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POLIS - europäisches Netzwerk für städtischen Verkehr

POLIS ist ein länderübergreifendes Netzwerk, das 1989 gegründet wurde und seinen Sitz in Brüssel hat. Derzeit besteht POLIS aus etwa 70 Mitgliedern aus 17 europäischen Ländern. Städte, Regionen, ÖPNV-Unternehmen, aber auch Forschungsinstitute nutzen die Möglichkeit, sich durch POLIS über Innovationen im Verkehrsbereich informieren und bei der Bildung integrierter und nachhaltiger Verkehrssysteme unterstützen zu lassen.

Durch die kontinuierliche und erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission gestaltet POLIS Prioritäten für Verkehrsmaßnahmen und -strategien auf europäischer Ebene mit.

Folgende Schwerpunkte bearbeitet das Netzwerk:

  • Umwelt und Gesundheit (mit Bezug auf Verkehr)
  • Mobilität und Verkehrseffizienz
  • Straßenverkehrssicherheit und Sicherheit der Verkehrssysteme
  • Wirtschaftliche und soziale Aspekte des Verkehrs

Dresden ist im Netzwerk POLIS seit 2004 Mitglied und in der politischen Gruppe sowie im Verwaltungsausschuss vertreten. Die Landeshauptstadt war 2010 und 2011 als Präsident von POLIS gewählt.

Die Mitgliedschaft Dresdens wird durch ein örtliches Kompetenz-Netzwerk getragen, das u. A. aus der Landeshauptstadt Dresden, den Dresdner Verkehrsbetrieben, dem Verkehrsverbund Oberelbe, der Fakultät Verkehrswissenschaften "Friedrich List" an der TU Dresden und dem Fraunhofer Institut Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI Dresden besteht.

Zahlreiche weitere Institutionen beteiligen sich aktiv an der Präsidentschaft. Die Koordinierung obliegt der Abteilung Europäische und Internationale Angelegenheiten in Zusammenarbeit mit der Abteilung Verkehrsentwicklungsplanung des Stadtplanungsamtes.  

Die Landeshauptstadt Dresden repräsentierte als Präsident von POLIS das Netzwerk bei wichtigen Terminen im In- und Ausland - so geschehen z. B. 

  • bei einem Treffen mit dem Vizepräsidenten der Europäischen Kommission und Kommissar für Verkehr, Siim Kallas im Juni in Brüssel. Jörn Marx, Beigeordneter für Stadtentwicklung in Dresden, traf sich mit Kallas und den Vertretern der politischen Gruppe von POLIS. Schwerpunkt war das Europäische Weißbuch „Verkehr" und dessen Auswirkungen auf die Kommunen. Dresden hatte sich über das Netzwerk POLIS bereits im Vorfeld mit einer umfangreichen Stellungnahme in die Diskussion um das Weißbuch eingebracht. Das Weißbuch, dessen genauer Titel „Fahrplan zu einem einheitlichen europäischen Verkehrsraum - hin zu einem wettbewerbsorientierten und ressourcenschonenden Verkehrssystem" lautet, beschäftigt sich mit der Frage, wie die Verkehrspolitik in Zeiten des Klimawandels aussehen muss. Die neue Strategie der EU soll den Verkehr bis 2050 sauberer, ökologischer und effizienter machen.
  • Beim Kongress der European Parking Association vom 14. bis 16. September 2011 in Turin vertrat Bürgermeister Jörn Marx die Landeshauptstadt Dresden und POLIS.
  • Die POLIS-Jahreskonferenz und Jahresversammlung 2011 fand am 29. und 30. November in Brüssel statt. Bürgermeister Jörn Marx repräsentierte die Landeshauptstadt dort. Verschiedene Fachbeiträge haben die Dresdner Beteiligung ergänzt.

Büro der Oberbürgermeisterin

Abteilung Europäische und Internationale Angelegenheiten

Postanschrift 
PF 120020
01001 Dresden
Stadtplan 
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Telefonnummer 
0351-488 2140
Faxnummer 
0351-488 2146

EU-Kommissar Kallas und Bürgermeister Marx (Foto: POLIS)


Rückblick auf die POLIS-Konferenz 2010 - „Innovation in transport for sustainable cities and regions" in Dresden

Als Präsident von POLIS richtete die Landeshauptstadt 2010 die Fachkonferenz des Netzwerkes in der MESSE DRESDEN aus. Etwa 240 Teilnehmer aus 20 Ländern waren nach Dresden gekommen: Spezialisten für Mobilität, Stadt- und Regionalverkehr, Verkehrsmanagement, Güterverkehr und Straßenverkehrssicherheit aus Politik, Verwaltung, Verkehrsunternehmen, Wissenschaft und Wirtschaft sowie Vertreter der Europäischen Kommission und der Europäischen Investitionsbank.

Ein Schwerpunkt der Konferenz lag auf den Herausforderungen der Finanzierung städtischer und regionaler Mobilität in Zeiten knapper Kassen. Für den Güterverkehr wurden Lösungen vorgestellt, wie Frachtverkehr effizienter organisiert und dadurch Stau und Umweltverschmutzung in den Städten reduziert werden können. Auch über die Frage, wie Verkehrsplanung und Verkehrspolitik zu gestalten sind, um die Lebensqualität in Städten zu verbessern und die negativen Auswirkungen auf das Klima zu verringern, tauschten sich die Konferenzteilnehmer aus.

In der Begleitausstellung stellten sich regionale Mobilitätsexperten vor. So zeigte das Dresdner Fraunhofer Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme die AutoTram, eine Kombination aus Bus und Bahn. Weitere Aussteller waren u.a. die Dresdner Verkehrsbetriebe DVB AG, der Verkehrsverbund Oberelbe VVO GmbH, die Sächsische Energieagentur SAENA GmbH, die DREWAG Stadtwerke Dresden GmbH, der VDV Verband Deutscher Verkehrsunternehmen, die ORION Stadtmöblierung GmbH, TÜV Nord Mobilität GmbH & Co. KG, das niederländische Unternehmen VIA und der spanische Verband Innovalia Association.

Zum Abschluss der Konferenz hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, innovative Dresdner Beispiele aus dem Bereich Verkehr und Mobilität kennen zu lernen. Besuche in der Verkehrsmanagementzentrale und beim Fahrsimulator für Schienenfahrzeuge an der TU Dresden, in der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen mit der CargoTram und eine Busfahrt zum Thema „neue Lösungen für Straßen mit Straßenbahnführung" standen auf dem Programm.

Weitere Informationen und die Fachvorträge während Konferenz finden Sie auf der Internetseite von

Autotram des Dresdner Frauenhofer IVI

Michael Aherne aus Dublin erhält den ELTIS-Award der Konferenz (hier mit Helma Orosz und dem Geschäftsführer von POLIS, Sylvain Haon, Mitte)