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Bahnhofsvorplatz Freiberger Straße

Luftbild des Planungsbereiches

Luftbild des Planungsbereiches

Ausgangssituation

Das Vorhaben »Umfeldgestaltung S-Bahnhaltepunkt Freiberger Straße« ist ein wichtiger Bestandteil des Stadtteilentwicklungsprojektes Weißeritz und wird mit Fördermitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), VwV Stadtentwicklung vom 19.02.2001, Abschnitt B »Städtische Entwicklung« finanziert.

Weitere Maßnahmen des Weißeritzprojektes finden Sie hier:

Die Maßnahme dient entsprechend des Feinkonzepts zum Stadtteilentwicklungsprojekt, welches am 30.05.2002 durch den Stadtrat (Beschluss Nr. V 1988-44-2002) bestätigt wurde, der Verbesserung der städtebaulichen Situation des Gebiets.
Im Zuge des Ausbaus der S-Bahnstrecke Meißen-Dresden-Pirna wurde der neue S-Bahnhaltepunkt Freiberger Straße errichtet und am 12.12.2004 durch die Deutsche Bahn AG in Betrieb genommen. Damit einhergehend wird die Neuordnung und städtebauliche Aufwertung des Umfeldes zwischen Ammonstraße und Papiermühlengasse notwendig, um einen funktionsfähigen und attraktiven Übergang von S-Bahn zum ÖPNV zu schaffen.

Örtliche Situation

Der Standort des neu errichteten S-Bahnhaltepunkts Freiberger Straße liegt innerhalb des 26er Ringes und damit im Stadtzentrumsbereich. Die Plätze, deren Mittelpunkt der S-Bahnhaltepunkt bildet, werden nördlich durch die Freiberger Straße, westlich von der Papiermühlengasse und östlich von der DVB-Trasse entlang der Ammonstraße begrenzt. Im Süden schließen wildbewachsende Brachflächen / Ruderalflächen mit landschaftlichem Charakter an.

Blick auf die östliche Fläche des künftigen Bahnhofsvorplatzes

Blick auf die östliche Fläche des künftigen Bahnhofsvorplatzes

Die Gesamtfläche des Vorplätze beträgt ca. 5.255 m². Sie teilt sich in die Vorplatzfläche A (ca. 1.840 m² ) zwischen Freiberger Straße und Ammonstraße (Richtung Wolrd-Trade-Center) und Vorplatzfläche B (ca. 3.415 m²) zwischen Freiberger Straße und Papiermühlengasse.

Derzeit handelt es sich bei der Vorplatzfläche A um einen Böschungsbereich am Bahndamm mit vorgelagerter und beräumter Fläche (Teil einer Ruderralfläche) bis zur Gleistrasse der Straßenbahn einschließlich der östlich daran anschließenden Verkehrsflächen. Die Vorplatzfläche B erfasst ehemals gewerblich genutzte und inzwischen brachliegende Flächen, welche zwischen dem Bahnkörper und der Papimühlengasse liegen.

Blick auf den westlichen Vorplatzbereich

Blick auf den westlichen Vorplatzbereich

Planungsziele

Mit der Entwicklung, Planung und Realisierung der Vorplätze sollen folgende funktionale und städtebauliche sowie verkehrsplanerische Ziele erreicht werden:

  • Verbesserung der städtebaulichen Situation durch Schaffung von städtisch geprägten Vorplätzen und durch die Gestaltung eines neuen Stadteingangsbereiches »Eingangssituation« zur Innenstadt
  • Verbesserung der Verkehrsanbindung der nord-östlich angrenzenden Wilsdruffer Vorstadt und des Dienstleistungs- und Bürostandorts Word Trade Center sowie des süd-westlich angrenzenden städtebaulichen Entwicklungsgebietes (Freiberger Straße, Rosenstraße, ehemaliger Kohlebahnhof) und damit Erhöhung der Attraktivität der unmittelbaren Umgebung
  • Erhöhung der Durchlässigkeit des Bahndammes und damit Verbesserung der funktionalen und fußläufigen Anbindung des südwestlichen Stadtteils an die Innenstadt

