Dresdner Striezelmarkt 2011 - Markttreiben
Essen und Trinken
Weihnachtliches Gebäck oder Glasierte Äpfel, Kräppelchen oder Glühwein – der Dresdner Striezelmarkt hält für alle Besucher ein reichhaltiges Angebot an Kulinarischem bereit.


hochdeutschen ein Hefegebäck in länglicher, teils auch geflochtener Form. Wahrscheinlich sollte es an das in Windeln gewickelte Kind der christlichen Weihnachtsgeschichte erinnern.
Eine andere kulinarische Köstlichkeit sind die Pfefferkuchen aus der Pfefferkuchenstadt Pulsnitz.
Leb-, Honig- oder Pfefferkuchen sind bereits seit dem 13. Jahrhundert sprichwörtlich in aller Munde. Wo dieses süße Gebäck erfunden wurde, ist nicht überliefert. Man vermutet aber, dass der Name »Lebkuchen« vom Mittelhochdeutschen »lebbe« (süß) abgeleitet ist und im Frankenland, im Gebiet der heutigen »Lebkuchenhochburg« Nürnberg, seinen Ursprung hatte.


Fotos (3): LHD/Dittrich
In einem Innungsprivileg von »derer von Schlieben zur Pulsnitz« vom 1. Januar 1558 wurde den Pulsnitzer Bäckern erstmalig das Recht erteilt Pfefferkuchen zu backen. Zunächst wurde die Pfefferküchlerei von den Bäckern nur nebenher betrieben. Seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gab es in Pulsnitz aber auch Bäcker, die ausschließlich Pfefferkuchen herstellten.
Das Feilhalten der guten Pulsnitzer Pfefferkuchen auf Jahrmärkten, Volksfesten und Messen brachte seitdem den Meistern Arbeit und Absatz das ganze Jahr hindurch.
Im Jahre 1780 bauten bereits acht Pfefferküchlermeister ihre Buden auf dem Dresdner Striezelmarkt auf, der damals nur an drei Tagen stattfand. In der Folge wurde die Dauer des Striezelmarkts immer länger, so dass die Meister schließlich ihren Markthändlern den Verkauf überlassen mussten.
In vielen Gegenden gelten Pfefferkuchen als typische Weihnachts- oder Saisongebäckarten. In Pulsnitz dagegen werden gute Pfefferkuchen das ganze Jahr hindurch hergestellt.
Wärmstens zu empfehlen ist außerdem der Glühwein. Der wird in eigens für den Dresdner Striezelmarkt hergestellten Glühweintassen ausgeschenkt, die aufgrund ihrer jährlich wechselnden Motive bei Sammlern begehrt sind.
Glühwein-Rezept
Zutaten
¼ l Wasser, 150 g Zucker, 2 Nelken, 1 Stange Zimt, 1 Flasche Rotwein, 1 Zitrone
Zubereitung
Wasser, Zucker, Nelken und Zimt zusammen aufkochen. Danach den Rotwein hinzufügen und die fertige Mischung auf kleiner Flamme bis kurz vor das Kochen bringen. Die Zitronenscheiben in eine erwärmte Terrine legen und den kochend heißen Punsch darübergießen. Anstelle von Zitronenscheiben können auch Apfelsinenscheiben verwendet werden.
