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Steuereinnahmen 2010

Wichtigste Einnahmequelle der Städte und Gemeinden sind die Steuern. Sie werden direkt von der Gemeinde erhoben (wie Grundsteuer, Gewerbesteuer, Hundesteuer, Vergnügungssteuer, Zweitwohnungssteuer) oder vom Land als Gemeindeanteil zugewiesen (wie Einkommensteuer und Umsatzsteuer). Ein Teil des städtischen Gewerbesteueraufkommens wird über eine Umlage an Bund und Land überwiesen. Entsprechend der Berücksichtigung dieser Umlage spricht man von Brutto- und Nettoeinnahmen. Der Hauptanteil der Steuereinnahmen der Gemeinden wird im Wesentlichen durch die Gewerbesteuer bestimmt (37 bis 63 Prozent). Der Rest setzt sich aus den anderen Steuerarten mit unterschiedlichen Anteilen zusammen. Bei diesen finanzstatistischen Kennziffern können sich die sächsischen Großstädte mit den Ruhrgebietsstädten Duisburg und Dortmund vergleichen, deren Steuereinnahmen ebenfalls unter 1000 Euro je Einwohner liegen. Dresden hat geringfügig höhere Steuereinnahmen je Einwohner als Duisburg, dessen Gewerbesteueranteil nur bei 37 Prozent liegt. Der auffälligste Ost-West-Unterschied hat sich weiter verkleinert: Die Einnahmen aus dem Gemeindeanteil an der Einkommensteuer in den Weststädten sind jetzt nur noch etwa doppelt so groß (2001 noch fast dreifach). Das gesamte Steueraufkommen liegt aber immer noch zwischen 30 und 40 Prozent der Einnahmen von Düsseldorf, die in der Hauptsache (63 Prozent) von der Gewerbesteuer bestimmt werden.


Die Steuereinnahmen sind jährlichen Schwankungen unterworfen. Leipzig und Stuttgart nahmen wegen der Verringerung des Gewerbesteueranteils weniger ein als 2009. In den übrigen Städten hat sich der Gewerbesteueranteil vergrößert. Über einen längeren Zeitraum betrachtet zeigt sich, dass die sächsischen Städte seit 2003 einen fast gleichmäßigen Anstieg der Steuereinnahmen erzielen konnten. Die Einnahmen der übrigen Städte sind wesentlich größeren Schwankungen unterworfen. Dabei war 2010 für Stuttgart ein extrem schlechtes, für Nürnberg ein extrem gutes Jahr. Einzig Hannover hat im betrachteten 10-Jahres-Zeitraum überhaupt keinen Steuerzuwachs.


Die Zusammensetzung der Steuereinnahmen ist abgesehen von dem nur in einem engen Bereich variierenden Anteil an der Umsatzsteuer und sonstigen Gemeindesteuern (6 bis 10 Prozent des Steueraufkommens) in den beteiligten Städten sehr unterschiedlich. Dabei lässt sich die wirtschaftliche Entwicklung einer Stadt an der Veränderung der Gewerbesteuer ablesen. Der Anteil der Gewerbesteuer an den Steuereinnahmen ist mit 63 Prozent in Düsseldorf am höchsten und mit 37 Prozent in Duisburg am niedrigsten. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Anteile der Steuerarten am Gesamtaufkommen verschoben, wobei sich außer bei Leipzig und Stuttgart der Gewerbesteueranteil vergrößert hat.


Soeben erschienen: Arbeit und Soziales 2010, auch als CD-ROM, 86 Seiten, 10,00 Euro

Redaktionsschluss: 07.12.2010

Auskünfte erteilt: Landeshauptstadt Dresden
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