Gesamtkonzept Freiflächenplanung

Vor dem Hintergrund der Realisierung des neuen S-Bahnhaltepunktes ist es notwendig, das Umfeld zwischen Ammonstraße, Freiberger Straße und Papiermühlengasse neu zuordnen und städtebaulich aufzuwerten. Ziel der durch das Büro LandschaftsArchitektur Petzold, Dresden erarbeiteten Freiraumplanung ist die Schaffung von städtisch geprägten Vorplätzen mit klarer Aufteilung der Funktionen, Übersichtlichkeit und eindeutigen Raumkanten als Grundlage für eine bessere Orientierung. Die Neuordnung des Bereichs östlich und westlich der Bahnanlagen trägt entscheidend zu Verbesserung der funktionalen und fußläufigen Anbindung an die Innenstadt bei, wodurch eine höhere Attraktivität des Büro- und Dienstleistungsstandorts World-Trade-Center und der Umgebung erwartet wird.

Genehmigungsplanung Bahnhofsvorplatz. Der Lageplan kann hier als pdf-Datei (1,9 MB) angesehen werden.

Genehmigungsplanung Bahnhofsvorplatz. Der Lageplan kann hier als pdf-Datei (1,9 MB) angesehen werden.

Schnitt durch die östliche Platzfläche

Schnitt durch die östliche Platzfläche

Freiflächengestaltung Vorplatzfläche A

Der Platz (Vorplatzfläche A) auf der östlichen Seite der Bahngleise zum WTC hin weist einen höheren städtischen Charakter auf als der rückwärtige Platz. Er ist Drehpunkt, Verknüpfung und Vernetzung von S-Bahn, Straßenbahn, Fußgänger- und Radverkehr. Er dient dem Um-, Ein-, und Aussteigen, dem Warten, Aufenthalt und Durchgang. Das Freihalten des Vorplatzes vom motorisierten Verkehr durch Einfahrtsperren / Poller führt zu einer hohen Aufenthaltsqualität für Fußgänger.

Die Befestigung des gesamten Platzes sowie der Rampen mit anthrazitfarbenem Plattenbelag bildet eine einheitliche Räumlichkeit des Platzes aus.

Das Gefälle der Platzfläche wird mit 2 Treppenstufen abgefangen, da die bestehende Neigung sowohl funktional als auch optisch nicht vertretbar ist. Die Stufen sind auch als Sitzstufen nutzbar. Die bestehende Rampe garantiert die behindertengerechte Erschließung des Zuganges zur S-Bahn-Station. Diese seitens der DB realisierte Rampe wird im unteren Bereich modifiziert und ein Durchbruch geschaffen, damit Querungsmöglichkeiten und barrierefreie Erschließung (Behinderte) der gesamten Platzfläche (oberes Platzniveau) gewährleistet werden kann. Die Rampe wird einheitlich von einer Stahlkante eingefasst. Vor dem Übergangsbereich der DVB-Trasse ist wieder innerhalb des Geländers eine Durchlaufsperre vorgesehen.

Die Böschung der DB wird, um dem gestalterischen Gesamtkonzept als klare städtische Platzfläche Rechnung zu tragen, durch eine vorgelagerte linienförmige Sitzmauer begrenzt. Die Raumkante wird weiterentwickelt in der Sitzmauer, die Ruderalfläche abfängt, und so den Platz begrenzt, offen und überschaubar macht.

