungs-
    standortes Maxi-Wander-Straße;
    Foto: GAGFAH GROUP



    Ziele der Gebietsförderung

    Die Ziele von Wohngebäuderückbaumaßnahmen sind in den Planungszielen im gesamtstädtischen Konzept Wohnen des INSEK's von 2002 und den Beschlüssen zur Festlegung der Stadtumbaugebiete verankert. Besondere Priorität im INSEK haben bezüglich des Stadtumbaus die Plattenbaugebiete Prohlis, Reick (Wohngebiet Am Koitschgraben) und Gorbitz. Für diese Schwerpunktebereiche des Stadtumbaus konnten mit dem Rückbau neben der Beseitigung städtebaulicher und stadtstruktureller Mängel gleichzeitig durch Aufwertungsprozesse Defizite im öffentlichen und öffentlich zugänglichen Wohnumfeld sowie bei der Infrastruktur abgebaut werden. 
    Foto Grünflächen im Bereich der ehemlaigen Sternhäuser nach dem vollständigen Abbriss im Jahr 2012

    Plattenbaugebiet Prohlis
    2007 Wohnungsrückbau des Sternhaus-
    gebietes Niedersedlitz und des Ergänzungs-
    standortes Maxi-Wander-Straße;
    Foto: GAGFAH GROUP



    Stand der Umsetzung

    Von der im bisherigen Rückbauprogramm geplanten Zielzahl von 7.300 Wohnungsabrissen wurden 7.171 Wohnungen von 2003 bis Ende 2013 rückgebaut. Für die Rückbaumaßnahmen wurden insgesamt rund 27,3 Millionen Euro Städtebaufördermittel eingesetzt. Der Leerstand im Fördergebiet „Rückbau Wohngebäude" sank von rund 20 Prozent 2003 auf knapp unter sieben Prozent im Jahr 2013. Er liegt damit im gesamtstädtischen Durchschnitt.

    Auf Grund geänderter Rahmenbedingungen im Laufe der Förderzeit - gestiegene Einwohnerzahlen, gesunkener Wohnungsleerstand, wachsender Bedarf an familien-, altersgerechten und sozial verträglichen Wohnungen - ist sowohl die Zielstellung des INSEK (Reduzierung des Wohnungsleerstandes auf maximal 10 Prozent) als auch die Zielstellung des Stadtratsbeschlusses vom 13. Dezember 2012 zur Beendigung des

    Die Aufhebung des Fördergebietes wird 2016 angestrebt.
    Die Tabelle zeigt die Verteilung nach Schwerpunktstadträumen des Stadtumbaus

     

     

    rückgebaute     Wohnungen

    eingesetzte Städtebaufördermittel in Millionen Euro

    Prohlis/Niedersedlitz mit Gebiet der ehemaligen Sternhäuser

    2.428

    9,5

    Strehlen/Reicker Straße

    1.302

    4,7

    Gorbitz mit Kräutersiedlung

    1.224

    4,3

    Seidnitz/Tolkewitz

    590

    2,1

    Einzelstandorte - andere Stadtteile

    1.627

    6,7

    Summe:

    7.171

    27,3

    Der Übersichtsplan aller geförderten Wohngebäuderückbaustandorte kann im PDF-Format heruntergeladen werden. Dort sind alle Standorte des Wohngebäuderückbaus ersichtlich. 

    Grafische Darstellung der Verteilung der Rückbaufördermit-tel in Stadtteilen der Landeshauptstadt Dresden
    Grafische Darstellung der Anteile der mit Stadtumbauförder-mitteln abgerissenen Wohnungen nach Stadtteilen


    Stadtumbau Ost- Nachhaltigkeit von Stadtumbauprozessen in der Landeshauptstadt Dresden


    Kräutersiedlung Gorbitz:

    Nach Teilrückbau der fünften und sechsten Etagen wurden durch energetische Sanierungen und Grundrissänderungen individuelle Wohnungsangebote für Familien geschaffen. Gleichzeitig wurde das unmittelbare Wohnumfeld mit anpsruchsvoller Freiflächengestaltungen, Spiel- und Aufenthaltsbereichen aufgewertet.

    Nach dem Rückbau entstand so durch Umbau und Sanierung der verbliebenen Bausubstanz ein attraktives modernes Wohngebiet.

