Städtebaulicher Ideenwettbewerb
Terrassenufer
Anlass und Ziel des Wettbewerbs
Das Wettbewerbsgebiet »Am Terrassenufer« erstreckt sich südlich der Elbe zwischen Carola- und Albertbrücke. Das heutige Wohngebiet grenzt unmittelbar an das Dresdner Altstadtzentrum und die Elbe.

Wettbewerbsgebiet
Der Bereich weist einen zum Teil überalterten Gebäudebestand, große Brachflächen, unzureichende Einkaufsmöglichkeiten und Kultureinrichtungen auf. Die beiden schon zu ihrer Entstehungszeit umstrittenen Hochhäuser Terrassenufer 12 und 14 prägten lange Zeit das Bild des Stadtteils.
(Anmerkung: Das Gebäude Terrassenufer 14 wurde 2005 abgebrochen.)
Die Landeshauptstadt Dresden lobte 2001 einen städtebaulichen Ideenwettbewerb für dieses Gebiet aus. Ziel war es, den elbnahen Teil der »Pirnaischen Vorstadt« sich harmonisch in das Gesamtgefüge der Stadt einordnend mit eigenständigen Habitus zu entwickeln und funktionell aufzuwerten. Neben Vorschlägen für die künftige Elbuferbebauung entlang dem Terrassenufer waren Gestaltungsideen für eine Stadtteilmitte mit den erforderlichen öffentlichen und Versorgungseinrichtungen gefragt.
Als Ergebnis des Wettbewerbs war ein robustes städtebauliches Konzept gewünscht, welches auf künftige Bauaufgaben flexibel reagieren kann und eine schrittweise Realisierung erlaubt.
Wettbewerbsergebnisse
Das Preisgericht tagte am 28. und 29. Juni 2001 und kürte die folgenden Preisträger:
- 1. Preis: Rohdecan, Architekten Dresden mit Ulrich Krüger, Landschaftsarchitekt Dresden
- 2. Preis: Siegfried Müller + Maja Djordjevic-Müller, Stuttgart
- 3. Preis: Prof. Günter Telian, Karlsruhe
- 4. Preis: Joachim Schürmann & Partner, Köln
- 5. Preis: Assmann Salomon Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin
- Ankauf: Architekturbüro Knerer & Lang, Dresden
- Ankauf: Architekten PFAU, Dresden
- Ankauf: BHL Architekten mit Kontor Freiraumplanung M & T, Hamburg

Jurysitzung
Aus der Beurteilung des Preisgerichts
für den 1. Preisträger
Rohdecan, Architekten Dresden mit Ulrich Krüger, Landschaftsarchitekt Dresden
Die Arbeit entwickelt eine klare, robuste städtebauliche Struktur von Stadtblöcken, die sich an Hand der städtebaulichen Lage und der unterschiedlichen Programmierungen differenzieren. Am Brückenkopf der Albertbrücke entsteht eine »Kunstpause«. Dieser Block beherbergt eine Galerie für moderne Kunst. Weiter im Quartier unterteilen sich die Blöcke in Ensembles unterschiedlicher Gebäude. Dadurch entsteht eine gestaffelte Vertiefung im Freiraum von öffentlicher über gemeinschaftliche hin zur privaten Nutzung.

Modell 1. Preis

Strukturplan 1. Preis

Städtebauliche Einordnung 1. Preis
