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Dresdner Innovationen

Porzellan

Johann Friedrich Böttger fand 1708 in seinem Laboratorium auf der Brühlschen Terrasse statt Gold die Rezeptur für das weiße europäische Hartporzellan. Er begründete damit den weltweiten Ruf der sächsischen Porzellanmanufakturen, die noch heute als Synonym für einheimischen Kunstsinn und Handwerk gelten.

Kristallglas

1700 richtete Ehrenfried Walter von Tschirnhaus, ein bedeutender Gelehrter und Forscher, die Dresdner Glashütte ein. Die Qualität des Dresdner Kristallglases soll dem venezianischen ebenbürtig gewesen sein.

Bereits 1697 stellte Tschirnhaus optische Linsen mit einem Durchmesser von mehr als einem Meter her. Sie waren im In- und Ausland sehr begehrt.

Milchschokolade

Im Jahr 1823 gründeten Jordan & Timaeus die erste deutsche »Chokolade- und Cichorienfabrik«. Das war der Auftakt für die später weithin bedeutende Dresdner Genussmittelindustrie, die auch die Schweizer Milchschokolade, eine Dresdner Erfindung, hervorbrachte.

Mineralwasser

Dem Arzt und Apotheker Adolf August Struve gelang eine andere Erfindung: durch eigene schwere Krankheit angeregt, beschäftigte er sich mit der Herstellung künstlichen Mineralwassers.
1820 gründete Struve gemeinsam mit dem Techniker Blochmann die erste Mineralwasseranstalt der Welt. Die »Kgl. Sächs. concessionierte Mineralwasseranstalt« hatte ihren Sitz in der Dresdner Seevorstadt.

Lokomotive

Die erste deutsche Lokomotive kommt aus Dresden: Die »Saxonia« war ein Werk Professor Johann Andreas Schuberts. Im Jahre 1838 unternahm seine Lokomotive erste Probefahrten und im darauf folgenden Frühjahr führte Schubert selbst die »Saxonia« zur Eröffnung der ersten Fernbahnlinie Deutschlands zwischen Dresden und Leipzig.

Bereits 1837 hatte Schubert auch das erste Dampfschiff auf der Oberelbe, die Königin »Königin Maria«, entworfen und in Dresden herstellen lassen.

Foto: Schmalspurlokomotive von 1899

Foto: Schmalspurlokomotive von 1899

Kameras

Seit dem Jahr 1839 war Friedrich Wilhelm Enzmann einer der ersten industriellen Kamerahersteller. Weitere bedeutende Unternehmen der Fototechnik machten die Stadt zusammen mit herausragenden Fotografen zur Wiege der deutschen Fotoindustrie und zu einem Zentrum der Fotografie.

In Dresden wurde 1936 die erste einäugige Kleinbild- Spiegelreflexkamera der Welt von den Ihagee-Kamerawerken hergestellt.
Auch heute noch werden innovative Produkte der Fototechnik in Dresden produziert.

Schreib - und Nähmaschinen

Die Firma Seidel & Naumann, ein ehemaliges Großunternehmen der Schreib- und Nähmaschinenindustrie nahm 1869 die Produktion von Singer - Nähmaschinen auf. Ab 1887 stellte es die Fahrradmarke »Germania« und ab 1899 die Schreibmaschine »Ideal« her und beschäftigte um 1910 ca. 2700 Arbeiter.
Die bekannte Kleinschreibmaschine »Erika« wurde 1910 entwickelt. Sie erhielt ihren Namen nach Naumanns Enkeltochter.

Mundwasser und Zahnpastatube

Luftschiffe sind in Dresden nie hergestellt und erst recht nicht erfunden worden. Erst in der zweiten Hälfte unseres Jahrhunderts fasste die Luftfahrtindustrie in der Stadt Fuß.

Aber ein Luftschiff flog 1932 Reklame für das erste Mundwasser der Welt: »Odol«, 1893 in Dresden entwickelt. Auch andere, heute ganz alltägliche Produkte sind Dresdner Erfindungen: Die Zahnpastatube genauso wie Bierdeckel und Filterzigarette.

Vom 3D-Display zur Panoramakamera

Die »Erfindungen« der modernen Industriegesellschaft entstehen vor allem dort, wo sich in interdisziplinärer Zusammenarbeit ein breites wissenschaftliches Potential und kreative Industrie finden.

Dresden hat hier gute Voraussetzungen und kann auf manches Beispiel innovativer Leistungen aus jüngster Vergangenheit verweisen: So entwickelt die TU Dresden 3D-Displays, stellen die Kamerawerke Noble eine einzigartige Panoramakamera her und werden in der Dresdner Hightech-Industrie Produkte gefertigt, die die Vision vom »Sächsischen Silicon Valley« greifbar machen.

Foto: Microchip

Foto: Microchip





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