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Albertstadt

Die Anlage der Garnisonsstadt längs der heutigen Stauffenbergallee geht auf die Vergrößerung der sächsischen Armee vor und während des Deutsch-Französischen Krieges 1870/1871 und die Eingliederung des Sächsischen Königreichs in das Deutsche Reich 1871 zurück.

Die alten Kasernen am Jägerhof waren nicht mehr ausreichend. So stimmte die sächsische Staatsregierung den großzügigen Plänen des damaligen sächsischen Kriegsministers General von Fabrice zur Anlage einer eigenständigen Militärstadt am Südrand der Dresdner Heide zu.

Zunächst baute man an der Nordseite des Alaunplatzes eine Schützenkaserne, die im 2. Weltkrieg zerstört wurde. Es folgte dann der Bau weiterer Kasernen und dazugehöriger Einrichtungen, wie Arsenal, Lazarett und Militärgericht. Es entstand eine durchgängig gestaltete durchgrünte Gesamtanlage.

Die Garnisonskirche wurde 1895-1900 als Simultankirche mit einem evangelischen und einem katholischen Teil unter einem Dach errichtet. In den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelte sich aus den Munitionsfabriken an der Königsbrücker Straße das heutige Industriegelände.

Benannt wurde die Albertstadt nach dem sächsischen König Albert (1873-1902). Heute ist die städtebauliche Geschlossenheit der Albertstadt kaum noch erlebbar. Die Zerstörungen des 2. Weltkrieges, die nachfolgende Nutzung durch die Rote Armee, der Verfall der Bausubstanz und die Verwahrlosung des Geländes sowie die weitgehende Verriegelung des Zugangs zur Dresdner Heide durch militärische Sperrgebiete haben den städtebaulichen Wert des Gebietes gemindert.

Der städtebauliche Rahmenplan sieht eine Neuordnung und Wiederbelebung dieses Gebietes vor. Die militärische Nutzung wird sich auf die Heeresoffizierschule beschränken.





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