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Pressemitteilungen

04.02.2014

Dresden am 13. Februar 2014

Der 13. Februar ist für die Dresdnerinnen und Dresdner ein Datum der Erinnerung. Erinnerung an schrecklichen Krieg, eine zerstörte Stadt und viele Tote. Im Erinnern aber liegt Kraft und Verpflichtung: „Der Zeitlauf bringt es mit sich, dass unter uns immer weniger Dresdnerinnen und Dresdner sein können, die den Krieg, die Bombenangriffe, den Nazi-Terror erlebt und überlebt, die damals Angehörige, Freunde, Nachbarn verloren haben. Gerade deshalb aber sind wir Jüngeren verpflichtet, die Erinnerung an das, was einst geschah, nicht verblassen zu lassen. Nicht verblassen lassen dürfen wir, dass die Bomben auf Dresden unschuldige Opfer wie auch Täter trafen. Nicht verblassen lassen dürfen wir aber vor allem die Erinnerung daran, dass es Nazi-Deutschland war, das andere Völker und Staaten einen Kampf auf Leben und Tod aufzwang. Das millionenfache Sterben in diesem Krieg, ob auf den Schlachtfeldern, ob in den Bombenkellern, ob in Städten wie Coventry oder Rotterdam, Warschau oder Leningrad oder in Dresden, hat uns dauerhaft die Verpflichtung auferlegt, Versöhnung zu leben und den Frieden immer neu zu erkämpfen!", so Oberbürgermeisterin Helma Orosz. „Die Dresdnerinnen und Dresdner werden nicht zulassen, dass die Erinnerungen an den 13. Februar missbraucht werden und die menschenverachtende Ideologie der Nazis Raum in der Stadt gewinnt."

 

13. Februar 2014

9 Uhr bis 13.45 Uhr: Stadtschülerrat - Schülergipfel

Auf Anregung von Oberbürgermeisterin Helma Orosz beteiligt sich der Stadtschülerrat dieses Jahr mit einer eigenen Veranstaltung. Unter dem Motto „Für Toleranz und Demokratie am 13. Februar 2014" treffen sie sich im Kulturrathaus zu Workshops und einer Kundgebung. Außerdem werden sie mit Zeitzeugen des 2. Weltkrieges ins Gespräch kommen. Gegen 13.15 Uhr ist eine Kundgebung für Demokratie geplant auf dem Platz vor der Dreikönigskirche.

 

15 Uhr: Gedenken auf dem Heidefriedhof

Die Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Dresden lädt alle Bürgerinnen und Bürger zum Gedenken am 13. Februar 2014 ein. Am Nachmittag wird auf dem Dresdner Heidefriedhof der Opfer des Krieges und der Dresdner Bombenangriffe vor 69 Jahren gedacht. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Gedenkveranstaltung versammeln sich auf dem Platz vor der Skulptur „Tränenmeer" und der Feierhalle. Alle Teilnehmer erhalten weiße Rosen zum individuellen Niederlegen für die Opfer des Krieges und der verheerenden Bombenangriffe vom 13. und 14. Februar 1945, als Symbol der Trauer und des stillen Gedenkens, als Zeichen der Überwindung von Krieg, Rassismus und Gewalt. Beginn 15 Uhr: Der Gedenkzug bewegt sich auf dem Mittelweg über das Rondell zur Gedenkmauer. Die Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Dresden, Helma Orosz, hält an der Gedenkmauer eine Ansprache. Die Gedenkveranstaltung wird musikalisch umrahmt.

