Wie hält sich Dresden fit?
Neue Auswertungen der Kommunale Bürgerumfrage 2010
In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist - nach diesem Motto wollen viele Dresdner leben und treiben daher regelmäßig Sport. Nachdem bereits in vorherigen Bürgerumfragen (KBU 1996 und 2002) nach den Motiven für die körperliche Ertüchtigung und auch nach dem Interesse für öffentliche Sportveranstaltungen gefragt wurde, beschäftigte sich auch die aktuelle Umfrage mit sportlichen Aktivitäten. Die Ergebnisse der KBU bestätigten zudem die Auswertungen der im Jahr 2009 innerhalb der Sportentwicklungsplanung durchgeführten Befragung zum Sportverhalten der Dresdner. Es wandelt sich: Sport wird immer mehr an öffentlichen und frei zugänglichen Orten - den sogenannten Bewegungsräumen - betrieben, und in zunehmendem Maße füllen Dresdner aus der Generation 50+ ihre Freizeit mit Sport und Bewegung aus.
Zwei von drei Personen treiben jede Woche Sport
Nach der Häufigkeit ihrer sportlichen Betätigung innerhalb einer Woche gefragt, geben zwei Drittel an, mindestens ein Mal wöchentlich aktiv zu sein, etwa 14 Prozent sogar (fast) täglich. Die restlichen Befragten betätigen sich seltener als ein Mal wöchentlich oder sogar nie sportlich. Umso jünger die Befragten allerdings sind, umso geringer ist ihr Anteil an dieser Gruppe. So treiben 57 Prozent der über 75-Jährigen äußerst selten Sport, bei den 16- bis 24-Jährigen ist das nur etwa einer von fünf Befragten. Von diesen geben sogar 54 Prozent an, mindestens zwei bis drei Mal in der Woche Sport zu treiben - deutlich mehr als in jeder anderen Altersklasse.

Am liebsten bewegen sich die Menschen an der frischen Luft: sie gehen besonders gerne spazieren (58 Prozent derjenigen, die sich regelmäßig sportlich betätigen) oder fahren Rad (50 Prozent). Aber auch die Gartenarbeit stellt für etwa jeden Dritten ein Quell körperlicher Ertüchtigung dar. Ebenfalls hoch im Kurs stehen mit jeweils 18 beziehungsweise 17 Prozent Schwimmen, Gymnastik und der Besuch im Fitnessstudio. Wie in vielen anderen Lebensbereichen zeigen sich auch beim Sporttreiben Interessenunterschiede zwischen Frauen und Männern. Während sich die Dresdnerinnen eher für Gymnastik, Nordic Walking, Spaziergänge und das Tanzen begeistern, spielen überdurchschnittlich viele Herren Fußball oder Volleyball, gehen Joggen oder fahren Rad. Zusätzlich zu den aufgeführten sportlichen Aktivitäten wird beispielsweise das Wandern genannt, das besonders bei den Befragten im Alter von 65 Jahren und älter beliebt ist. Ausschließlich zu Hause, in der Natur oder auf Straßen betätigt sich eine Mehrheit von 57 Prozent der sportlich aktiven Befragten, die anderen nutzen (auch) Sporteinrichtungen. Zwei von drei Aktiven geben mindestens zwei Orte an. Ein Fitnesscenter nutzt etwa jeder fünfte Sporttreibende, Hallenbäder oder Sporthallen besucht etwa jeder sechste. Diese Sportstätten sind generell eher bei den jüngeren Befragten beliebt, während sich ältere Umfrageteilnehmer in größerem Maß zu Hause fit halten. Dieses Ergebnis - die hohe Zahl der Befragten, die in der freien Natur Sport treiben - lässt sich auch als Reaktion auf die Zufriedenheit mit den angebotenen Frei-, Hallenbädern und anderen Sportstätten interpretieren. Denn insgesamt sind die Dresdner mit dem Angebot und dem Zustand der Anlagen eher mäßig zufrieden bis sogar unzufrieden. Auf der anderen Seite lässt die Unterversorgung mit kommunalen Hallenbädern eine zufriedenstellende Angebotsvielfalt nicht zu. Damit schneiden diese Einrichtungen bei der Zufriedenheitsfrage gegenüber anderen Lebensbedingungen wie den Einkaufsmöglichkeiten und der gesundheitlichen Versorgung mit am schlechtesten ab, dies zeigt einen besonderen Handlungsbedarf auf.

Befragte sind größtenteils zufrieden mit Angebot an Sportveranstaltungen
Neben dem aktiven Sporttreiben selbst gehört für viele auch der Besuch von Sportveranstaltungen wie Fußballspiele und andere Wettkämpfe zum sportlichen Leben. So wurden die Dresdner gefragt, ob sie sich – auch bestimmte Kosten und Folgen für die Stadt ins Blickfeld nehmend - mehr bedeutende und hochrangige Sportveranstaltungen für Dresden wünschen oder ob sie eher der Ansicht sind, es gäbe genug solcher Events in der Stadt. Das Ergebnis zeigt eine gespaltete Meinung der Einwohnerschaft: jede der beiden Aussagen findet nahezu gleich große Zustimmung, wobei eine kleine Mehrheit die bisherige Anzahl von hochrangigen Sportveranstaltungen für ausreichend hält, darunter auffallend viele Frauen. Die Gruppe der 16- bis 24-Jährigen spricht sich hingegen vermehrt für weitere Sportwettkämpfe aus. Die Frage nach der Art der gewünschten Veranstaltung lässt sich ziemlich eindeutig beantworten: „König Fußball“ erhielt 39 Prozent der Nennungen - auch hier ist der Wunsch bei den Befragten jüngeren Alters größer. Leichtathletikwettkämpfe, die an zweiter Stelle gewünscht werden, tauchen hingegen eher unter den Antworten Befragter mittleren Alters auf.
Kommunale Statistikstelle
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- Dresdner Zahlen aktuell Nr. 04/2011 (*.pdf, 112 KB)
