Brunnen
Brunnen bringen Leben in das Stadtbild und sind meistens das Schmuckstück einer Parkanlage oder eines Straßenzuges.
Mit seinen 300 Brunnen und Fontänen gehört Dresden zu den brunnenreichsten Städten Deutschlands. Derzeit werden 48 Brunnen vom Grünflächenamt der Landeshauptstadt betreut. Dank hilfreicher Sponsoren konnten die Dresdner in den vergangenen Jahren einige von ihnen wieder in ihrer ursprünglichen Pracht in Besitz nehmen. Im Jahr 2001 war es der Marie-Gey-Brunnen am Friedrich-List-Platz.
Marie-Gey-Brunnen
Dieser Brunnen, auch Marienbrunnen genannt, vom Leipziger Arzt Paul Heinze gestiftet und von Georg Wrba konzipiert, wurde 1911 eingeweiht. Er ist der Malerin und Grafikerin Marie Gey-Heinze gewidmet, die in Dresden ausgebildet wurde und 1908 durch Freitod aus dem Leben schied.
Modell für die dargestellte Aphrodite stand die Frau des Malers Otto Westphal. Ursprünglich mit Trinkwasser betrieben, wurde der Brunnen im Zuge seiner Rekonstruktion mit einer Umwälzanlage ausgerüstet. Gleichzeitig wurde die Bronzeplastik restauriert, Natursteinarbeiten ausgeführt und das Brunnenbecken mit einer Abdichtung versehen.

Marie-Gey-Brunnen
Findlingsbrunnen in Alt-Gruna
1991 wurde diese vom Dresdner Bildhauer Eberhard Wolf geschaffene Brunnenanlage im Neubaugebiet Alt-Gruna eingeweiht. Mit den organischen Materialien und der asymmetrischen Form schuf er bewusst einen Gegensatz zu den Plattenbauten der Umgebung.
Bei Regenwetter suchte Eberhard Wolf in Braunkohletagebauen der Lausitz sowie in Kiesgruben der Umgebung Dresdens nach geeigneten Findlingen. Nur bei diesem Wetter konnte der Künstler die eigentliche Farbe der Findlinge im Zusammenspiel mit Wasser erkennen. Der Brunnen wird mit Grundwasser im Umwälzsystem betrieben.

Findlingsbrunnen
Das Nasse Haus
Amalie-Dietrich-Platz in Gorbitz
Obwohl bereits 1984 von Heidemarie Dreßel geschaffen, wurde diese keramische Brunnenplastik erst 1993 auf dem Schulhof der 135. Grundschule installiert.
Das »Nasse Haus« spielt mit dem Wasser, ist aber nicht nur Springbrunnen, sondern verkörpert, versteckt hinter den spielerischen Details der Brunnentechnik, Witz und Ironie über das bebaute Umfeld mit DDR-Plattenbauten. Ein Grund, weshalb die Aufstellung vor der »Wende« immer wieder verschoben worden war. Die Brunnenanlage »Nasses Haus« wird im Umwälzverfahren betrieben.

Das »Nasse Haus«
Europabrunnen am Königsheimplatz
Der 1922 von Georg Wrba für die Gemeinde Blasewitz geschaffene Europabrunnen stellt Zeus, verwandelt in einen Stier, dar, auf dem Europa, die Tochter des Königs Agenar von Tyrus und Sidon, sitzt.
Nach der Legende soll Zeus in dieser Gestalt seine Geliebte Europa auf die Insel Kreta entführt haben. Dies soll auch der Ursprung für die Bezeichnung unseres Kontinentes sein. Die bronzene Figurengruppe ist eine Nachbildung des Bildhauers Lothar Janus, die seit 1995 den ein Jahr vorher rekonstruierten Brunnen vervollständigt.

Europabrunnen am Dresdner Königsheimplatz