     

    Weiterführende Informationen:

    Foto Wohnblöcke Schlehenstraße und Thymianweg in Gorbitz im Jahr 2002 vor dem Teilrückbau

    Dresden-Gorbitz 2002 Schlehenstraße/Thymianweg vor
    Teilabriss und Umbau
    Foto: Landeshauptstadt Dresden, Stadtplanungsamt

    Foto Gebäude Forsythienstraße Gorbitz vor dem Teilrückbau im Jahr 2002

    Dresden-Gorbitz 2002 Forsythienstraße
    vor Teilabriss und Umbau
    Foto: Landeshauptstadt Dresden, Stadtplanungsamt

    Foto Kräuterseidlung Gorbitz mit sanierten und umgebauten Wohngebäuden Forsythienstraße  nach Teilabbruch der oberen Etagen  im Jahr 2005

    Kräutersiedelung Gorbitz 2005 Forsythienstraße nach Teilabriss,
    Umbau und energetischer Sanierung
    Foto: Landeshauptstadt Dresden, Stadtplanungsamt

    Foto aus dem zweiten Bauabschnitt Kräutersiedlung Gorbitz nach Teilrückbau der oberen Etagen und energetischer Sanierung

    Kräutersiedlung Gorbitz zweiter
    Bauabschnitt nach Teilrückbau der
    oberen Etagen und energetischer Sanierung
    Foto: Landeshauptstadt Dresden, Stadtplanungsamt



    Rückbaumaßnahme Vetschauer Straße in Prohlis:

    Nach dem vollständigen Abriss des Wohnblockes Vetschauer Straße 2 - 12 erfolgte eine Neugestaltung des gesamten öffentlich zugänglichen Wohnhofes. Im Vordergrund stand dabei die Koordinierung verschiedener Freizeitnutzungen aller Altersgruppen.

    Dieser Bereich ist aufgrund der umliegenden Mieterstrukturen in Prohlis einer der mit am stärksten frequentierten Freizeit- und Spielbereiche für Familien mit Kindern sowie für Jugendliche mit gleich hohem Anteil der älteren Generation. Dies führte in der Vergangenheit zu Nutzungskonflikten. Deshalb wurde eine umfassende Beteiligung der Bewohnerschaft im Planungsprozess und vor Bauausführung durch das Quartiersmanagement Prohlis und die Streetworker Prohlis durchgeführt.

    Im Ergebnis entstand eine parkähnliche Anlage für alle Nutzergruppen, die mit Mitteln aus dem Programmteil Aufwertung Süd finanziert wurde.

    Weiterführende Informationen im Abschnitt Aufwertung Süd

    Foto Brachfläche des abgerissenen Wohnblockes Vetschauer Straße 2 bis 12 in Dresden Prohlis kurz nach dem Abbriss im Jahr 2005

    Dresden-Prohlis 2005 Rückbau des Wohnblockes Vetschauer Straße 2 – 12 Foto: GAGFAH GROUP

    Foto neugestalteter Wohnhof mit viel Grün, Bäumen und Sträuchern auf der ehemaligen Wohngebäuderück-baufläche Vestchauer Straße 2 bis 12

    Wohnhof Vestchauer Straße 2010 Neugestaltung der Rückbaufläche und des gesamten Areals zur Freizeitnutzung
    Foto: Landeshauptstadt Dresden, Stadtplanungsamt



    Gemarkungen Reick/Strehlen - flächenhafter Rückbau Plattenbaugebiet nördlich der Reicker Straße:

    Die Wohngebäuderückbaumaßnahmen in diesem Bereich wurden 2011 abgeschlossen. Dieses Areal ist Teil des Rahmenplans  Nummer 789 „Wissenschaftsstandort Dresden-Ost" und bietet zukünftig neue städtebauliche Entwicklungspotenziale. Neben der Errichtung von Gebäuden für Forschung und Gewerbe ist die Integration familienfreundlicher Freizeitinfrastruktur vorgesehen mit dem Ziel, die neu anzusiedelnden Nutzungen mit den bestehenden zu verknüpfen. Das Leitbild „Lebens- und Wissenschaftsstandort Am Koitschgraben - Zukunft sichern!" verdeutlicht dieses Anliegen. Es wurde mit der Fortschreibung des Integrierten Handlungskonzeptes „Soziale Stadt" 2014 vom Stadtrat beschlossen.    

    Weiterführende Informationen:

    Foto unsanierter Wohngebäude am Rudolf-Bergander-Ring in Strehlen vor dem Abriss

    Ehemalige Wohngebäude
    Rudolf-Bergander-Ring
    Foto: STESAD GMbH

    Foto Gebiet am Rudolf-Bergander-Ring im Jahr 2012 als Grünfläche  nach dem kompletten Abriss aller Wohngebäude

    Ehemalige Wohngebäude
    Rudolf-Bergander-Ring
    Foto: STESAD GMbH



    Wohnungsrückbau in Seidnitz/Tolkewitz:

    Das durch den Rückbau entstandene Flächenpotenzial soll im Rahmen eines Werkstattverfahrens untersucht und Möglichkeiten für eine zukünftige Flächennutzung aufgezeigt werden. Ziel wird dabei die Entwicklung eines städtebaulichen und landschaftsplanerischen Gesamtkonzeptes als Grundlage für die weitere Stadtteilentwicklung sein.