Das Projektgebiet
Das rund 300 Hektar große Projektgebiet umfasst Teile der Ortsämter Altstadt, Cotta und Plauen und ist besonders durch den Flusslauf der Weißeritz geprägt.
Charakteristische Teilbereiche:
- Gewerbestandort Freiberger Straße, Rosen- und Fabrikstraße mit heute nicht mehr benötigten Stadttechnikanlagen im Bereich des ehemaligen Kohlebahnhofs sowie inselartigen gründerzeitlichen Wohnquartieren um Altonaer und Oederaner Straße
- überwiegend gewerblich genutzte Bereiche entlang der Tharandter bzw. Wiesbadener/ Mohorner Straße mit dem Gelände der ehemaligen Reisewitzer Brauerei
- Gründerzeitwohngebiet Löbtau mit dem derzeitigen Sanierungsgebiet Dresden-Löbtau und dem Ortsteilzentrum Kesselsdorfer Straße
- Landschaftsraum des Plauenschen Grundes, einer Wiege der Dresdner Industrie, umgebende Hochflächen (Coschützer Höhe), Bienertareal und Altplauen

Heizkraftwerk, Nossener Brücke, Freiberger und Oederaner Straße

Tharandter Straße

Sanierte Gründerzeitvillen in Löbtau

Felsenkeller im Plauenschen Grund
Probleme
Das Projektgebiet weist viele schwerwiegende Probleme auf, die durch das Hochwasser vom August 2002 noch verschärft wurden:
- insgesamt schlechtes Image des Stadtteils
- massive Bevölkerungsverluste vor und nach der Wende, die die Entwicklung der Einzelhandels- und Dienstleistungsstandorte bis heute beeinträchtigen
- Umstrukturierung und deutliche Reduzierung gewerblicher Aktivitäten seit 1990
- hoher Anteil brachliegender Grundstücke und leerstehender Gebäude
- isolierte Wohnquartiere mit hohem Leerstand und einer starken Beeinträchtigung durch Lärm und Abgase von Hauptverkehrsstraßen
- Defizite an öffentlichen Frei- und Grünflächen sowie des Zustands von Schulen und Kindergärten
Chancen und Potenziale
Von großer Bedeutung für eine positive Entwicklung sind:
- zentrale Lage in der Stadt nahe Hochschul- und Forschungseinrichtungen (TU Dresden, HTW)
- reizvolle Landschaftsräume entlang der Weißeritz, vor allem im Bereich des Plauenschen Grundes und des Hohen Steins
- viele historisch wertvolle und denkmalgeschützte Industriegebäude, die sich für neue Nutzungen eignen
- aktive Bürgerinitiativen und Vereine
(z.B. Bienert-Förderverein, Gewerbeverein Kesselsdorfer Straße e.V.)

