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Weiterentwicklungsgebiet Johannstadt

Bild: Grenzen des Gebietes

Gebietsgrenzen

Bild: Gerokstraße

Gerokstraße

Gebietstypik

Das Weiterentwicklungsgebiet Johannstadt umfasst im Ortsamtsbereich Dresden-Altstadt II das Gebiet zwischen Fetscher- und Güntzstraße, dem »Großen Garten« und dem Elbufer.

Im Unterschied zu anderen Wohngebieten des industriellen Wohnungsbaus wie z. B. Gorbitz und Prohlis war Johannstadt bereits vor seiner Zerstörung 1945 dicht besiedelt. Im Zuge der Neubautätigkeit, die einem Wiederaufbau nicht gleichzusetzen ist, entstanden von 1957 bis 1978 Zeilen - und Reihenbebauungen nach unterschiedlichen Typen des Block-und Plattenbaus.

Das Erschließungssystem der Gründerzeit blieb weitgehend erhalten. Die historischen Raumformen wie Platz, Straßenraum und Hof stehen heute in einem Kontrast zu den Produkten des industriellen Wohnungsbaus. Nur im nördlichen Bereich zwischen Arnoldstraße und Fetscherstraße sowie am Bönischplatz ist die ehemalige gründerzeitliche Bebauung erkennbar.

In Johannstadt gibt es eine relativ stabile Stammbevölkerung – für viele ältere Bürger ist der Stadtteil seit ihrer Kindheit ein vertrautes Wohnumfeld. Zuzüge von jüngeren Bewohnern sind dagegen eher selten.

Blumenstraße/ Pfeifferhannsstrße

Überbauung Historischer Strukturen

Stephanienstraße

Blockbauweise

Mit der Weiterentwicklungsmaßnahme soll sowohl für die jetzt im Gebiet lebenden Bewohner die direkte Umfeldsituation verbessert werden als auch eine »strapazierfähige« Grundausstattung für den langfristig anstehenden Bewohnerwechsel und die Veränderung der damit verbundenen Bedarfsituation vorbereitet werden. Dabei sind die bestehenden baulichen und funktionalen Missstände zu beseitigen und das positive Image eines attraktiven innenstadtnahen Wohnstandortes zu stärken.

Ziele und Maßnahmen

  • Aufwertung des öffentlichen und halböffentlichen Raumes (v.a. Freiflächen, Spielplätze, Ruhezonen)
  • Funktionale und gestalterische Aufwertung der Wohnzeilen
  • Beräumung und Zwischennutzung der Brachfläche »Plattenwerk«
  • Wiederherstellen historischer Wegeverbindungen und Plätze
  • Erhalt und Ausbau der Einrichtungen der sozialen und kulturellen Infrastruktur; Anpassung des Maßnahmenkonzeptes an die Altersstruktur der Bewohner des Gebietes

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