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Rotterdam (Niederlande)

Die dynamische Hafen- und Handelsmetropole wurde 1940 von deutschen Bomben zerstört und hatte bis 1945 unter der NS-Besatzung zu leiden. 43 Jahre später vereinbarten Dresden und Rotterdam, zwischen denen zahlreiche Parallelen in der Nachkriegsentwicklung zu beobachten waren, ihre Zusammenarbeit. Einen Schwerpunkt der gemeinsamen Beziehungen bilden regelmäßige Begegnungen von Jugendgruppen.

In diesem Jahr wird der Künstleraustausch fortgesetzt. Organisatoren sind die Stadt Dresden, die Stadt Rotterdam, die Goethe-Institute Dresden und Rotterdam, das Centrum Beeldende Kunst (CBK) Rotterdam und das Kunsthaus Raskolnikow. Vom 10. Februar bis 17. März 2012 sind die Arbeiten der Künstler Esmé Valk (Rotterdam) und Guido Reddersen (Dresden) im Kunsthaus Raskolnikow zu sehen, die im Rahmen des Künstleraustauschs 2011 entstanden sind.

Im April werden 85 Jugendliche des Jugendtheaters Hofplein aus Rotterdam im Dresdner Theater der Jungen Generation mit dem Stück "Orpheus, mein Idol" zu Gast sein; im Gegenzug reisen Ende Mai ca. 100 Schüler des Heinrich-Schütz-Konservatoriums nach Rotterdam - im Gepäck das Stück "Peter Pan". 

Außerdem steht die 3. Etappe der Wanderung von Dresden nach Rotterdam an: vom 3. - 11. August 2012 sind ist die internationale Wandergruppe vom Harz bis nach Northeim unterwegs.

Einwohnerzahl: 584.107

Geographische Lage: Niederlande, am nördlichen Hauptarm der Nieuwe Maas, in der Rheinmündung zur Nordsee; in der Provinz Süd-Holland.

Profil: Rotterdam ist die zweitgrößte Stadt und das industrielle Herz der Niederlande. Im Jahr 1250 entstand die Stadt als eine kleine Fischersiedlung an dem Fluss Rotte, daher auch der Name Rotterdam. Diese kleine Siedlung nahm mehr und mehr an Größe und Bedeutung zu und war eine der wenigen Städte, die während des Krieges mit Spanien ihren freien Zugang zum Meer behaupten konnten. Dies führte zu einem wirtschaftlichen Aufschwung und so war die Stadt am Ende das 17. Jahrhunderts die zweitgrößte Hafenstadt des Landes. Im Zweiten Weltkrieg wurde Rotterdam schwer zerstört. Große Teile der Stadt lagen in Schutt und Asche und der Wiederaufbau lässt viele Neubauten, die noch heute das Stadtbild prägen, entstehen. Der Hafen war und ist von großer Bedeutung für die Stadt, er ist Umschlagplatz für Erdöl, Erz, Getreide und Salz. Neben See- und Schifffahrt sind der Maschinenbau, die Chemie, die Holz- und Autoindustrie, die Textilindustrie und der Elektrogerätebau wichtige Standbeine für die Wirtschaft.

Tipps: Rotterdam ist eine sehr moderne Geschäfts-, Messen-, Handels- und Universitätsstadt. Der historische Kern der Altstadt wurde während des zweiten Weltkrieges fast völlig zerstört. Die Kirche Pilgrimsvaderkerk aus dem 16. Jahrhundert und die kleinen, malerischen Häuser aus dem 17. Jahrhundert im Stadtteil Delfshaven sind Andenken an vergangene Zeit. Architektonisch hat Rotterdam einiges zu bieten: die Erasmusbrücke, die Kubushäuser, der Bahnhof Blaak usw. In den letzten zwanzig Jahren hat sich Rotterdam ein modernes, neues Gesicht gegeben. Langweilig wird es in der Stadt nie, dafür sorgen auch zahlreiche Museen und Veranstaltungen. Die Kunstliebhaber kommen in dem Bymans van Beuningen Museum (Skulpturen und Gemälde) ganz auf ihre Kosten und für Naturfreunde hat das Maritim Museum Prins seine Türen geöffnet. Die alljährlichen Festivals haben für jeden Geschmack etwas zu bieten: Poetry International im Juni, Sommerkarneval und das Heineken Jazz- und Bluesfestival im August oder die Rotterdamer Orgeltage im Sommer.

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