Rosengarten
Der Rosengarten entstand nach Plänen des damals amtierenden Stadtgartendirektors Heinrich Balke in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts und zählt zu den bedeutendsten städtebaulich-gärtnerischen Leistungen dieser Zeit. Am Neustädter Elbufer gelegen, ist er Teil der landschaftlich gestalteten Uferpromenade. Das sogenannte Königsufer bildet das Pendant zur architektonisch ausgebildeten Altstädter Seite.
Die Anlage wurde im Zusammenhang mit einer Gartenausstellung 1936 als Lehr- und Schaugarten eröffnet. Der Rosengarten wies einen Bestand von 6.000 Rosenstöcken auf. Er gliedert sich in die aufeinander folgenden Bereiche Vorderteil, Trennungsteil, Hochstammrosenteil und Senkgarten. In ihrer Ausprägung mit den streng geometrischen Formen, dem rechteckigen Mittelfeld und den Umgehungswegen, der Rahmung, Reihung und Materialauswahl sowie der bildkünstlerischen Gestaltung gilt der Garten als typischer Vertreter der 30er Jahre.
Während des II. Weltkrieges wurde der Garten stark beschädigt, die künstlerische Ausstattung ging zum Teil verloren. In der Zeit nach 1945 führten großflächige Auf-schüttungen von Trümmern des umgebenden Gebietes sowie Instandsetzungsarbeiten im Zeitgeschmack der 50er und 70er Jahre zu Veränderungen der Anlage. Verluste in der ursprünglichen Gestaltung sowie in der räumlichen Struktur waren die Folge. Ein großer Teil der Rosen ist inzwischen überaltert, Bodenmüdigkeit führte zu Ausfällen des Bestandes und desolate Anlagen, wie Mauern, Treppen und Plattenwegen sind erneuerungswürdig.
Das Grünflächenamt plant in den kommenden Jahren eine denkmalsgerechte Instandsetzung zusammen mit der Installation eines modernen Bewässerungssystems. Gleichzeitig soll der Originalzustand, das heißt die räumliche Gliederung, die Sortenvielfalt und Farbharmonie weitestgehend wiederhergestellt werden.
Rosengarten

