Pressetexte
02.06.2011
Dresden - Stadt der Rekorde
Am liebsten schauen die Dresdner auf ihre Stadt herab. Daher wurde 1898 bis 1901 in Dresden die erste Bergschwebebahn für den Personentransport errichtet.
Sie führt auf 274 Metern Streckenlänge vom Körnerplatz in Dresden Loschwitz auf die Loschwitzer Höhe mit einem Höhenunterschied von 84 Metern zu einer schönen Aussichtsplattform.
Ebenfalls vom Körnerplatz aus führt die Standseilbahn zum Luisenhof im Stadtteil Weißer Hirsch. Auch sie gehört zu den ältesten ihrer Art in Europa. Die älteste erhaltene Bühnentechnik Deutschlands
Das 1912-1913 errichtete Schauspielhaus gegenüber dem Zwinger beherbergt die älteste noch erhaltene und voll funktionsfähige Bühnentechnik Deutschlands.
Die mehrfach bewegliche noch funktionsfähige hydraulische Bühnenmaschinerie konnte den 2. Weltkrieg unbeschadet überstehen.
Beheizt wurde das Schauspielhaus übrigens durch das erste Fernheizwerk Europas, das sich in der Großen Packhofstraße befand.
Das größte Dixieland-Festival Europas
Alljährlich im Mai bricht in Dresden das Dixie-Fieber aus. Höhepunkte des zweitgrößten Festivals dieser Musikgattung der Welt sind die Dixieland-Parade durch die Stadt, die Dixieland-Fahrten auf den Raddampfern sowie der „Open-Air-Jazz" in der Freilichtbühne Großer Garten. Das Festival wurde 1971 von zwei Radiomoderatoren gegründet.

Das Dresdner Dixieland Festival zieht seit 1970 seine Besucher in den Bann
Foto: Sylvio Dittrich (DWT)
1838/39 wurde zwischen dem damaligen Leipziger Bahnhof in Dresden-Neustadt und der Stadt Leipzig die erste Ferneisenbahnverbindung Deutschlands eröffnet.
Für die Eröffnungsfahrt am 8. April 1839 wurde gegen den Widerstand der englischen Konkurrenz die erste deutsche Lokomotive "Saxonia" des Dresdner Architekten und Technikers Johann Andreas Schubert eingesetzt. Die erste deutsche Gartenstadt
Wohnen und arbeiten im Grünen, dazu ein kulturelles Angebot vor Ort - das war das Ideal der Reformbewegungen Anfang des 20. Jahrhunderts.
Städtebauliches Ergebnis dessen ist Dresdens Stadtteil Hellerau, erbaut ab 1908 als erste deutsche Gartenstadt.
- Dresden Hellerau - Touristische Angebote
- Deutsche Werkstätten Hellerau
- Festspielhaus Hellerau - Veranstaltungen

