Aktuelle Infos der Gleichstellungsbeauftragten
Kommunale Gleichstellungsbeauftragte gegen 93-prozentige Kürzung des Gleichstellungshaushaltes im Freistaat 2011 - Gleichstellungsprojekte in Sachsen künftig nicht mehr durchführbar
24.08.10
Die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten Sachsens lehnt die beabsichtigten Kürzungen des Doppelhaushaltes des Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz um 93 Prozent entschieden ab. Durch die Kürzungen ist die Arbeitsfähigkeit nicht mehr gewährleistet!
Die vollständige Pressemitteilung finden Sie auf der unten aufgeführten Homepage der LAG.
Chemnitz will Stellenkapazität der Gleichstellungsbeauftragten drastisch kürzen!
24.08.10
Die Stadt Chemnitz schlägt im Rahmen ihrer Haushaltskonsolidierung vor, die Gleichstellungsbeauftragte ab 2011 auf eine halbe Stelle zu reduzieren. Die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten Sachsens protestiert gegen diesen Vorschlag, da er die Arbeitsfähigkeit der Gleichstellungsbeauftragten gefährdet und eine solide Gleichstellungsarbeit nicht mehr gewährleistet ist.
Auf der unten benannten Homepage finden Sie weitere Informationen.
Fachtag "20 Jahre Gleichstellungsarbeit in Sachsen - unterschätztes Erfolgsmodell oder notwendiger Ballast der Politik" der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) kommunaler Gleichstellungsbeauftragter Sachsens am 27.10.2010
30.06.2010
Unter dem Titel "20 Jahre Gleichstellungsarbeit in Sachsen - unterschätztes Erfolgsmodell oder notwendiger Ballast der Politik" findet die diesjährige Fachtagung der Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten Sachsens statt. Diese erfolgt in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens. Das Programm sowie weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der LAG.
Podiumsgespräch "Geld muss fließen..." am 6. September 2010
19.08.10
Die Landesstelle für Frauenbildung und Projektberatung in Sachsen lädt zu einem Podiumsgespräch mit Prof. Dr. Georg Unland, Sächsischer Staatsminister für Finanzen, und weiteren Gästen ein. Dieses findet am 6. September 2010, ab 18:00 Uhr, im Haus An der Kreuzkirche 6 statt. Interessierte sind herzlich eingeladen.
Nachhaltiges Wirtschaften ist angesagt. Nachdem der Staat in der Krise Finanzströme zu den Banken umgelenkt hat, fragt sich die engagierte Bürgerschaft: Wie können Geldflüsse so gelenkt werden, dass sie die ausdürrenden Landschaften der Gemeinwesen- und Gleichstellungsarbeit fruchtbar halten, ohne zu versiegen. Jetzt, da dem Staat das Geld ausgegangen zu sein scheint, sind Ideen gefragt, die Gemeinwesenlandschaften und Gleichstellungsarbeit zu erhalten. Diese gemeinsam zu entwickeln ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
- Podiumsgespräch, 06.09.10 (*.pdf, 103 KB)
Veranstaltungsreihe "DRESDEN UNTERM REGENBOGEN"
17.08.10
Die Gleichstellungsbeauftragte, Kristina Winkler, lädt in Zusammenarbeit mit dem Gerede - homo, bi und trans e. V. am 15. September 2010 zur Podiumsdiskussion "Nicht von schlechten Eltern?! Kinder in Regenbogenfamilien" herzlich ein. Diese Veranstaltung beginnt 19:00 Uhr und wird im Plenarsaal des Dresdner Rathauses stattfinden.
In Deutschland wachsen tausende Kinder bei ihren lesbischen Müttern und schwulen Vätern auf. Lesben und Schwule haben Kinder aus vorangegangenen heterosexuellen Beziehungen, geben Pflege- und Adoptivkindern ein neues Zuhause oder lesbische Frauen entscheiden sich bewusst für ein leibliches Kind durch Insemination. Diese Mütter und Väter tragen alleine oder in einer Partnerschaft Verantwortung für die Erziehung und das Wohlergehen ihrer Kinder. Auf die gesellschaftliche Toleranz von homosexuellem Leben geschaut, hört diese spätestens beim Thema Kinder auf. Es werden Ängste und Bedenken laut, die das Kindeswohl gefährdet sehen oder die Erziehungskompetenz von gleichgeschlechtlichen Eltern in Frage stellen. Doch wie sieht das die Wissenschaft? Welche repräsentativen Studien gibt es bisher über Regenbogenfamilien und was belegen diese? Und was sagen die Kinder in Regenbogenfamilien selbst zu ihrer Situation?
