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St. Petersburg (Russland)

St. Petersburg hieß Leningrad, als die Städtepartnerschaft 1961 offiziell begann. Seither gab es zahlreiche Schüler- und Studentenaustausche, Begegnungen auf musikalischer und wissenschaftlicher Ebene sowie regelmäßig stattfindende Konzerte und Ausstellungen. 

2011 feiern Dresden und St. Petersburg den 50. Geburtstag ihrer Städtepartnerschaft. 

Dresden wird Anfang November 2012 Austragungsort der „Petersburger Theatersaison" sein. Ensembles verschiedener Petersburger Theater werden bei diesem Theaterfestivals, das zuvor u. a. bereits in Berlin, Helsinki, Tel Aviv und Mailand stattgefunden hat, mit ihren Vorstellungen an mehreren Dresdner Theatern gastieren. Des Weiteren sind für die zweite Hälfte des Jahres im Rahmen des Deutschlandjahres in Russland verschiedene Veranstaltungen auf kulturellem und wirtschaftlichem Gebiet geplant.

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Rückblick auf die Feierlichkeiten zu 50 Jahren Dresden - St. Petersburg

2011 feierten St. Petersburg und Dresden das 50. Jubiläum ihrer Städtepartnerschaft. Schwerpunkte des Jubiläumsjahres waren Veranstaltungen um den 10. Juni in Dresden und um den 3. Oktober in St. Petersburg. So drehte sich auf dem Internationalen Sommerfest im GebäudeEnsemble Deutsche Werkstätten Hellerau am 10. Juni 2011 alles um die russische Partnerstadt. In St. Petersburg wurde der Empfang im Generalkonsulat zum Tag der Deutschen Einheit dem Städtepartnerschaftsjubiläum gewidmet. In beiden Städten wurden Veranstaltungen und Rahmenprogramme organisiert, zahlreiche Partner aus Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft bereicherten das Jubiläum mit vielfältigen Höhepunkten.

Bereits Ende November 2010 hatte sich Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz mit der Gouverneurin von St. Petersburg, Walentina Matwijenko, getroffen und eine Intensivierung der Zusammenarbeit vereinbart, ein größerer Schwerpunkt wird künftig auf die wirtschaftlichen Kooperationen gesetzt. So gab es zu den beiden Höhepunkten in Dresden und in St. Petersburg auch wirtschaftliche und wissenschaftliche Kooperationsveranstaltungen.

Insbesondere in Dresden war das Jubiläum durch Veranstaltungen über das gesamte Jahr hinweg geprägt, denn die Städtepartnerschaft Dresden - St. Petersburg wird auf Dresdner Seite vor allem durch das Engagement von Vereinen und Initiativen getragen, die mit Partnern in St. Petersburg gemeinsame Projekte durchführen. Stellvertretend für viele Vereine seien das Deutsch-Russische Kulturinstitut, das Russische Zentrum, der Club St. Petersburg, das Tanzensemble DEREVO genannt. Aber auch Institutionen wie die Staatlichen Kunstsammlungen, das Forum Tiberius, die Musikhochschule, die Universitäten, Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen sind mit der Stadt an der Newa in engem Kontakt. Und schließlich darf man die starke Präsenz aus Russland stammender Dresdnerinnen und Dresdner nicht vergessen.



Einwohnerzahl: 4.582.000

Geographische Lage: "Russlands Fenster zur Ostsee", im Mündungsdelta der Newa u. a. auf 42 Inseln

Profil: St. Petersburg wurde im Jahr 1703 von Peter dem Großen als Festungsort auf einer kleinen Insel der Newa gegründet. Peter der Große wollte Russland zu einer mächtigen Seemacht entwickeln und Wege nach Europa eröffnen. Aufgrund der günstigen Lage der Stadt entschied Peter der Große 1712, dass St. Petersburg zur Hauptstadt Russlands wird. Die Stadt wuchs mit rasanter Geschwindigkeit, Peter machte St. Petersburg zum geistigen Zentrum des neuen europäischen Russlands. Auch während der 20-jährigen Regierungszeit Elisabeths entwickelte sich St. Petersburg zu einer Großstadt europäischen Zuschnitts. Der Petrinische Barock erreichte seine höchste Blüte, einige der schönsten Bauwerke, wie zum Beispiel der Winterpalast, entstanden. 1762 folgte mit Katharina der Großen eine legitime Nachfolgerin Peters des Großen auf den Thron. Ende des 18. Jahrhundert glänzte St. Petersburg nicht nur als politisches und ökonomisches Zentrum Russlands sondern ebenso als kulturelles. Mit dem Sieg über Napoleon und dem Einzug Alexander I. in Frankreich wurde Russland endgültig zur europäischen Großmacht. Die nachfolgenden Jahrzehnte waren geprägt von Revolutionen, der Industrialisierung, aber auch von Kunst und Wissenschaft (Puschkin, Lew Tolstoj, Tschaikowsky). Nach der von Lenin unterstützten Oktoberrevolution wurde aus dem Zarenreich die Sowjetunion und der Regierungssitz wurde wieder nach Moskau verlegt. Lenin stirbt 1924 und so kommt Stalin an die Macht, aus St. Petersburg wird Leningrad. Während des Zweiten Weltkriegeswurde die Stadt von 1941 bis 1944 fast 900 Tage lang von deutschen Truppen belagert. Während der Leningrader Blockade starben über eine Million Zivilisten. Nach Kriegsende und weiteren 45 Jahren kommunistischer Herrschaft wurde die Sowjetunion 1991 aufgelöst. Leningrad nimmt seinen alten Namen St. Petersburg wieder an. St. Petersburg ist nach Moskau der zweitgrößte Industriestandort Russlands. Neben dem Schiffsbau und der Herstellung von Werkzeugmaschinen, Traktoren und Turbinen sind die Textil-, Chemie-, Automobil- und Nahrungsmittelindustrie wichtige Wirtschaftszweige. Die IT-Branche konnte sich weiter festigen. Der Überseehafen mit Kanalverbindung zum Kaspischen und zum Weißen Meer ist der bedeutendste Hafen Russlands. St. Petersburg ist aber ebenso ein wichtiges Kultur-, Wissenschafts- und Forschungszentrum mit über 120 Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen.

Tipps: Das Stadtbild ist geprägt von prunkvollen Palästen, goldenen Kuppeln und Turmspitzen, geschwungenen Brücken und Kanälen. Besonders beeindruckend ist die alte Prachtstraße der Stadt, der Newski-Prospekt, der mit seinen vielen Brücken über die Kanäle der Stadt führt. St. Peterburg wurde auf 42 Inseln erbaut und heißt nicht ohne Grund „Venedig des Nordens". Große Baumeister wie Bartolomeo Rastrelli oder Carlo Rossi verliehen der Stadt ihre Ausstrahlung. Zu den bedeutendsten Bauwerken zählen der Winterpalast, das Ermitage Museum, die Peter und Paul Kathedrale, der Alexanderplatz, die Kasaner Kathedrale am Newski Prospekt oder die Auferstehungskirche - die einzige Kirche in St. Petersburg mit typisch russischen Zwiebeltürmen. Für Musikliebhaber lohnt sich ein Besuch in dem renommierten Marinski-Theater oder im Mussorgski-Theater. Mit ihren zahlreichen Museen, allen voran die berühmten Sammlungen der Ermitage, ist die Stadt eines der schönsten und bedeutendsten Kulturzentren der Welt. Die Originale alter und neuer Meister von Rembrandt, da Vinci, Rubens, Monet usw. kann man hier bewundern. Ein weiteres Besuchermagnet sind die „Weißen Nächte".

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