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Kosten der Unterkunft - Angemessener Wohnraum

In der Landeshauptstadt Dresden gelten für leistungsberechtigte Personen und Bedarfsgemeinschaften Kosten für Unterkunft und Heizung bis zu folgenden Obergrenzen als angemessen:

Bruttokaltmiete: 

Haushaltsgröße  Bruttokaltmiete
(Grundmiete + kalte BK) 
1 - Personen  -  Haushalt  304,79 € 
2 - Personen  -  Haushalt  377,61 €
3 - Personen  -  Haushalt 454,11 € 
4 - Personen  -  Haushalt 522,31 €
5 - Personen  -  Haushalt 630,51 € 
für jede weitere Person   66,37 €

Heizkosten:

Bei nicht sachgerechter oder unwirtschaftlicher Beheizung ist davon auszugehen, dass die tatsächlich anfallenden Heizkosten nicht notwendig sind und somit nicht erstattungsfähig sind. Dies setzt eine konkrete Prüfung im Einzelfall voraus. Grundsätzlich erfolgt eine Überprüfung der Wirtschaftlichkeit, wenn die Grenzen des Heizspiegels Dresden 2011 bezogen auf eine angemessene Wohnfläche überschritten werden.

Bitte informieren Sie sich daher über den aktuellen bundesweiten Heizspiegel bzw. den kommunalen Heizspiegel für die Landeshauptstadt Dresden und ggf. seine Aktualisierungen.

Bundesweiter Heizspiegel 2012 (Quelle: http://www.heizspiegel.de/)

  Heizöl  Erdgas  Fernwärme 
Gebäudefläche
in m² 
Kosten je € in m²  /  Jahr
zu hoch 
Kosten je € in m²  /  Jahr
zu hoch 
Kosten je € in m²  /  Jahr
zu hoch 
100 - 250  > 19,60  > 16,90  >18,50 
250 - 500  > 18,90 > 16,00 > 17,80 
501 - 1.000  > 18,10  > 15,20 > 17,10 
> 1.000  > 17,60  > 14,70 > 16,60 

angemessene Wohnfläche für Heizkosten

Haushaltsgröße  Angemessene Wohnfläche 
1 - Personen  -  Haushalt 45 m² 
2 - Personen  -  Haushalt  60 m² 
3 - Personen  -  Haushalt  75 m² 
4 - Personen  -  Haushalt  85 m² 
5 - Personen  -  Haushalt  95 m² 
für jede weitere Person  10 m² 

Wo erhalte ich Auskunft?

Das Sozialamt Dresden informiert über freie Wohnungen in der Stadt Dresden, die den Kriterien der Angemessenheit des SGB II und des Stadtratsbeschlusses vom 24.11.2011 entsprechen.
Für eine gezielte Beratung sollten Sie das Aufforderungsschreiben, die Wohnkosten zu senken mitbringen.

Hier finden Sie den Kontakt zum Sachgebiet Wohnungsfürsorge des Sozialamtes Dresden:

Hinweise zur Anmietung einer neuen Unterkunft während des Leistungsbezuges bzw. vor dem Leistungsbezug über das Zweite Sozialgesetzbuch (SGB II)

1. Muss eine Zusicherung für eine neue Unterkunft eingeholt werden?

Jede/r Leistungsempfänger/in nach dem SGB II bzw. Personen, welche bereits einen Antrag auf Arbeitslosengeld II gestellt haben sollen sich vor Abschluss eines Vertrages über eine neue Unterkunft beim zuständigen Leistungsträger eine Zusicherung über die Angemessenheit der neu anzumietenden Unterkunft und über die Notwendigkeit einer Anmietung einholen.
Das Einholen dieser Zusicherung ist auch dann notwendig, wenn der Leistungsträger zur Senkung der tatsächlichen unangemessenen Unterkunftskosten aufgefordert hat.

Personen, welche voraussichtlich Leistungen nach dem SGB II beantragen und eine neue Unterkunft beziehen möchten, wird empfohlen, vor Abschluss des Mietvertrages ebenfalls beim zuständigen Träger zwecks Ausstellung der Zusicherung vorzusprechen, um eine Senkung unangemessener Unterkunftskosten zukünftig zu vermeiden.

2. Welche Folgen entstehen für den Fall, dass keine Zusicherung vorliegt bzw. diese durch den Leistungsträger versagt wird?

Kann keine Zusicherung vorgelegt werden, werden bei Leistungsberechtigten ab vollendetem 25. Lebensjahr für die neue Unterkunft nur die Kosten in bisheriger Höhe (anerkannte Kosten für die bisherige Unterkunft), maximal in angemessener Höhe, als Bedarf anerkannt.