"Fahrt aufnehmen für Beruf, Bildung und Familie! 3. Dresdner Fraueninfobörse"
08.07.2010
Unter diesem Titel lädt die Gleichstellungsbeauftragte für Frau und Mann, Kristina Winkler, mit den Veranstaltern/Veranstalterinnen zur 3. Fraueninfobörse ein. Diese findet am 22. September, 14:00 bis 20:00 Uhr, im Lichthof des Neuen Rathauses statt. Hier erhalten berufstätige, selbstständige und arbeitsuchende Frauen Tipps und Anregungen, um den täglichen Herausforderungen zur Vereinbarkeit von Arbeit und Familie zu begegnen. Über 30 Vereine und Institutionen präsentieren sich mit Ständen und zeigen vielfältige Wege und Möglichkeiten auf, mit den genannten Anforderungen umzugehen. Detailliertere Informationen zu den kostenfreien Workshops und Vorträgen finden Sie im Flyer.
- 3. Fraueninfobörse (*.pdf, 204 KB)
Fachtag "K.O.cktail? Fiese Drogen im Glas" zum Thema K.O.-Tropfen
Information - Prävention - Hilfe
03.08.10
Die Gleichstellungsbeauftragte, Kristina Winkler, als Mitglied im Dresdner Arbeitskreis gegen Gewalt an Frauen und Mädchen lädt in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung und dem Traumanetz Sachsen zum Fachtag "K.O.cktail? Fiese Drogen im Glas" am 22. September 2010 in das Deutsche Hygienemuseum Dresden ein. Die Veranstaltung findet von 14 bis 18 Uhr im Martha-Fraenkel-Saal statt.
Unter dem Begriff "K.O.-Tropfen" werden verschiedene Substanzen zusammengefasst, die anderen Personen unbemerkt verabreicht werden, um sie in einen wehrlosen Zustand zu versetzen. In zunehmendem Ausmaß wenden sich daher Mädchen und Frauen, die unter dem Einfluss sogenannter K.O.-Tropfen Opfer von (sexualisierter) Gewalt geworden sind, an Beratungsstellen, Polizei, Mediziner/-innen sowie Therapeuten und Therapeutinnen. Da dieses Thema zunehmend auch in der Landeshauptstadt Dresden angekommen ist, findet dieser Fachtag mit Vorträgen aus verschiedenen Bereichen zu diesem Thema statt. Zielgruppe dieses Fachtages sind Mediziner und Medizinerinnen, Juristinnen und Juristen, Polizisten und Polizistinnen, Lehrerschaft, Sozialpädagogen und Sozialpädagoginnen, Theraupeuten / Therapeutinnen sowie andere Interessierte. Der Fachtag ist für die Lehrerschaft als Weiterbildung ausgewiesen.
Die Gebühr inkl. Imbiss zum Fachtag beträgt pro Person 10 Euro. Weitere Informationen sowie die Anmeldung erfolgt bei Kathrin Bein im Frauen- und Mädchengesundheitszentrum unter nebenstehenden Kontaktmöglichkeiten.
Frauen- und Mädchengesundheitszentrum
Kathrin Bein
- Telefonnummer
- (03 51) 8 49 56 79
- E-Mail Adresse
- medea-bein@gmx.de
Gender Mainstreaming im öffentlichen Diskurs
21.06.2010
Welche Verantwortung kommt Christen bei der Umsetzung des Gender Mainstreaming für mehr Gerechtigkeit zu?
In Reaktion auf die heftigen, teilweise unsachlichen Diskussionen der vergangenen Wochen innerhalb von Teilen des Landesparlamentes, einzelner Persönlichkeiten der CDU und einiger diesbezüglicher "Referenten / Referentinnen" in Kirchgemeinden wurde von Dr. Harald Lamprecht (Beauftragter für Weltanschauungs- und Sektenfragen der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens) ein Artikel, erschienen in "Confessio" 2/2010, verfasst. Dieser setzt sich sehr klar und anschaulich mit den gegenwärtig unsachlichen Polemiken verschiedener Strömungen auseinander, benennt Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Gefahren der Debatten.
Den Artikel "Gerechtigkeit zwischen Männern und Frauen - aber wie?" finden Sie unten als Download aufgeführt. Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, Herrn Dr. Harald Lamprecht.
