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„Wandel nach 20 Jahren Wiedervereinigung – Die außenpolitische Rolle der Bundesrepublik Deutschland in Europa und einer globalisierten Welt"

Gemeinsame Tagung der Landeshauptstadt Dresden, des Instituts für Politikwissenschaft (IfP) und des Zentrums für Internationale Studien (ZIS) der TU Dresden sowie der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES)

vom 1. bis 3. Oktober 2010 in der Landeshauptstadt Dresden

Mit freundlicher Unterstützung der Brücke/Most-Stiftung, des Polnischen Institutes Leipzig und der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung (SLpB)

 

Grußwort von Oberbürgermeisterin Helma Orosz

Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Tagungsbesucher und Gäste der sächsischen Landeshauptstadt,

kaum ein Jahr hat es gedauert, bis die friedlichen Bürgerdemonstrationen, die die damalige DDR im „Herbst des Zeitenumbruchs" in ihren Grundfesten erschütterten, zur Deutschen Wiedervereinigung geführt haben. Demgemäß hat das wirkungsmächtige Jahr 1989/90 nicht nur die Grenzen auf der Landkarte Mittelosteuropas, sondern auch die politischen Kräfteverhältnisse in der Welt verschoben. Aus dem historischen Glücksumstand der wiedererlangten Einheit erwächst uns Deutschen die besondere Verantwortung, pluralistischen Gemeinschaftsidealen, Menschenrechten, Freiheit und Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz international zum Durchbruch zu verhelfen.

Die vom 1. bis 3. Oktober stattfindende Tagung „Wandel nach 20 Jahren Wiedervereinigung - Die außenpolitische Rolle der Bundesrepublik Deutschland in Europa und einer globalisierten Welt" möchte im Jubiläumsjahr insofern nicht nur den Blick zurück, sondern auch nach vorn richten. Namhafte Experten diskutieren in diesem Rahmen mit wissenschaftlichen Nachwuchskräften und interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Frage, welche positiven gesellschaftlichen Signale und nachhaltigen politischen Impulse künftig von der Berliner Republik für die internationale Völkergemeinschaft ausgehen können. Die krisenanfälligen Verflechtungen einer globalisierten Ökonomie, aber auch die Herausforderungen des Klimaschutzes, das Ziel einer ambitionierten Entwicklungskooperation sowie die auf Dialog ausgerichtete Friedensarbeit und Konfliktprävention spielen hierbei maßgebliche Rollen bei der Stabilisierung der internationalen Beziehungen. 

Das Gestern, so schreibt der libanesische Dichter Khalil Gibran, ist nichts anderes als die Erinnerung des Hier und Jetzt, und das Morgen der Traum einer rastlosen Gegenwart. - Ich lade Sie heute dazu ein, die künftige Rolle der Bundesrepublik und Sachsens im Europa der Regionen zu diskutieren. Denn jeder überlegten Entwicklung müssen aktiv geführte Gespräche, konstruktiver fachlicher Austausch und ein ziel- sowie am Menschen orientiertes Abwägen bestehender Alternativen vorausgehen, damit die Zukunft auch für die uns nachfolgenden Generationen gestaltbar bleibt.

Helma Orosz
Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Dresden

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