Wiener Platz – Prager Straße
Stadteingang und Einkaufsstraße
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Wiener Platz
Der Wiener Platz und die anschließende Prager Straße bilden das südliche Entree in das Dresdner Stadtzentrum. Dabei kommt der Prager Straße eine besondere funktionale Bedeutung als Geschäftszentrum und städtebauliche Bedeutung als Teil des nord-südgerichteten Rückgrates zwischen Albertplatz und Hauptbahnhof zu.
Die beiden im Krieg zerstörten Bereiche werden durch Neubauten und Umgestaltungen räumlich neu gefasst und aufgewertet. Die Schnittstellen zu den benachbarten Seevorstädten bedurften und bedürfen einer Stadtreparatur - einer angemessenen Formen der Nachverdichtung.
Planerische Grundlage für den Wiener Platz ist der Entwurf des Architekturbüros Mronz aus Köln, welches 1993 den 1. Preis im Rahmen des städtebaulichen Ideenwettbewerb Wiener Platz errungen hat. In Verfolg des Entwurfs wird der Platzraum in seinen historischen Abmessungen wieder hergestellt. Gegenüber der Bahnhofsfassade bilden kubische Baukörper, die in ihrer Positionierung und Dimensionierung an die ehemalige Villenbebauung erinnern, die nördliche Raumkante. In einer zweiten Bebauungslinie verdichtet sich die Baumasse und beschreibt einen weiträumigen Kreisbogen parallel zu den bestehenden Wohnhochhäusern der 70er Jahre, die in ein grünes Band eingebettet werden.
Der Wiener Platz ist aufgrund des durch die Stadt errichteten Tunnels frei vom Autoverkehr. Lediglich der ÖPNV quert die Platzfläche in Ost-Westrichtung. Eine private Tiefgarage unterhalb der Platzfläche ergänzt das Verkehrssystem.
Die Gestaltungskonzeption für den Wiener Platz wurde durch die Landeshauptstadt Dresden nahezu vollständig umgesetzt. Lediglich die Flächen unterhalb der sich die Spundwände für die Grundwasserhaltung der großen Baugrube im Zugangsbereich zur Prager Straße befinden, konnten noch nicht umgestaltet werden.

Modell Wiener Platz
Prager Straße
Ein markanter Glasbau - die Prager Spitze sowie das zwischen zwei Kuben eingespannte Kugelhaus - leiten im südlichen Abschnitt der Prager Straße in das Geschäftszentrum Dresdens über. Der nördliche Abschnitt der Prager Straße wurde bereits in den 90er Jahren gemäß der städtebaulichen Leitlinien des Planungsleitbildes Innenstadt arrondiert. Entstanden sind das Büro- und Geschäftshaus »Esders« der Architekten Ingenhoven, Overdiek, Kahlen und Partner, die Wöhrl-Plaza und das Florentinum der Dresdner Architekten Just und Partner sowie das Kaufhaus Karstadt der Architekten Rohde, Kellermann, Wawrowsky und Partner. Mit Errichtung der Centrum Galerie (2008) durch die Multi Development Germany GmbH gemäß des 1. Preises im Fassadenwettbewerb der Prof. Kulka Architekten GmbH hat die Ausbildung der Prager Straße im Übergang zur Altstadt und in Anlehnung an den historischen Querschnitt von 18 m ihren Abschluss gefunden.
Der mittlere Abschnitt der Prager Straße wird nunmehr als Platzraum erfahrbar.
Für den Bereich der Prager Straße Mitte wurde 1998 von der Aufbaugesellschaft Prager Straße, die in Maßnahmeträgerschaft für die Stadt agierte, ein städtebaulicher Ideen- und Realisierungswettbewerb durchgeführt. Leitidee des prämierten Entwurfs des Darmstädter Büros Trojan, Trojan und Neu war es, die unterschiedlichen Quartiere der Prager Straße und der westlichen Seevorstadt in ihrer strukturellen Eigenart weiterzuentwickeln und sie als prägnante Figuren im Stadtgrundriss zu verankern.
Riegel und Winkel ergänzen und verdichten im Entwurf die Grundstruktur der offenen Zeilenbebauung.
Von der Verdichtung der Seevorstadt West wird derzeit unter Berücksichtigung geringer Nachfragewerte und zugunsten der gefestigten Bevölkerungsstruktur im Quartier Abstand genommen.
Das Quartier Prager Straße Mitte wurde entsprechend der Konzeption baulich und gestalterisch so ergänzt, dass einerseits das städtebauliche Ensemble der Nachkriegsmoderne als prägende Komposition ablesbar bleibt, andererseits aber die Funktionsfähigkeit als zeitgenössische Einkaufsstraße gewährleistet wird.
Die vom Stadtrat bestätigte Gestaltungskonzeption der Werkgemeinschaft Prof. Langner von Hatzfeld - Heinle, Wischer und Partner für den mittleren Bereich Prager Straße wurde 2004 in ihren wesentlichen Teilen mit Hilfe von Mitteln der Hochwasserschadensbeseitigung umgesetzt. Neue Gestaltungselemente des öffentlichen Raumes, wie Wasserbänder, zusätzliche Baumpflanzungen, hochwertige Oberflächenbeläge erhöhen nachhaltig die Aufenthaltsqualität der Prager Straße.

Wiener Platz/Prager Straße aus der Luft

Wettbewerb Prager Straße Mitte/Seevorstdt West, 1. Preis: Trojan und Trojan

Wettbewerb Prager Straße Mitte/Seevorstadt West

Wettbewerb Prager Straße Mitte, Modell

Neues »Kugelhaus« am Wiener Platz

Neu errichtete Straßenbahnhaltestelle