Im Falle des Auszuges aus dem elterlichen Haushalt werden für Leistungsberechtigte bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres bei fehlender Zusicherung keine Kosten für die neue Unterkunft gewährt. Gleichfalls werden diesen Leistungsberechtigten, ohne eine vorherige Zusicherung, Regelleistungen nur in Höhe von 80 % der Regelleistung nach § 20 Abs. 2 SGB II als Bedarf anerkannt.

Bei fehlender Zusicherung zur Notwendigkeit eines Umzuges besteht grundsätzlich kein Anspruch auf Leistungen wie Wohnungsbeschaffungskosten, Kaution und Umzugskosten.

Entstehen aus den o. g. Gründen zukünftig Mietschulden, muss der Leistungsempfänger davon ausgehen, dass diese Mietschulden durch das Jobcenter Dresden nicht übernommen werden. Eine Mietschuldenregulierung über das Zwölfte Sozialgesetzbuch -Sozialhilfe (SGB XII) kommt ebenfalls nicht in Betracht.

3. Wo erhält man diese Zusicherung?

Umzug innerhalb von Dresden
Die Bestätigung der Angemessenheit und der Notwendigkeit erfolgt für Leistungsberechtigte nach dem SGB II im zuständigen Integrationsteam des Jobcenters Dresden.

Zuzug nach Dresden
Für Leistungsberechtigte nach dem SGB II, welche nach Dresden verziehen möchten, ist Zusicherung zur Angemessenheit und Notwendigkeit beim zuständigen Träger des bisherigen Wohnortes einzufordern.

Leistungsberechtigte nach dem SGB XII und Haushalte, in denen Leistungsberechtigte verschiedene Sozialleistungen erhalten holen die Zusicherung  bei der Abteilung Soziale Leistungen des Sozialamtes Dresden ein.

4. Wann beantragt man Wohnungsbeschaffungskosten?

Die Wohnungsbeschaffungskosten, eine Kaution oder Umzugskosten können nur übernommen werden, wenn eine Bestätigung vorliegt, dass die Aufwendungen für die neue Wohnung angemessen sind und der Umzug erforderlich war. Eine abschließende Entscheidung, ob die beantragten Leistungen gewährt werden können, wird in ihrem Integrationsteam getroffen. Bei Zuzug entscheidet der bisherige Träger über Umzugskosten.

5. Welche Unterlagen müssen eingereicht werden?

Bei einem geplanten Umzug ohne Aufforderung des Jobcenters Dresden zur Senkung unangemessener Unterkunftskosten sind folgende Unterlagen einzureichen:

- Wohnungsangebot und derzeitiger aktueller Mietvertrag

- Aktuelle Leistungsbescheide (SGB II, SGB XII, BAföG, BAB u. a.)

- Begründung für geplanten Umzug mit Nachweisen, z.B.:

  • ärztliches Zeugnis - Kündigung oder Räumungsklage des Vermieters
  • Nachweis über Änderung der persönlichen Verhältnisse insbesondere Trennung (z. B. Schreiben vom Rechtsanwalt, Erklärung über Getrenntleben nach dem Einkommenssteuergesetz)
  • bei der Aufnahme einer Arbeit oder Ausbildung außerhalb von Dresden: aktueller Arbeits- oder Ausbildungsvertrag
  • Angaben zur Anzahl der in die Unterkunft ziehenden Personen.

Nach Aufforderung des zuständigen Trägers zur Senkung der Kosten der Unterkunft betrifft dies nachfolgende Unterlagen:

  • Schreiben der Aufforderung zur Senkung der Kosten der Unterkunft
  • aktuelles Wohnungsangebot
  • Angaben zur Anzahl der in die Unterkunft ziehenden Personen
  • Nachweise, dass die Senkung der unangemessenen Kosten der Unterkunft nicht durch Verhandlungen mit dem Vermieter zu erreichen sind.

6. Allgemeine Hinweise:

Die erforderlichen Nachweise sind als Kopie vorzulegen, sie verbleiben beim Träger. Nur bei rechtzeitiger und vollständiger Abgabe der Unterlagen bzw. terminierter Vorsprache ist die Prüfung der Angemessenheit und die Erforderlichkeit möglich.

Mit der Zusicherung wird keine Entscheidung über die Anerkennung von Kosten der Unterkunft und Heizung als Bedarf, der Gewährung von Wohnungsbeschaffungskosten, Umzugskosten, Kautionen u. a. getroffen.

Dazu ergeht auf Antrag ein gesonderter Bescheid durch das Jobcenter Dresden bzw. des für den Wohnort zuständigen Trägers nach Vorlage der für die Entscheidung notwendigen Unterlagen (konkrete Nachweise wie Kostenvoranschläge, vertragliche Vereinbarungen).

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