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Die "Eine-Mark-Aktion"

Ungeachtet der direktdemokratischen Bildung der "Gruppe der 20" am 8. Oktober und der Zustimmung, welche sie auf den Informationsveranstaltungen am 9. und am 17. Oktober 1989 in den Kirchen erfuhr, blieb der Gruppe die staatliche Anerkennung zunächst versagt.

Daraufhin initiierte sie nach dem Vorbild der Aktion "Eine Mark für Espenhain" eine Legitimierungs- und Spendenaktion. Von einer Unterschriftensammlung für die "Gruppe der 20" war schnell wieder Abstand genommen worden, da dies genehmigungspflichtig war. Durch die Überweisung einer symbolischen Mark auf ein von Friedrich Boltz zur Verfügung gestelltes Privatkonto sollte die Bevölkerung der Gruppe das Vertrauen auszusprechen.
Nach zwischenzeitlicher Behinderung der Aktion und einer Sperrung des Kontos erteilte das Ministerium für Post- und Fernmeldewesen am 6. November die offizielle Sammlungsgenehmigung. Bis Mitte November gingen rund 100.000 Mark auf das Konto ein, von denen die Gruppe einen Teil zur Finanzierung ihrer Arbeit verwendete und den Rest spendete.

Die "Eine-Mark-Aktion" stellte "eine der eindrucksvollsten Aktionen in der Demokratiegeschichte" dar. Auf diese Weise erhielt die "Gruppe der 20" ein klares Mandat, "das nur noch durch freie Wahl zu übertreffen war".