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Brachflächensanierung in Dresden

Die Stadt Dresden hat in den letzten zwanzig Jahren zahlreiche städtebauliche und wirtschaftliche Probleme gelöst. In allen Stadtteilen wurden Wohngebäude saniert und neu gebaut, viele Gewerbeflächen wurden entwickelt, andere Gewerbestandorte mit großem Aufwand den heutigen Nutzeransprüchen angepasst. Der größte Teil dieser Leistungen wurde von privaten Grundstückseigentümern und vielen Firmen aus Bauwirtschaft, Industrie und Handwerk erbracht. Nicht immer reichten diese Potenziale aus, um brachgefallene Grundstücke in dem genannten Sinn wiederzubeleben und mit neuen Nutzungen zu versehen.

Zu Brachflächen gehören leerstehende Gewerbebauten, ungenutzte Industrieareale, nicht mehr benötigte Verkehrsflächen aber auch ruinöse Wohngebäude. Teilweise sind diese Grundstücke mit Altlasten behaftet und können erst nach deren Sanierung weiter entwickelt werden.

Manchmal ist die Beeinträchtigung für die Bewohner angrenzender Bereiche so stark, dass sehr schnelles Eingreifen erforderlich ist. Dies geschieht durch Mitarbeiter des Umweltamtes.

Die folgende Übersichtskarte zeigt die vorhandenen Brachflächen der Stadt im Jahr 2010. Alle farbig angelegten Flächen gelten hier, Flüsse und Seen ausgenommen, als Brachflächen mit der entsprechenden Vornutzung.

Kontakt

Landeshauptstadt Dresden
Stadtplanungsamt
Abteilung Stadterneuerung

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Übersichtskarte vorhandener Brachflächen im Stadtgebiet (Stand 2010)


Die größte Ballung von Brachflächen befindet sich entlang der Eisenbahntrasse in Richtung Prag, an der sich wegen der guten Erschließung früher viel Gewerbe ansiedelten. Eine Konzentration brachliegender Grundstücke befindet sich ebenfalls im Südwesten und Nordwesten der Stadt.

Die Stadt hat sich die Aufgabe gestellt ausgewählte Brachflächen zu entwickeln und damit auch einem der wichtigsten Ziele der Stadtentwicklung, der Nutzung der innenstädtischen Bauflächenpotenziale, zu entsprechen.

Die Strategie zur Reaktivierung von Brachflächen besteht einerseits in der baulichen Entwicklung von Flächen mit hoher Priorität, die eine Impulswirkung aus städtebaulicher Sicht für ganze Stadtteile auslösen können (z.B. Ostragehege; Dresdner Westen), Flächen bei denen wegen der Altlasten Gefahren für die Umwelt beseitigt werden müssen und größere Bereiche, die als Gewerbestandort entwickelt werden können. Darüber hinaus sind die innerstädtischen Brachflächen ein bedeutendes stadtentwicklerisches Potenzial für attraktives Wohnen in der Stadt. Andererseits dienen geeignete Brachen auch der Stärkung des Grünsystems, dessen Leistungsfähigkeit letztlich auch der Reduzierung der Auswirkungen des Klimawandels dient.

Seit 1990 werden vor allem kleinere Brachflächen in den Fördergebieten der Stadterneuerung entwickelt. Dazu kommen Fördermittel der EU, des Bundes und des Freistaates Sachsen zum Einsatz. Die Brachflächensanierung ist ein Baustein der Stadtteilentwicklung.

Grundlage der Brachflächensanierung in Dresden ist u. a. eine umfassende und ständig fortgeschriebene Untersuchung der städtischen Brachflächen. Im Stadtplanungsamt wird dazu eine Datenbank geführt, in welcher alle wesentlichen Merkmale dieser Flächen erfasst werden und eine Prioritätensetzung für die Entwicklung abgeleitet wird.

Zur Entwicklung dieser Flächen arbeiten verschiedene Ämter der Stadtverwaltung eng zusammen (Umweltamt, Amt für Wirtschaftsförderung, Stadtplanungsamt, Liegenschaftsamt). In mehreren Fällen wurde die praktische Umsetzung der Brachflächenentwicklung durch die STESAD GmbH betreut, so auch die EFRE-Projekte zur Brachflächensanierung. Auf den Internetseiten des Umweltamtes können Sie sich zu Projekten der Brachflächensanierung ausführlicher informieren.

Über das Projekt "B-Team - Verbesserung der Methoden zur Brachenreaktivierung" im Rahmen des EU-Programms INTERREG IV C. arbeitet die Landeshauptstadt Dresden mit Fachleuten aus der Europäischen Union, unter anderem aus Großbritannien, Finnland, Litauen, Ungarn, Italien, Polen Österreich und Spanien an der Verbesserung der Verfahren zur Reaktivierung von innerstädtischen Brachflächen.




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