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Ostrava (Tschechien)

Eine Partnerschaft, die schon seit 1971 läuft. Es ist auch ansonsten eine sportliche Beziehung. Vereine und Clubs halten engen Kontakt. Gemeinsame Partnerstadt von Ostrava und Dresden ist Coventry in Großbritannien.
Die Puppentheater, die Verkehrsbetriebe, zahlreiche Sportvereine und andere Einrichtungen aus beiden Städten führen alljährlich gemeinsame Projekte durch. Auch bei den Tschechischen Kulturtagen und beim Tourismustag in Dresden spielt die tschechische Partnerstadt immer eine Rolle.

Einwohnerzahl: 315.614

Geographische Lage: im Dreiländereck von Tschechien, Polen und Slowakei im Nordosten der Tschechischen Republik, zwischen Beskiden und Altvatergebirge; Sitz der Mährisch-schlesischen Region

Profil: Ostrava ist die drittgrößte Stadt in der Tschechischen Republik und gehört zu einem der größten Ballungsgebiete in Mitteleuropa. Die ersten Spuren über die Entstehung stammen aus dem Jahre 1267. Da die Stadt am Zusammenfluss von den Flüssen Ostravice und Lucina, auf dem berühmten Bernsteinweg, der Hauptverbindung der Kaufleute zwischen Ostsee und Mittelmeer, liegt, entwickelte sich der Handel und das Gewerbe. Ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Stadt ist die Entdeckung der Steinkohle in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, an die der spätere Aufschwung der Steinkohleförderung und der Eisenwerke anknüpft. Im 19. Jahrhundert zählte Ostrava zu den bedeutendsten Industriezentren der Habsburgischen Monarchie. In den vergangenen Jahrzehnten wurde die Stadt oft als „Stahlherz der Republik“ oder auch als „Schwarze Stadt“ bezeichnet, da die Steinkohleförderung, Metallurgie, Kokerei- und Chemieindustrie einen wichtigen Platz in der Entwicklung der Stadt einnahmen. Nach der Wende erfuhr Ostrava eine tiefgreifende Umwandlung. Industriegebiete wurden geschlossen und die Lebensbedingungen der Einwohner änderten sich stark. Die letzte Steinkohle wurde 1994 herausgefördert. Die Stadt entwickelte sich danach in eine andere Richtung, das Bankwesen und der Dienstleistungssektor wuchsen und Ostrava ist heute ein wichtiges Wirtschafts-, Kultur-, Handels- und Sportzentrum in Tschechien. Sport spielte eine große Rolle in Ostrava. Berühmte Spitzensportler, wie Ivan Lendl oder Jan Zelezny trainierten in der Stadt. Ostrava bietet optimale Trainingsmöglichkeiten für die verschiedensten Sportarten: Eishockey, Fußball, Eiskunstlauf, Tennis, Leichtathletik und viele mehr.

Tipps: Seit der Wende hat sich das Gesicht der Stadt völlig verändert. Wo man früher verfallene, graue Häuser vorfand, erstrahlen jetzt restaurierte Häuserfassaden in ihrem ursprünglichen architektonischen Stil. Da es im mittelalterlichen Ostrava kaum Steinbauten gab, sind fast keine historischen Gebäude erhalten geblieben. Das älteste Bauwerk der Stadt ist die Wenzelskirche aus dem 13. Jahrhundert, gefolgt vom Alten Rathaus am Masaryk-Platz im Stadtzentrum, das aus dem 16. Jahrhundert stammt, aber erst im 18. Jahrhundert seinen berühmten barocken Turm erhielt. Im 19. und 20. Jahrhundert entstanden zahlreiche architektonisch wertvolle Gebäude, wie das Kaufhaus Hornik, das Palais Elektra, der ehemalige Schlachthof, das Polnische Haus, die ČEZ Aréna und viele mehr. Sehenswert ist auch der Ausblick vom 72 Meter hohen Turm des Neuen Rathauses und der moderne Gebäudekomplex des Puppentheaters aus dem Jahr 1999. Auch Kulturliebhaber kommen in Ostrava auf ihre Kosten, dafür sorgen Museen, wie die Galerie der bildenden Künste und das Bergbaumuseum OKD, das Antonin-Dvorak-Theater, das Kammertheater Aréna und das Puppentheater, das im Oktober zu dem Internationalen Festival des Puppentheaters Spectaculo Interesse einlädt. Das Musikleben der Stadt wird geprägt vom Schaffen des Komponisten Leoš Janácek, die Janacek- Philharmonie Ostrava ist ein weltbekanntes Orchester und zu den alljährlich veranstalteten internationalen Janacek Musikfestspielen kommen Orchester und Musiker aus aller Welt. Versäumen sollte man auch nicht einen Kneipenbummel auf der Stodolni Straße mit den zahlreichen Clubs, Restaurants und Bars.

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