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Skopje (Mazedonien)

Die mazedonische Hauptstadt ist seit 1967 Partnerin Dresdens. Nach den Jahren politischer und wirtschaftlicher Isolation durch den Krieg im ehemaligen Jugoslawien kommen die Beziehungen zu der alten Kulturstadt wieder in Schwung.

Musiker und Künstler knüpften Kontakte, es gab Ausstellungen, Künstleraustausche, aber auch sportliche Begegnungen und Erfahrungsaustausch auf Verwaltungsebene. 

Im Rahmen des mit EU-Mitteln finanzierten Projektes "Music without Borders" arbeiten zurzeit Kulturvereine und Musiker aus Skopje, Vranje, Vukovar und Dresden zusammen. Ziel ist es unter anderem, überregionale Partnerschaften zwischen den Kulturschaffenden auf dem Balkan und denen anderer EU-Länder aufzubauen. Projektträger ist der Dresdner Verein KulturAktiv e. V., die Landeshauptstadt Dresden unterstützt das Projekt. Am 23. Juni 2012 starten 65 Dresdner Sportler ihren Lauf über Ostrava nach Skopje.

Einwohnerzahl: 507.000

Geographische Lage: Im nördlichen Mazedonien am Fluss Vardar.

Profil: Skopje ist die Hauptstadt der seit 1991 unabhängigen Republik, eine altehrwürdige Kulturmetropole und seit dem schweren Erdbeben 1963 eine Stadt mit modernem Gesicht. Skopje ist ein Schmelztiegel christlicher und islamischer Kultur, neben byzantinischen, slawischen und osmanisch-islamische Zügen sieht man aber auch oft Überreste aus der sozialistischen Zeit. Erste geschichtliche Spuren führen bis 5000 v.Chr. zurück. Skopje war die Hauptstadt der römischen Provinz Obermoesien und ein wichtiges byzantinisches Handelszentrum. Von 1392 bis 1913 stand die Stadt unter türkischer Herrschaft, geriet nach dem Balkankrieg unter die Kontrolle Serbiens und wurde schließlich 1918 ein Teil von Jugoslawien. Heute ist die Stadt das wirtschaftliche und auch kulturelle Zentrum von Mazedonien. Neben den Eisen- und Stahlwerken, der chemischen, elektrotechnischen und pharmazeutischen Industrie ist Skopje eine wichtige Messestadt, Universitäts- und Forschungsstandort (u. a. für Seismologie) und ein interessantes Gelände für Archäologen. Außerdem befindet sich in der Stadt der Sitz eines orthodoxen Metropoliten und eines katholischen Bischofs.

Tipps: Trotz vieler Erdbeben sind der Stadt einige bedeutende Sehenswürdigkeiten erhalten geblieben, wie zum Beispiel drei große Moscheen aus dem 15. Jahrhundert, das heute als Kunstgalerie genutzte Badehaus Daut Pascha Hammam, die aus dem 14. Jahrhundert stammende Steinbrücke über den Fluss Vardar zur Altstadt oder auch die Kale Festung aus dem 6. Jahrhundert. Kultur hat in der Hauptstadt ihren festen Platz. Neben der großen Kunstgalerie kann man die Weltgalerie der Karikatur besichtigen. In den Sommermonaten ist das Zentrum Skopjes mit Musik und Leben erfüllt, besonders zum großen Kulturfestival „Skopje Summer“ von Juni bis August.

Skopje ist auch Geburtsort einer der berühmtesten Ordensschwestern in der Geschichte, der Mutter Teresa. Ein Museum in der Innenstadt gibt Einblicke in ihr Leben und Wirken.

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