Ehemalige Dresdner
Schon immer zog es Dresdner hinaus in die Welt. Dabei lagen der Auswanderung die unterschiedlichsten Beweggründe zugrunde. Einige hofften auf eine Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Situation. Andere trieb die Abenteuerlust. Und es gab auch diejenigen Menschen, die Dresden aus politischen oder religiösen Gründen verlassen mußten.
Die Stadt Dresden sieht es als eine wichtige Aufgabe an, den Kontakt zu den fortgezogenen Dresdnern zu halten und ihre Verbundenheit mit Dresden zu stärken und zu bewahren. Viele Exildresdner verstehen sich selbst als Botschafter ihrer alten Heimat.
Ehemalige Dresdner jüdischen Glaubens
Eine besondere Gruppe unter den ehemaligen Dresdnern bilden Dresdner jüdischen Glaubens, die in der Zeit des Nationalsozialismus ihre Heimatstadt verlassen mußten.
Seit 1994 lädt der Oberbürgermeister jedes Jahr ehemalige Dresdner jüdischen Glaubens nach Dresden ein, um das heutige Dresden und seine Menschen kennenzulernen. Die Besuche führen immer wieder zu ergreifenden Begegnungen mit der eigenen Vergangenheit. Die Gäste besuchen Orte in der Stadt, die schmerzhafte Erinnerungen wachrufen. Dazu gehören die Gräber ihrer Angehörigen auf dem Jüdischen Friedhof. Sie finden aber auch ein Stück Kindheit wieder und stellen fest, dass das Dresden von heute ein neues, anderes Dresden ist. Sie können sich auch davon überzeugen, dass das jüdische Leben nach Dresden zurückgekehrt ist.
Das Programm soll keine Wiedergutmachung leisten, denn das, was man den ehemaligen Dresdnern jüdischen Glaubens angetan hat, kann man nicht wieder gut machen. Das Programm soll vielmehr einen Beitrag zu einem offenen Miteinander leisten. Die ehemaligen Dresdner jüdischen Glaubens sind wichtige Zeitzeugen, die dazu beitragen können, dass sich die Vergangenheit nicht wiederholt. Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und Dresdner Schulen sind deshalb in das Programm als Partner eingebunden.
Bis heute hat das Programm schon über 150 ehemalige Dresdner jüdischen Glaubens in die Stadt geführt.
Sind auch Sie in Dresden geboren und haben in Dresden Ihre Kindheit verbracht? Schreiben Sie uns!
Ansprechpartner
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Abteilung Europäische und Internationale Angelegenheiten
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