Wohnungsmarktbericht 2009
Mit dem Wohnungsmarktbericht der Landeshauptstadt Dresden 2009 liegt die dritte Ausgabe des seit 2004 erscheinenden Berichtes vor. Ziel ist es, den Entscheidungsträgern in Politik und Stadtverwaltung und der Öffentlichkeit damit eine umfassende Datengrundlage für die Bewertung der aktuellen und zukünftigen Entwicklung des Dresdner Wohnungsmarktes zur Verfügung zu stellen.
Der Bericht entstand in Zusammenarbeit zwischen der Technischen Universität Dresden, Lehrstuhl für Allgemeine Wirtschafts- und Sozialgeographie und der Landeshauptstadt Dresden. Die verwendeten Zahlenangaben beziehen sich in den meisten Fällen auf den Datenstand von Ende 2008. So weit es möglich und notwendig war, wurden aktuellere Daten des Jahres 2009 genutzt.
Der vorliegende Bericht enthält einige Änderungen in Aufbau und Inhalt:
- Aufnahme eines Einleitungskapitels, das den Leser mit den Datenquellen und den räumlichen Differenzierungen im Bericht vertraut macht
- Erweiterung um Aussagen über die bisher erkennbaren Folgen der Privatisierung des ehemaligen kommunalen Wohnungsunternehmens WOBA DRESDEN
- Räumliche Erweiterung um wohnungsmarktbezogene Daten für die Gemeinden des nahen Dresdner Umlands
Ausgewählte Ergebnisse:
- Dresden hat seit 2000 Wanderungsgewinne von insgesamt 40 000 Einwohnern zu verzeichnen. Dafür sind mehrere Aspekte bedeutsam, u. a. auch die Einführung der Zweitwohnungssteuer und die Einführung der Umzugsbeihilfe für Studenten.
- Die innerstädtische Mobilität lag bei 9,1 %, damit zogen innerhalb Dresdens 45 500 Einwohner um. Der Anteil der innerstädtischen Umzüge aufgrund des Stadtumbaus und der Neuregelung der Sozialgesetzgebung daran ist mit 2 % vergleichsweise gering.
- Die positive Einwohner- und Haushaltsentwicklung hat bei gleichzeitig geringer Bautätigkeit und der Fortsetzung des Rückbaus zu einem weiteren Rückgang der Leerstandsquote auf 10,9 % in Dresden insgesamt geführt.
- Der Verkauf der WOBA hat zur fast vollständigen Auflösung des kommunalen Wohnungsbestandes geführt. Der Wohnungsmarkt wird damit nur noch von drei großen Eigentumsformen bestimmt - private Vermieter (Anteil 65 %), Wohnungsgenossenschaften (Anteil 21 %) und selbstgenutztes Wohneigentum (Anteil 14%).
- Im Mittel liegen die Mietpreise in Dresden seit mehreren Jahren relativ stabil bei ca. 5€/m² Kaltmiete. Die durchschnittlichen Bruttowohnkosten betragen ca. 7 €/m² und sind damit nicht weiter gestiegen. Kontinuität zeigt sich auch bei der Wohnkostenbelastung der Dresdner Mieterhaushalte von durchschnittlich 31 %.
- Die Entwicklungen auf dem Eigentumsmarkt deuten auf eine anhaltend positive Beurteilung des Dresdner Wohnungsmarktes durch die Investoren hin. Die Stabilität der Preise weist auf die weiter vorhandene Investitionsbereitschaft in attraktive Wohnlagen und hochwertige Wohnungsbestände hin.
- Wohnungsmarktbericht 2009 (*.pdf, 3420 KB)
Nachfolgend finden Sie die Wohnungsmarktberichte der Jahre 2004 und 2006:
- Wohnungsmarktbericht 2006 (*.pdf, 859 KB)
- Wohnungsmarktbericht 2004 (*.pdf, 509 KB)
