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Wirtschaftliche Entwicklung in Dresden

Die Kommunale Statistikstelle der Landeshauptstadt Dresden erhält vom Statistischen Landesamt Sachsen jährlich anonymisierte Einzeldatensätze aus dem Unternehmensregister, die außer Informationen zum Wirtschaftszweig auch Angaben zur Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit kleinräumiger Zuordnung enthalten. Im Jahr 2008 wurde die Neuzuordnung der Betriebe und Unternehmen zu den Wirtschaftszweigen nach der überarbeiteten Klassifikation WZ 2008 vorgenommen, sodass Vergleiche nach Wirtschaftszweigen mit weiter zurückliegenden Jahren nicht mehr möglich sind.

Die vorliegende Statistik vergleicht Daten aus den Unternehmensregisterabzügen vom 31. Dezember 2010 und 31. Dezember 2008. Die darin aufgeführten Betriebe hatten im Berichtsjahr 2008 beziehungsweise 2006 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und/oder steuerbare Umsätze (ohne Öffentlichen Dienst). Der durch Methodik und Bearbeitung begründete, etwa zwei Jahre zurückliegende Bezugszeitraum 2006 bis 2008 ist konjunkturell einerseits gekennzeichnet von einem bis zum ersten Halbjahr 2008 anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung und andererseits den darauf einsetzenden negativen Auswirkungen der Wirtschaftskrise 2008/2009.


Gegenläufige Entwicklung in mehreren Wirtschaftszweigen

Im Dresdner Baugewerbe setzt sich die bereits 2009 festgestellte Konzentration der Beschäftigten auf größere Betriebe fort. Über die zwei Jahre betrachtet stieg die Zahl der Beschäftigten um mehr als 860 (9,2 Prozent) bei gleichzeitiger Verringerung der Anzahl der Betriebe um 146 (5,7 Prozent). Im Gegensatz dazu ist in Chemnitz, Leipzig und Sachsen insgesamt eine Abnahme der Beschäftigten im Baugewerbe zu beobachten.


Positive Entwicklung

Im Jahr 2010 waren 23 875 Betriebe mit 198 147 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Unternehmensregister verzeichnet. Die Zahl der Beschäftigten in Dresden stieg im betrachteten Zeitraum um 4,5 Prozent (davon 2007 um 3,6 Prozentpunkte, 2008 nur noch um 0,9) und die der Betriebe um 5,1 Prozent (in beiden Jahren gleichverteilt) an, das sind 8479 Beschäftigte beziehungsweise 1151 Betriebe mehr. Die größte Zunahme an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 2362 (10,4 Prozent) ist im Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen zu verzeichnen. Darauf folgen mit 1704 (7,6 Prozent) das Gesundheits– und Sozialwesen und an dritter Stelle der Wirtschaftszweig der freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (1612 Beschäftigte, beziehungsweise 9,8 Prozent mehr als zwei Jahre zuvor). Die Grafik gibt einen Überblick über die Entwicklung in den Wirtschaftszweigen. Rechts erscheinen die Wirtschaftszweige mit großem Beschäftigtenanteil. Oberhalb der waagerechten Achse befinden sich die Wirtschaftszweige mit positiver Entwicklung, das heißt Zunahme an Beschäftigten. Darunter liegen die Wirtschaftszweige mit Verlust an Beschäftigten.


Grafik Wirtschaftliche Entwicklung in Dresden

Städte- und Landesvergleich

Im Städte- und Landesvergleich unterscheiden sich die Beschäftigtenanteile nach Wirtschaftszweigen in den Großstädten untereinander weniger als zwischen diesen und Sachsen insgesamt, was durch den hohen Anteil der Großstädte von 38,4 Prozent an den insgesamt in Sachsen Beschäftigten noch verstärkt wird, - mit einer Ausnahme: Leipzig fällt im Verarbeitenden Gewerbe deutlich ab - gegenüber Dresden und Chemnitz beträgt der Anteil der Beschäftigten weniger als 60 Prozent, gegenüber Sachsen sogar weniger als 40 Prozent. Besonders in diesem Wirt-schaftszweig liegt auch der eine große Unterschied zwischen Sachsen und den Großstädten begründet; Sachsen hat hier bei ähnlich großer Zuwachsrate zwischen 2006 und 2008 anteilig deutlich mehr Beschäftigte. Der gegenteilige Unterschied betrifft die Dienstleistungen. Alle Großstädte haben in vielen dienstleistungsbezogenen Wirtschaftsbereichen höhere Beschäftigtenanteile als Sachsen: Betriebsbezogen ragen darunter in speziellen Dienstleistungsbereichen besonders Dresden bei „Architektur- und Ingenieurbüros“, „Informationstechnologie“, „Forschung und Entwicklung“ sowie „Beherbergungen“ im Gastgewerbe heraus, Leipzig bei Film-, TV- und Rundfunkproduktion, „Rechts-, Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung“ sowie „Werbung und Marktforschung“, Chemnitz bei „Kfz-Handel und –Instandhaltung“ sowie bei verschiedenen sonstigen wirtschaftlichen und persönlichen Dienstleistungen.


Tabelle Städtevergleich sozialversicherungspflichtig Beschäftigte nach Wirtschaftszweigen

Rückläufige Entwicklung bei Erziehung und Unterricht

In allen drei Großstädten sind die Beschäftigtenzahlen bei Erziehung und Unterricht zurückgegangen. Diese einheitliche negative Entwicklung betrifft ganz Sachsen und ist bei keinem anderen Wirtschaftszweig zu finden.


 

Soeben erschienen: Bauen und Wohnen, 52 Seiten, acht Euro (auch als CD-ROM)


Redaktionsschluss: 18.05.2011

Auskünfte erteilt: Landeshauptstadt Dresden
Kommunale Statistikstelle
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01001 Dresden
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Telefax: 03 51-4886913
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