Der Neubau
Die Wiedererrichtung der Dresdner Synagoge ist eng mit baugeschichtlichen Daten des historischen Gotteshauses verbunden:
Der erste Spatenstich erfolgte am 9. November 1998, genau 60 Jahre nach Zerstörung der Semperschen Synagoge. Auch die Weihe fiel wiederum auf den denkwürdigen 9. November, diesmal im Jahr 2001.
Das jüdische Gotteshaus in Dresden ist der erste Synagogen-Neubau Ostdeutschlands. Der Gebäudekomplex entstand nach Plänen des Architektenbüros Wandel, Hoefer, Lorch aus Saarbrücken mit Nikolaus Hirsch am Rande der historischen Altstadt von Dresden, östlich der Brühlschen Terrasse, am Beginn der Carolabrücke. Eine originalgetreue Rekonstruktion des historischen Bauwerkes erschien nicht sinnvoll, da die neu zu errichtende Dresdner Synagoge den heutigen Bedürfnissen der Jüdischen Gemeinde gerecht werden musste.
Vielmehr sollte am Hasenberg ein modernes Gemeindezentrum aus zwei Baukörpern entstehen, das Gottesdienste und Zusammenkünfte für rund 300 Personen erlaubt. Darüber hinaus wurde Raum geschaffen für die religiöse Erziehung der Kinder, eine Bibliothek und das Archiv der Gemeinde.
Der Neubau der Dresdner Synagoge wurde von verschiedenen Seiten gefördert. Besondere Unterstützung erhielt das Projekt von der Landeshauptstadt Dresden und dem Freistaat Sachsen. Sowohl finanziell als auch ideell stellt dies ein Bekenntnis zur Solidarität mit den jüdischen Bürgern Dresdens dar.
Standort der neuen Synagoge
Die Synagoge auf dem Stadtplan

