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Hochzeitstage

Immer weniger Erwachsene sind verheiratet

200 683 Dresdner sind verheiratet, 376 leben in eingetragener Partnerschaft. Das sind reichlich 45 Prozent der Erwachsenen. 1992 lag der Anteil noch bei 60 Prozent. Während aber bis 2006 in jedem Jahr die Quote durchschnittlich um einen Prozentpunkt sank, verringerte sich der Abschwung inzwischen. Dies hat zum Teil rein demografische Ursachen, der Anteil der Verwitweten sank bei den über 75-Jährigen von 46 Prozent im Jahr 2005 auf jetzt weniger als 40 Prozent – die Generation der Witwen von im 2. Weltkrieg Gefallenen stirbt langsam aus. Andererseits steigt auch seit 2006 wieder die Zahl der Eheschließungen, wenn auch nur langsam.


Der häufigste Hochzeitstag ist der 8. August, der am wenigsten gewählte der 1. Mai

Von 157 164 verheirateten Dresdnern (78 Prozent) ist der Hochzeitstag im Einwohnerregister verzeichnet. Für 1 007 ist dies der 8. August. Der Maximalwert hat sicher etwas mit dem 08.08.2008 zu tun, an dem allein 155 der heutigen Dresdner heirateten. Nur 37 hatten einen 1. Mai zur Eheschließung gewählt. Auch an den anderen feststehenden gesetzlichen Feiertagen sind wegen der Standesamtsöffnungszeiten nur wenige Hochzeitstage registriert und dies hauptsächlich bei Zugezogenen – auch aus dem Ausland. Sieht man von diesen Tagen und dem 29. Februar ab, so sind die unbeliebtesten Tage der 2. und der 13. Januar mit 83 und 93 Meldungen. Überhaupt ist der 13. unabhängig vom Monat am ungewünschtesten. Auch frühere DDR-Feiertage (7. Oktober) sowie der 8. März sind seltene Hochzeitstage. Gut im Rennen liegen Vorfeiertage, so der 30. April, der 2. Oktober, der 23. und der 30. Dezember. Neben dem 8.8. sind auch andere Doppeltermine gefragt: der 6.6., 7.7. und der 9.9. sind im jeweiligen Monat Spitzenreiter.


Beliebtester Monat ist der August – früher war’s mal der Dezember

Unter den letzten 60 Traujahrgängen war 34-mal der August der beliebteste Heiratsmonat, zehnmal der Mai, je siebenmal waren es der Juni und der Juli und zweimal der September. In diesen 5 Monaten heirateten 62 Prozent der Eheleute. Unbeliebt sind der Januar, der Februar und der November. Eine Sonderstellung nimmt der Dezember ein: vor 1951 war er der beliebteste Monat, an zweiter Stelle folgte der September. Nach einer Flaute in den 1970-er und 1980-er Jahren nehmen beide Monate an Beliebtheit wieder zu.


Übersicht der Trauungen nach Monaten

Der Sonnabend ist seit 1991 nicht mehr dominierend

Noch bis 1970 heirateten mehr als zwei Drittel aller Brautpaare an einem Sonnabend, in den frühen Fünfzigern waren es sogar vier von fünf. Bis 1987/1990 ging der Sonnabendanteil auf 46 Prozent zurück, um dann rapid in zwei Jahren auf unter 10 Prozent abzusinken – sicher eine Frage neuer (eingeschränkter) Dienstzeiten in den ostdeutschen Standesämtern. Davon profitierte der Freitag als Ausweichtermin, der von 1991 bis 2005 Spitzenreiter war. Inzwischen hat der Bürgerservice einen höheren Stellenwert und so heiraten wieder zwei von fünf Paaren am Wochenende. Neben dem Freitag ist auch der Donnerstag mit jetzt über 15 Prozent weit geschätzter als noch in den 1970-er Jahren, in denen nur jedes 20. Paar an einem Donnerstag die Ehe schloss. 1999 erreichte der Donnerstagsanteil sogar mehr als 20 Prozent – da war der 9.9. aber auch donnerstags. Übrigens heirateten immerhin 1 400 Dresdner an einem Sonntag standesamtlich. Über kirchliche Trauungen liegen keine Daten vor.


Übersicht der Trauungen nach Wochentagen

Soeben erschienen: Bevölkerungsprognose 2010, 21 Seiten, 5,- EUR

Redaktionsschluss: 01.03.2011

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