Auf der oberen Platzfläche fungieren drei geschnittene Bäume als Schattenspender zum Aufenthalt und als einladendes Grün. Eine flächige Pflanzung von Bodendeckern / Gräsern auf der DB-Böschung sorgt für Kontrast und Farbaspekte zu den versiegelten Flächen und gestaltet die Böschung so weit es geht in eine annehmbare Raumkante. Die südlich angrenzende Ruderalfläche, die mittlerweile schon Biotopcharakter besitzt, wird nur an der Seite des Platzes beschnitten, das Gelände modelliert und bleibt sonst weitestgehend erhalten. Zum Haltestellenbereich ist eine klare Begrenzung zur Ruderalfläche mit einer geschnittenen Hecke vorgesehen, die nach Realisierung der vollbehindertengerechten Umgestaltung der Haltestelle seitens der DVB auf die gesamte Länge des Haltestellenbereiches verlängert werden kann.

Perspektive der östlichen Platzfläche

Perspektive der östlichen Platzfläche

Freiflächengestaltung Vorplatzfläche B

Der Platz östlich der Gleise zeichnet sich durch einen höheren Grünanteil aus, stellt Stellplätze für Fahrräder (mit Überdachung), Kurzzeitparker und Taxen bereit. Auch dieser Platz ist mit demselben Plattenbelag befestigt, wodurch die Verwandtschaft beider Vorplätze unterstrichen wird.

Stützmauern und eine kleine Treppenanlage überwinden den Höhensprung in Richtung Gehweg Freiberger Straße (»Abtauchen« der Straße unter die Brücke), wobei die geplanten Höhen Gehwegrücklage seitens der Straßenplanung Freiberger Straße übernommen wur-den. Barrierefreier Zugang über den Platz ist trotzdem möglich.

Die zwischen der Papiermühlengasse und dem Vorplatz vorhandenen Brachflächen werden optisch mit einer langen geschnittenen Hecke kaschiert. Zwischen den Brachflächen dem eigentlichen Platz entsteht eine Zone, die als Verkehrsfläche (Zufahrt Kurzzeitparker und Taxis) genutzt werden kann. Die Zufahrt von der Freiberger Straße wird mit einer Asphalttragschicht befestigt. Dasselbe gilt für den Streifen an der Freiberger Straße, der nach Realisierung der Platzfläche zur Linie des heutigen Fußweges vorübergehend besteht.

Die den Platz bestimmende grüne Insel zum Kreuzungsbereich Papiermühlengasse / Freiberger Straße verleiht diesem Platz ein grüneres Gesicht. Das geplante Wäldchen ist die Antwort auf die große Ruderalfläche des vorderen Platzes und soll einen landschaftlichen Charakter durch lockere Baumpflanzungen erhalten. Bestehende Bäume werden zum großen Teil erhalten. Ein geschnittener Baumblock unterstreicht die Verwandtschaft zu Platzfläche A. Die Fläche des motorisierten Verkehrs einschließlich Stellplätze und der Vorhaltefläche für die Straßenbaumaßnahme Papiermühlengasse sind optisch durch eine geschnittene Hecke verdeckt.

Im Sinne einer einheitlichen Handschrift beider Plätze sind Gestaltungselemente wie Beleuchtung, Sitzmauern, geschnittene Bäume und Hecken wieder zu finden. Ebenso eine Fahrradunterstand und Fahrradabsteller in der gleichen Ausführung wie auf Platzfläche A.

Zeit- und Finanzplanung

  • Gesamtkosten: 1.205.500 EUR
  • Realisierung der Maßnahme Juni - August 2006

Kontakt

Geschäftsbereich Stadtentwicklung
Stadtplanungsamt
Abteilung Stadtplanung und Stadtgestaltung
Herr Dr. Jarad

 
Hamburger Straße 19
01067 Dresden
2. Etage, Zimmer 2042
 
Postfach 120 020
01001 Dresden
Stadtplan 
Stadtplan
 
0351-4883482
 
0351-4883456
WTC

Auftaktbereich zum S-Bahnhaltepunkt in Höhe des World-Trade-Center

Blick auf westliche Fläche

Blick auf den S-Bahnhaltepunkt und die westliche Platzfläche

Papiermühlengasse

Blick auf die westliche Fläche Richtung World-Trade-Center

Zugang

Bestand Zugang

Östliche Vorfläche

Bestand östliche Vorfläche





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