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Dresdner Sportlegenden

Fußball

Der deutsche Fußballsport ist auf vielfältige Weise mit Dresden verbunden:
Helmut Schön, der als Nationaltrainer die deutsche Elf 1974 zum Weltmeister- und 1976 zum Vizeeuropameistertitel führte, begann seine sportliche Karriere in Dresden. So stellte er von 1933 bis 1945 beim Dresdner Sport Club (DSC) sein Können unter Beweis.

Dieser Traditionsverein, gegründet am 30. April 1898, unterhielt eine der erfolgreichsten deutschen Fußballmannschaften der Vorkriegszeit. Zwischen 1933 und 1944 wurde die Elf mehrfach Deutscher Meister und Pokalsieger.

In jüngerer Vergangenheit schrieb vor allem die Mannschaft von Dynamo Dresden Fußballgeschichte. Gegenwärtig nicht gerade vom Glück verwöhnt, kann sie auf eine glänzende Vergangenheit zurückblicken: Dynamo Dresden war die erfolgreichste Fußballmannschaft der DDR. Neben vielen Meistertiteln gewannen sechs Spieler der Mannschaft 1976 in Montréal Olympisches Gold.

Helmut Schön

Helmut Schön


Leichtathletik

Schon im Jahre 1932 gewannen Dresdner Leichtathleten Olympische Medaillen: Lies Müller, mehrfache Deutsche Landesmeisterin im Mehrkampf und im Speerwurf, erkämpfte sich bei den Olympischen Spielen in Los Angeles die Silbermedaille im Speerwerfen.
Der Dresdner Läufer Rudolf Harbig war einer der erfolgreichsten Leichtathleten seiner Zeit. Er stellte zwischen 1939 und 1941 Weltrekorde über 400, 800 und 1000 Meter auf, von denen jener über die 800-Meter-Distanz 16 Jahre lang ungebrochen blieb.

In den vergangenen Jahren war es vor allem die Hürdenläuferin Heike Meisner, die 1995 als Deutsche Meisterin und 1996 als Fünfte der Olympischen Spiele über 400 Meter Leichtathletik-Erfolge für Dresden errang.

Rudolf Harbig

Rudolf Harbig


Eisschnelllauf

Während der 80er Jahre war Dresden Heimat der erfolgreichsten Eisschnellläuferinnen der Welt:
Andrea Ehrig, vormals Schöne und Mitscherlich, war nicht nur zweifache Welt- und fünffache Europameisterin, sondern nahm zwischen 1976 und 1988 an vier Olympischen Winterspielen teil, wo sie zahlreiche Medaillen gewann. 1984 siegte sie in Sarajewo über 3.000 Meter und erkämpfte sich über 1.000 Meter und 1.500 Meter Silber.

Im gleichen Jahr konnte auch die Dresdnerin Karin Enke einen ihrer olympischen Höhepunkte feiern: Mit zwei Gold- und zwei Silbermedaillen kehrte die 11-fache Weltmeisterin nach Dresden zurück. Auch sie fügte diesem Triumph bei den Olympischen Spielen 1988 in Calgary weitere hervorragende Ergebnisse hinzu.

Andrea Ehrig

Andrea Ehrig


Rudern und Kanurennsport

Der anmutige Flusslauf der Elbe ist seit Jahrzehnten die Trainingskulisse der Dresdner Wassersportler, die mehrfach sportlichen Ruhm erlangten.

Im Rudern war es vor allem der Dresdner Riemenvierer mit Steuermann, der sich olympische Medaillen erkämpfte: In Montréal 1976 wurde die Dresdner Mannschaft zweite; vier Jahre später gewannen die Dresdner in Moskau Gold.

Mit Christine Scheiblich im Ruder-Einer und Carsta Kühn im Zweier-Kajak konnten in Montréal und Moskau Dresdner Sportlerinnen weiteres olympisches Gold erkämpfen.

Ruderer auf der Elbe

Ruderer auf der Elbe


Wasserspringen

Die erste Olympiasiegerin der DDR im Kunstspringen trainierte in Dresden:
Ingrid Krämer, seit 1958 erfolgreich, gewann 1960 in Rom zwei Goldmedaillen. Vier Jahre später erkämpfte sie sich in Tokio erneut Gold im Kunst- und Silber im Turmspringen.

Mit Jan Hempel, der seit mehr als 15 Jahren aktiv ist, stellt Dresden einen der erfolgreichsten deutschen Wasserspringer: Von 1986 bis 1989 war er fünffacher Junioren-Europameister, gewann 1988 und 1992 Olympia-Medaillen. Ein Jahr später wurde er Europameister vom 3-Meter-Brett und 1995 Deutscher Meister. Bei den Olympischen Sommerspielen 1996 in Atlanta gewann Jan Hempel eine Silbermedaille im Turmspringen.

Jan Hempel

Jan Hempel