Kunst im öffentlichen Raum
Kunst im öffentlichen Raum sucht ihre Orte innerhalb des städtischen Lebens, an öffentlichen Plätzen und in gesellschaftlichen Funktionszusammenhängen. Mit Objekten, Installationen oder auch Projekten schafft sie Reibungsflächen im städtischen Alltag. Die besondere Wahrnehmung von Kunst im öffentlichen Raum durch eine breite Schicht der Bevölkerung bietet Möglichkeiten, den Stadtraum in spezifischer Weise präsent zu machen und aktivierend für städtische Diskussionen zu wirken. Künstlerische Eingriffe an öffentlichen Orten thematisieren städtischen Lebensraum und mobilisieren Stadtnutzer zum Mitdenken bei Fragen der Stadtentwicklung und gesellschaftlichen Prozessen.
Joachim Manz: "Parkmöbel am Kaitzbach" (Hugo-Bürkner-Park, Dresden 2007)
Seit 1994 gibt es in Dresden eine Richtlinie für Kunst im öffentlichen Raum, deren Umsetzung in den Händen der Kunstkommission der Landeshauptstadt Dresden liegt. Diese Kommission wird aller drei Jahre neu berufenen und besteht aus Vertretern der Stadtverwaltung, des Stadtrates und ehrenamtlich mitarbeitenden Künstlern, Architekten und Kunstsachverständigen. Diese entscheiden auf den vierteljährlich stattfindenden Sitzungen sowohl über die Bewilligung von Mitteln zur Realisierung von Vorhaben, als auch über etwaige Standorte oder künstlerische Aufgaben und die Initiierung von Kunstwettbewerben. Eine wichtige Aufgabe bildet die Entwicklung und Umsetzung von Eigenprojekten im aktuellen überregionalen Maßstab.
Tobias Stengel: "Die Woge" (Augustusbrücke, Dresden 2006)
Gemäß der Richtlinie für Kunst im öffentlichen Raum stehen aus dem städtischen Haushalt ein Prozent der städtischen Hochbaukosten für die Finanzierung von Kunstprojekten im Stadtraum zur Verfügung. Da die finanziellen Mittel nicht wie bei den üblichen „Kunst am Bau" - Richtlinien an konkrete Hochbaumaßnahmen gebunden sind, können künstlerische Vorhaben an unterschiedlichsten Standorten der Stadt realisiert werden.
Seit Jahren tritt die Kunstkommission mit Nachdruck für eine lebendige Kunst im Stadtraum ein und hat bisher mit Aufwand und Erfolg eine ganze Reihe von Projekten realisiert. Dabei reduziert sich die Aufgabe nicht auf eine formalästhetische Aufwertung von Plätzen mit Hilfe von Einzelprojekten. Ziel ist, künstlerische Aktivitäten in der Kunststadt Dresden in einem größeren Rahmen zu fördern und Arbeiten an spezifischen Brennpunkten innerhalb eines sozialen und kulturgeschichtlichen Kontextes wirksam werden zu lassen.
Aktuell: Projekt "Trichter"
Im Bereich der Seestraße entstand im Auftrag der Landeshauptstadt Dresden das Kunstprojekt "Trichter" von Franka Hörnschemeyer. Die Skulptur wurde am 25. Juni 2011 eingeweiht. Sehen Sie hier eine Dokumentation zum Projekt und lesen Sie eine detaillierte Beschreibung und einen historischen Abriss zum Standort:
"TRICHTER - eine öffentliche Skulptur von Franka Hörnschemeyer"
- Projektbeschreibung zum Kunstwerk "Trichter" (*.pdf, 9 KB)
- Historischer Abriss Seetor (*.pdf, 150 KB)
- Bildergalerie zum Projekt "Trichter"
Dokumente und Informationen zur Kunst im öffentlichen Raum
Projekte in Dresden
- Überblick im Stadtplan (*.pdf, 1366 KB)
- Kirsten Kaiser: "Aqualux" (*.pdf, 571 KB)
- Ruairi O'Brien: "Betonzeitschiene" (*.pdf, 963 KB)
- riesa efau: "R.A.U.M. City Brache" (*.pdf, 1645 KB)
- Inga Paas: "Menschen und ihre Orte" (*.pdf, 784 KB)
- Eva Hertzsch&Adam Page: "Info Offspring" (*.pdf, 1391 KB)
- Dresdner Sezession 89: "Mnemosyne Wasser-Kunst-Weg" (*.pdf, 2117 KB)
- Marion Kahnemann: "Denkorte" (*.pdf, 937 KB)
- Patricia Westerholz: "Light" (*.pdf, 670 KB)
- Joachim Manz: "Parkmöbel am Kaitzbach" (*.pdf, 394 KB)
- Rainer Splitt: "Waterscreen" (*.pdf, 265 KB)
- Tobias Stengel: "Die Woge" (*.pdf, 271 KB)
Kunstkommission und Richtlinie
Am 3. März 2010 berief die Oberbürgermeisterin Helma Orosz die Kunstkommission für Kunst im öffentlichen Raum. Zum Vorsitzenden wurde Professor Olaf Lauströer gewählt.
- Mitglieder der Kunstkommission (*.pdf, 12 KB)
- Richtlinie der Landeshauptstadt Dresden über Kunst im öffentlichen Raum (*.pdf, 15 KB)
