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Geschichte des Ortsamtes Leuben

Geschichtliche Entwicklung

Das Ortsamt Leuben verwaltet insgesamt sieben der ehemaligen Randgemeinden südöstlich von Dresden: Leuben, Laubegast, Kleinzschachwitz, Zschieren, Meußlitz, Großzschachwitz, Sporbitz und Teile von Dobritz, Niedersedlitz und Tolkewitz.

Der Elbstrom mit seinen alten, längst verlandeten Elbarmen prägt das Landschaftsbild. Noch heute sind die Spuren vergangener Elbverläufe im Gelände sichtbar. Siedlungen, in relativer Elbferne gelegen, können direkt am Strom oder einem damals noch aktiven Nebenarm entstanden sein.

Ausgrabungen von Steinwerkzeugen und Keramik aus dem Neolithikum (Jungsteinzeit, etwa 5500 – 2200 v. Chr.) belegen, dass das vormals hügelige Gelände als Siedlungsgebiet genutzt wurde. Ökonomisch gesehen kommt es zum Anbau von Kulturpflanzen und zur Domestikation und Haltung von Tieren. Auf das Neolithikum folgt die Bronzezeit (2200 – 1100 v. Chr.). Sie wird gegliedert in frühe, mittlere und jüngere Bronzezeit. In unserem Raum bezeichnet man die frühe Bronzezeit als Aunjetitzer Kultur, die jüngere Bronzezeit als Lausitzer Kultur.

Besonders reiche archäologische Funde werden an der Flurgrenze zwischen Laubegast und Dobritz in dem Kiessee gemacht. Waffen, Bronzegeschirr, Keramikgeschirr und Bronzefibeln (Gewandspangen) weisen auf eine Besiedlung. Material, Verzierungen und Gefäßprofile deuten darauf hin, dass diese sich bis zur Eisenzeit erstreckte, die sich an die Bronzezeit anschließt.


Quelle
Die Texte zur Geschichte sind der Broschüre "Ortsamt Leuben, Wer? Wie? Was? Wann? Wo?" entnommen (Redaktionsschluss Dezember 2011). Quellen/Autoren: Werte unserer Heimat, Dresden, Ergebnisse der heimatkundlichen Bestandsaufnahme, A. Hahn, E. Neef, Akademie Verlag Berlin 1985, Vorwort zur Ortschronik von Dr. W. Brestrich, Landesamt für Archäologie, und Beiträge der Ortschronisten Wilhelm Hegebart, Gert Scycalka, Gerd Schaarschmidt und Mario Schatz, Ortsamtsbroschüre Leuben, Oktober 2000, aktualisiert von den heutigen Ortschronisten Bernd Sonntag, Kai Höpcke, Martin Kaden, Herko Müller, Gert Scykalka, Joachim Liebers und Eva Ursula Petereit.




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