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Postplatz

Postplatz

Der Postplatz ist einer der wichtigsten Plätze der Dresdner Innenstadt und entscheidender Verkehrsknotenpunkt für den öffentlichen Personennahverkehr. Die Planungsgeschichte für den Postplatz nach 1990 reicht bis dato vom städtebaulichen Ideenwettbewerb 1991, über die Realisierung der Zentralhaltestelle der Dresdner Verkehrsbetriebe mit dem sogenannten Wilsdruffer Tor, den umliegenden Verkehrsflächen sowie Teilen der Freianlagen bis hin zur Errichtung des Büro- und Geschäftshauses „Wilsdruffer Kubus" und dem in Aussicht genommenen Bau des „Zwinger Forums" durch die TLG Immobilien GmbH.

Städtebaulicher Ideenwettbewerb 1991

Im Jahre 1991 führte die Stadt Dresden einen städtebaulichen Ideenwettbewerb mit internationaler Beteiligung zur Bebauung des Postplatzes und der Wallstraße durch, der die Grundlagen für die Entwicklungen der nächsten Jahre schaffen sollte. Es wurden 33 Arbeiten eingereicht. Als Sieger ging das Architekturbüro Prof. Joachim Schürmann und Partner, Köln aus dem Wettbewerb hervor.  

Bild: Wettbewerb Postplatz, 1. Preis: Prof. Joachim Schürmann und Partner, Köln

Wettbewerb Postplatz, 1. Preis: Prof. Joachim Schürmann und Partner, Köln

Tragende Idee des Entwurfs ist das Aufgreifen und die Fortsetzung der in Europa einzigartigen Raumfolge aus nicht orthogonal gefassten Plätzen, die vom Albertplatz über den Neustädter Markt, die Augustusbrücke, den Theaterplatz, den Schlossplatz und den Zwinger reicht.

Am Postplatz soll diese »Perlenkette« phantastischer Stadtansichten ihre Fortsetzung finden. Er wird deshalb mittels vor- und zurückgesetzter Gebäude in mehrere kleinere Teilräume gegliedert: den Postplatz, den »Platz am Schauspielhaus« und den »Wilsdruffer Torplatz«. Elementar ist außerdem die Adaption der historischen Wallanlage mittels eines Promenadenrings, der die Altstadt umschließt und in diesem Bereich vom Dr.-Külz-Ring über die Marienstraße, den Postplatz bis zur Ostra-Allee und den Zwingeranlagen verläuft.

Bebauungsplan/Weitergehende Planungen

Das Konzept aus dem Wettbewerb wurde in den folgenden Jahren im Rahmen eines Bebauungsplanes und als eigenständige Freianlagenplanung weiterentwickelt. Der Entwurf des Bebauungsplanes Nr. 54, Postplatz/Wallstraße konnte im Jahr 1995 der Öffentlichkeit vorgestellt werden, rechtskräftig ist der Plan seit dem Jahr 2000.

Bild: Postplatz, Stadtmodell

Postplatz, Stadtmodell

Parallel dazu wurde an Planungen für die Freianlagen, das heißt der Anlage eines grünen Promenadenringes um die Altstadt, der Herausbildung der Platzfläche und an Elementen, die an den Verlauf der Stadtmauer erinnern, gearbeitet. Die Platzfläche vor dem Staatsschauspielhaus ist bereits als steinernes „Gelenk" zwischen den Grünräumen der Zwingeranlage und des zukünftigen Promenadenrings angelegt. Sie entfaltet aber aufgrund der noch fehlenden Platzränder und des nur fragmentarisch angelegten Promenadenrings noch nicht ihre gewünschte Wirkung und Funktion als Entree für das Staatsschauspiel und weitere repräsentative Gebäude.

Bild: Gestaltungsplan zum Bebauungsplan Nr. 54, Postplatz/Wallstraße

Gestaltungsplan zum Bebauungsplan Nr. 54, Postplatz/Wallstraße

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Wettbewerb Schwarzplan

Wettbewerb, 1. Preis

Stadtmodel

Planung Grünring, Wassergraben Marienstraße, Stadtmodell

Modell

Wassergraben Marienstraße, Modell 1995

Bebauungsplan

Bebauungsplan Nr. 54, Postplatz/Wallstraße, Rechtsplan

Strukturplan

Bebauungsplan Nr. 54, Strukturplan