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Wiederaufbau der Frauenkirche

Den unnachgiebigen Bemühungen engagierter Dresdner ist es zu verdanken, dass die Frauenkirche getreu ihrem Vorbild wieder aufgebaut wurde.

Nach der feierlichen Steinversetzung im Mai 1994 schritten die Bauarbeiten unermüdlich voran. Stein um Stein, alt und neu im Einklang, wuchs die Frauenkirche ihrer einstigen Größe entgegen.

Die Weihe des meisterhaften Bauwerkes sollte ursprünglich zum Stadtjubiläum im Jahr 2006 erfolgen. Dank zügigem Baufortschritt konnte diese jedoch bereits Ende Oktober 2005 stattfinden!

Das Geld für den rund 250 Millionen Mark teuren Bau floss fast ausschließlich aus Spenden, die in aller Welt für die Dresdner Frauenkirche zusammengetragen wurden.

Am Anfang war die Idee

Jahrzehntelang wurde die Ruine lediglich durch die Dresdner Denkmalpflege erhalten.

45 Jahre nach ihrer Zerstörung, am 13. Februar 1990, fand sich eine Bürgerinitiative zum Wiederaufbau der Frauenkirche zusammen und trat mit dem »Ruf aus Dresden« an die Weltöffentlichkeit.

Sie forderte internationale Anstrengungen, um das Bauwerk als Symbol des Friedens aus seinen Trümmern zu erheben und wieder zu errichten.

Der Traum wird Wirklichkeit

Trotz zahlreicher Kontroversen stimmte die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens im März 1991 dem Projekt zu.

Im Februar des folgenden Jahres konnte man sich auch der Unterstützung des Stadtrates sicher sein. Daraufhin wurde die Stiftung Frauenkirche Dresden e.V. gegründet, die die Bauherrschaft übernehmen sollte. Intensive Planungsarbeit folgte, als die bürokratischen Hürden überwunden waren.

Die archäologische Enttrümmerung dauerte 18 Monate. Dabei wurden aus der 13 Meter hohen Ruine insgesamt 22.000 Kubikmeter Steine und Architekturteile geborgen und inventarisiert. Ende Mai 1994 erschien endlich der kreuzförmige Grundriss des Kellers wieder – der Aufbau konnte beginnen.

Stein auf Stein

Kurz bevor der erste Stein am 27. Mai 1994 den Wiederaufbau markierte, fand eine Kupferkapsel mit Zeitdokumenten ihren Platz im Mauerwerk des Portals A.

Seitdem schritt das Baugeschehen unaufhörlich voran. Die sächsischen Bauarbeiter waren Tag und Nacht am Werk und verwandelten die Ruine in eine vollständige und historisch getreue Nachbildung der Frauenkirche George Bährs.

Dabei wurden geborgene Ruinenteile und nutzbares Trümmergestein in größtmöglichem Maße einbezogen. Rund 40 Prozent der Original-Bausubstanz konnten wiederverwendet werden. Nachdem die einzelnen Steine von Steinmetzen aufgearbeitet worden waren, fanden sie ihren ursprünglichen Platz in den Mauern der Kirche.

So entstand allmählich ein Bauwerk, das mit seinen farblichen Unterschieden eindrucksvoll auf eine lebendige Geschichte hinweist. Der Kontrast zwischen altem und neuem Sandstein lässt nicht vergessen, welches traurige Schicksal der Dresdner Frauenkirche widerfahren ist.

Wunder Frauenkirche

Der MDR fasst die Geschehnisse rund um den Wiederaufbau in Wort und Bild zusammen.

 
www.mdr.de/frauenkirche
Foto: Die Frauenkirche wächst unter einem gigantischen Gerüst.

Die Frauenkirche wächst unter einem gigantischen Gerüst.