Häuser von Riemerschmid in der Gartenstadt Hellerau
Foto: Sylvio Dittrich (DWT
Die Gemäldegalerie Alte Meister im Semperbau am Zwinger besitzt rund 3000 herausragende Werke europäischer Malerei des 14. bis 18. Jahrhunderts und die beste und größte zielgerichtete Sammlung italienischer Malerei nördlich der Alpen.
Berühmte Werke: Sixtinische Madonna (Raffael), Venus (Giorgione / Tizian), Briefelesendes Mädchen (Vermeer van Delft), Selbstbildnis mit Saskia (Rembrandt), Neptun, die Wogen beschwichtigend (Rubens). Eines der größten erhaltenen Villen- und Gründerzeitviertel Deutschlands
1945 wurde die barocke Altstadt Dresdens von Bomben zerstört. Weitgehend unbehelligt von Krieg und Abriss blieben die weiten Gründerzeitviertel, die die barocke Altstadt wie ein Gürtel umschließen.
Cotta, Löbtau im Westen, Mickten, Pieschen, äußere Neustadt im Norden, Weißer Hirsch, Loschwitz, Blasewitz im Osten und Striesen im Südosten.
Ist die Dresdner Neustadt derzeit Deutschlands größtes Sanierungsgebiet, so erstreckt sich von Striesen über Blasewitz bis zum Weißen Hirsch das größte historische Villenviertel Deutschlands - eine mehrere Quadratkilometer große Architekturgeschichte des 19. Jahrhunderts inmitten grüner Parks und Gärten. Die größte protestantische Kuppelkirche des europäischen Kontinents
Sachsen war das erste Land, in dem die Reformation eingeführt wurde. Kein Wunder, dass sich Dresden anstrengte, zum protestantischen Rom zu werden - mit dem entsprechenden kuppelbekrönten Dom. Denn als die Dresdner den Bau für die neue Frauenkirche begannen, war August der Starke und mit ihm das sächsische Herrscherhaus längst katholisch geworden. Das Gotteshaus wurde nach den Plänen von George Bähr 1743 im farbigen Barock vollendet.
August II. ließ daher nur wenige hundert Meter von der Frauenkirche entfernt von dem römischen Architekten Gaetano Chiaveri die katholische Hofkirche bauen, die heutige Kathedrale - ohne die typisch römische Kuppel, sondern mit schlankem Turm. Sie gilt übrigens als die Kirche mit der größten Grundfläche in Sachsen und ist heute Kathedrale des katholischen Bischofs. Der schönste Milchladen der Welt
Der Laden der ehemaligen Pfund's Molkerei, 1892 erbaut und ganz mit farbigen Wandfliesen (historistische Neorenaissance - Dekore und Jugendstilfiguren rund um die Milch) dekoriert, ist heute Käseladen.
Seitdem er bereits zur Erbauungszeit als "schönster Milchladen der Welt" bezeichnet wurde, hat ihm bisher kein anderes Geschäft diesen Titel streitig machen können. Das älteste Museum für angewandte Kunst und die prächtigste Schatzkammer der Welt
Das "Grüne Gewölbe" ist die umfangreichste und bedeutendste Sammlung von rund 4000 Kostbarkeiten der Schatzkunst Europas. Jährlich wird es von über 500.000 Besuchern besichtigt.
Die Sammlung ist so bedeutend, dass sie in zwei unterschiedlichen Ausstellungen gezeigt wird. Die 1000 bedeutendsten Meisterwerke werden im "Neuen Grünen Gewölbe" im ersten Obergeschoss des Residenzschlosses gezeigt: darunter der weltgrößte grüne Diamant, das wohl teuerste goldene Kaffeeservice und der einzigartige Hofstaat des Großmoguls.
Weitere 3000 Prunkstücke aus Gold, Silber, Elfenbein, Bernstein, Bronze und Edelsteinen sorgen im "Historische Grüne Gewölbe" für einen atemberaubenden Eindruck der wiederhergestellten Originalräume. Ein barockes Gesamtkunstwerk im Erdgeschoss des Dresdner Residenzschlosses

Der Hofstaat des Großmogul im Neuen Grünen Gewölbe. Der Tischaufsatz kostetete mehr als der Bau von Schloss Pillnitz
Foto: Staatl. Kunstsammlungen Dresden
Der "Fürstenzug" mit den Abbildungen der Herrscher des Hauses Wettin aus über 800 Jahren ist 102 Meter lang.
Das 957 m² große Bild auf fast 25.000 Meissener Porzellankacheln wurde 1907 nach dem Entwurf des Dresdner Kunstprofessors Wilhelm Walther geschaffen. Die größte und bedeutendste Porzellansammlung der Welt
Die Porzellansammlung im Dresdner Zwinger besitzt nicht nur die größte und vollständigste Sammlung historischen Meissener Porzellans, sondern auch eine große Anzahl chinesischer Porzellanwerke.
Bereits zur Zeit Augusts des Starken (ab 1694 Kurfürst von Sachsen und 1697 König von Polen) bestand die Sammlung aus ca. 50.000 Einzelstücken.
August bereicherte sie u.a. damit, indem er seine 500 besten Soldaten dem Konkurrenzland Preußen überließ - im Tausch gegen über 150 Porzellanvasen.

