Branchenvielfalt
Kulturwirtschaft/Creative Industries
Leuchter, die man nicht ein- und ausschaltet, sondern bei denen die Lichtregelung wie bei einem Vorhang funktioniert; eine Kunstrichtung, die sich besonders in den USA großer Beliebtheit erfreut; und ein Industriezweig mit international agierenden Unternehmen - drei kleine Teile des großen Puzzles »Kultur- und Kreativwirtschaft in Dresden«.
Seit 2003 stieg die Zahl der in der Dresdner Kultur- und Kreativwirtschaft Beschäftigten um 20 Prozent auf circa 10 700 Erwerbstätige. Das ist ein viermal so starkes Wachstum wie in der Gesamtwirtschaft. Die neueste Statistik, die auf einer veränderten Methodik beruht, zählt insgesamt 13 080 Erwerbstätige für den Wirtschaftszweig. Mit einem Anteil von über vier Prozent der Erwerbstätigen Dresdens hat die Branche ein deutliches Gewicht. Der Umsatzanteil an der Dresdener Gesamtwirtschaft beträgt 3,4 % – das ist in absoluten Zahlen noch nicht sehr viel, aber deutlich mehr als im Landes- und Bundesdurchschnitt (2,1 % bzw. 2,6 %).
Die Zukunftsperspektiven der Kulturwirtschaft/Creative Industries in der Stadt Dresden werden positiv bewertet. Die Wachstumsträger sind allen voran der Software-, Buch- und Werbemarkt aber auch die Designwirtschaft. In einzelnen Bereichen haben sich die Unternehmen bereits gut vernetzt, wie im Bereich Software/Games, Architektur oder bei den Darstellenden Künsten, was vor allem den vielen sehr kleinen Unternehmen zugutekommt.
Auch die großen Softwarefirmen Dresdens sind Teil des Wirtschaftszweigs. Unternehmen wie T-Systems Multimedia Solutions GmbH, Robotron Datenbank-Software GmbH, Communardo oder Saxonia Systems AG tragen nicht nur Dresdens Ruf als High-Tech Standort in die Welt sondern zeugen auch von dessen besonderer Kreativität.
Übrigens: Die Leuchter mit der innovativen Lichtsteuerung werden übrigens von Matthias Pinkert entwickelt und sind ein Beispiel für die den Ideenreichtum der Dresdner Designwirtschaft, deren Schwerpunkt im Bereich des Produkt-, Mode- und Grafikdesigns liegt. Was die Kunstrichtung mit vielen Fans in den USA angeht, ist der Begriff „Dresden Pop" zu nennen, den besonders Eberhard Havekost und Thomas Scheibitz groß gemacht haben. Der „Dresden Pop" verarbeitet die alltäglich Ästhetik aus Werbung, Fernsehen und Video.
Unter Kulturwirtschaft/Creative Industries werden diejenigen Kultur- bzw. Kreativunternehmen erfasst, welche überwiegend erwerbswirtschaftlich orientiert sind und sich mit der Schaffung, Produktion, Verteilung und bzw. oder medialen Verbreitung von kulturellen/kreativen Gütern und Dienstleistungen befassen (Abgrenzung nach Kulturwirtschaftsbüro Köln).

Kunsthof Passage in der Dresdner Neustadt
Foto: Frank Exß

Kreativität und High-Tech: Im Software- und Gamesmarkt ist Dresdens Kreativwirtschaft besonders stark
Foto: LHD/Lösel

Festival für computergestützte Kunst CYNETART
Foto: Trans-Media-Akademie Hellerau e.V.
Downloads
- Studie »Kultur- und Kreativwirtschaft – Potenziale und Handlungsmöglichkeiten«
Broschüre (*.pdf, 12475 KB) - »Runder Tisch Kultur- und Kreativwirtschaft in Dresden«
Präsentation vom 28.09.2011 (*.pdf, 1235 KB)