- Auszug Confessio 2/2010 (*.pdf, 2521 KB)
Sexistische Werbung im Stadtbild, was...
... kann ich dagegen tun? Woran erkenne ich sie? Wie kann ich vor Ort für diese Thematik sensibilisieren? Antworten auf diese und weitere Fragen finden Sie in der neu gestalteten Rubrik "Hilfe bei sexistischer Werbung" der Gleichstellungsbeauftragten für Frau und Mann.
In den vergangenen sechs Monaten wandte sich die Gleichstellungsbeauftragte für Frau und Mann aufgrund sexistischer Werbung im Dresdner Stadtbild mehrfach an den Deutschen Werberat. So reichte sie Beschwerden gegen die Werbung der Diskothek "Fahrenheit 100" für eine Veranstaltung unter dem Titel "Titten, Techno & Trompeten" sowie gegen die Gestaltung einer Annonce für ein Intimpiercing ein. Der Deutsche Werberat schloss sich der Beschwerde an und forderte beide Firmen zur Stellungnahme auf. Infolge verzichtete der Werbetreibende auf die weitere Verbreitung der Annonce. Die Diskothek hingegen erhielt nach dem Verstreichen der Antwortfrist eine öffentliche Rüge vom Werberat.
Den im Februar eingereichten Beschwerden zur Werbung der Firma "AXE" folgte der Deutsche Werberat nicht. Er argumentierte, dass "... die auf den Postkarten im Zusammenhang mit den schokoladenverschmierten Mund gewählten Werbetexte noch als tolerabel anzusehen sind. Zumal der humorvoll gemeinte Inhalt auch deutlich erkennbar sei." Zudem nähmen Frauen auch keine diskriminierenden Posen ein, auch wären keine Geschlechtsmerkmale sichtbar.
Im April 2010 reichte die Gleichstellungsbeauftragte nach Hinweisen aus der Bürgerschaft Beschwerde gegen die Werbung der Staatsoperette Dresden "Beherzter Zugriff des Thronfolgers", eine Veranstaltungswerbung für den "Prinz Methusalem", sowie gegen die Gestaltung des Titelblattes des Programmheftes der Katholischen Akademie im Bistum Dresden-Meißen ein. Während sich der Deutsche Werberat für Kirchenwerbung nicht zuständig erklärte, folgte er der Argumentation und forderte die Staatsoperette zur Stellungnahme auf. Infolge erklärte diese, die Werbung zukünftig nicht mehr zu schalten.
Der im Mai 2010 eingereichten Beschwerde gegen die neue Plakatwerbung der Firma "AXE" - "Reizt die Frauen, nicht die Haut" - schloss sich der Werberat nach längerer Meinungsbildung nicht an. Er argumentierte u. a., dass der Slogan "... isoliert betrachtet als anzüglich aufgefasst werden (kann). Aber die eher spielerisch-provokante Art, mit der das Thema Verführung bzw. Verhältnis Frau-Mann in die Werbemaßnahme eingebettet ist, durchaus einen augenzwinkernden Tenor der Darstellung erkennen lässt. Aus diesem Grund sah der Werberat keine Veranlassung zu einer Beanstandung."
Gegen die grafische Gestaltung der neuen Werbung der Diskothek "Fahrenheit 100" zur Veranstaltung "Titten, Techno & Trompeten" Anfang Juni legte die Gleichstellungsbeauftragte erneut Beschwerde ein und informierte die Ordnungsbehörden. Das Verfahren läuft noch.
zuletzt aktualisiert: 03.06.2010
Bibliothek zu Gleichstellungsfragen
Die Gleichstellungsbeauftragte für Frau und Mann verfügt in ihren Räumlichkeiten über eine umfangreiche Bibliothek. Literatur erhalten Sie u. a. zu den Fachbereichen "Politik und Gesellschaft", "Vereinbarkeit Familie und Beruf", "Sport/Gesundheit", "Arbeitsmarkt" und "Forschung" - jeweils aus der Perspektive Gleichstellung von Frau und Mann. Zu den Sprechzeiten dienstags und donnerstags können Sie bei Interesse die Bücher kostenlos entleihen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Gleichstellung von Frau und Mann
In der Sitzung am 13. Juli 2006 verabschiedete der Stadtrat o. g. Richtlinie. Die Antragunterlagen sowie die Anlagen eins bis zehn können Sie im Büro der Gleichstellungsbeauftragten zu den Sprechzeiten einsehen.