Das Schwanenservice für den Grafen Brühl gehört zu den Meisterwerken Meissener Porzellankunst in der Dresdner Porzellansammlung
Foto: Staatl.Kunstsammlungen Dresden
Die Geschichte der Sächsischen Dampfschifffahrtsgesellschaft geht auf das Jahr 1836 zurück.
Heute fahren 9 historische, teils füber 120 Jahre alte Raddampfer und 2 moderne Motorschiffe von Dresden aus auf der Elbe bis Meißen und Decin/ Tschechien.
Beim Unterqueren der Brücken ziehen die historischen Raddampfer übrigens ihre Schornsteine ein. Das älteste erhaltene Tauchboot der Welt
Unteroffizier Wilhelm Bauer (1822-1875) hatte Mitte des
19. Jahrhunderts die Idee, ein Tauchboot zu bauen, das sich unter Wasser unbemerkt Feinden nähern kann.
1850 wurde dann der so genannte Brandtaucher gebaut. Im Februar 1851 scheiterte jedoch der im Kieler Hafen durchgeführte erste Tauchversuch und das Boot sank auf Grund.
Erst 1887 gelang die Bergung. 1950 wurde das im Zweiten Weltkrieg durch Bomben beschädigte Tauchboot nach Rostock zur Restaurierung gebracht.
Nach einigen Zwischenstationen im Deutschen Armeemuseum Potsdam (1965) und dem Armeemuseum der DDR (1972) kam der Brandtaucher, auch "Eiserner Seehund" genannt, 1990 in das Militärhistorische Museum Dresden.
Das Boot gehört zu den imposantes Ausstellungstücken der Marinegeschichte.
Die bedeutendste Rüstkammer Deutschlands mit einer der bedeutendsten Sammlung osmanischer Kunst außerhalb der Türkei
Die Rüstkammer mit Prunkwaffen aus dem 16. bis 18. Jahrhundert ist in Deutschland einzigartig, was Umfang, typengeschichtliche und künstlerische Geschlossenheit angeht.
Etwa 10.000 Jagd-, Turnier-, Repräsentations- und Gebrauchswaffen gehören zur Sammlung. Die Rüstkammer wird in den kommenden Jahren zu einer neuen Attraktion im Dresdner Residenzschloss werden.
Bereits jetzt ist im 2. Obergeschoss die "Türckische Cammer" zu sehen, die neben Wien die bedeutendste Sammlung osmanischer Kunst außerhalb der Türkei zeigt. Einzigartig: ein türkisches Prunkzelt.
Die Palucca Hochschule für Tanz Dresden wurde 1925 von der Tänzerin Gret Palucca (1902-1993) gegründet und über Jahrzehnte durch sie geprägt.
Eine eigenständige Tanzhochschule war seit 1928 erklärtes Ziel der Modernen Tänzer. Palucca versuchte stets diese Anforderungen zu erfüllen, indem die Schüler tanzpraktisch und tanztheoretisch ausgebildet wurden, um verschiedene Tanz-Berufe ergreifen zu können.
Die Palucca Hochschule für Tanz Dresden erhielt 1993 den Status einer Hochschule. Die jetzt einzige eigenständige Tanzhochschule Deutschlands vereinigt die vier Diplomstudiengänge Bühnentanz, Choreographie, Bühnentanz- und Tanzpädagogik unter einem Dach.
Rund 185 Studenten absolvieren derzeit die achtjährige Ausbildung zum Diplombühnentänzer. Kurse mit internationalen Gastdozenten und eine umfangreiche Bühnenpraxis sind Teil des Studiums. Der älteste deutsche Weihnachtsmarkt
Bereits 1434 wurde in Dresden der Glaube mit dem Kommerz verbunden. Das erfreuliche Ergebnis: der älteste deutsche Weihnachtsmarkt.
Der Striezelmarkt erhielt seinen Namen übrigens von dem damals typischen Gebäck, aus dem sich später der berühmte Dresdner Christstollen entwickelte.
Jedes Jahr zum 2. Advent wird der größte Stollen der Welt angeschnitten. Neben dem Stollen werden auf dem Striezelmarkt heute vor allem Kunsthandwerk wie Holzspielzeug aus dem Erzgebirge und Keramik aus der Lausitz sowie Spezialitäten wie die Lebkuchen aus Pulsnitz angeboten.
Der Dresdner Striezelmarkt gilt als der älteste deutsche Weihnachtsmarkt mit ununterbrochener Tradition.

Der Dresdner Striezelmarkt an seinem traditionellen Standort, dem Dresdner Altmarkt
Foto: Sylvio Dittrich (DWT)
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