 

Bustransfer zum Heidefriedhof:

Gern können Bürgerinnen und Bürger den kostenlosen Bustransfer zum Heidefriedhof und zurück nutzen. Die Busse halten an fünf Stellen im Stadtgebiet: 14 Uhr (Pirnaer Landstraße, Haltestelle Altleuben), 14 Uhr (Tolkewitzer Straße, Haltestelle Kretschmerstraße), 14.15 Uhr (Neues Rathaus, Kreuzstraße, Straßenseite am Rathausgebäude), 14.30 Uhr (Albertplatz, ehemaliges DVB Hochhaus), 14.30 Uhr (Rathaus Cotta, Haltestelle Altcotta), Die Rückfahrt erfolgt nach Veranstaltungsende gegen 15.45 Uhr. Alle Busse fahren zunächst in die Innenstadt und halten am Neuen Rathaus. Dort kann man aussteigen und sich in die Menschenkette einreihen oder zurück zur Starthaltestelle fahren.

 

17 Uhr: Menschenkette

Die Dresdnerinnen und Dresdner sowie die Gäste der Stadt sind aufgerufen an der Menschenkette teilzunehmen, die ein starkes Symbol gegen alle Versuche ist, den 13. Februar zu missbrauchen. Prof. Hans Müller-Steinhagen, Rektor der Technischen Universität Dresden: "Gern habe ich auch in diesem Jahr die Menschenkette angemeldet und wünsche mir, dass viele Dresdnerinnen und Dresdner - darunter auch viele Mitglieder unserer Technischen Universität Dresden - an diesem Tag dem Aufruf zur Menschenkette folgen und damit ein weithin sichtbares Zeichen für Respekt, Toleranz und Weltoffenheit sowie gegen menschenverachtende Ideologien setzen." Die Menschenkette startet 17 Uhr mit einer Rede der Oberbürgermeisterin Helma Orosz am Rathaus. Anschließend werden sich die Bürgerinnen und Bürger in die Menschenkette einreihen und so beide Seiten der Elbe gegen 18 Uhr miteinander verbinden. Vom 4. Februar bis 18. Februar 2014 werben 261 Citylightplakate für die Teilnahme an der Menschenkette

 

18.30 Uhr: Nacht der Stille und Kerze auf dem Neumarkt

„Seit Jahren steht das stille Gedenken um die Dresdner Frauenkirche unter dem Motto „Erinnern und versöhnen". Stille kann eine hohe Ausstrahlungskraft haben. Das haben wir besonders seit der friedlichen Revolution mit tausenden Kerzen und vielen Gebeten erlebt. So soll auch dieses aktive stille Gedenken nicht nur ein Gedenken an die Geschehnisse in der Vergangenheit sein, sondern zu Frieden und Versöhnung heute und in Zukunft mahnen, wofür die Frauenkirche als Gotteshaus seit dem Wiederaufbau vor acht Jahren im Besonderen steht", so Christian Behr, Superintendent Kirchenbezirk Mitte.

Bis 22 Uhr lädt die Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche Dresden e. V. wieder zum stillen Gedenken und Erinnern, zum stillen Gebet, zu Gesprächen und Begegnungen vor die Frauenkirche ein, deren Wiederaufbau der Kraft versöhnten Zusammenwirkens Ausdruck verleiht und zu Frieden mahnt. Wie in den vergangenen Jahren wird auf die Fassade der Frauenkirche wieder eine brennende Kerze projiziert. Gegen eine Spende werden Kerzen bereitgehalten, die als Zeichen des wahrhaftigen Erinnerns an die Opfer des Zweiten Weltkrieges und der Gewaltherrschaft und als Mahnung gegen jeden Missbrauch des Gedenktages entzündet werden können.

Von 18.30 Uhr bis 22 Uhr organisiert die Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche die Installation „Lichter der Versöhnung" auf dem Dresdner Neumarkt. Eine fast 20 Meter große Kerze, gebildet aus tausenden Lichtern, als Symbol für das friedliche, demokratische und weltoffene Dresden und ein sichtbares Zeichen der Toleranz, Verständigung und Versöhnung.

 

Lernort Heidefriedhof

Gemeinsam mit der AG 13. Februar will die Landeshauptstadt Dresden die Informationen zu den Gedenk- und Begräbnisstätten auf dem Heidefriedhof aufarbeiten und aufbereiten. Die Gedenk- und Begräbnisstätten auf dem Dresdner Heidefriedhof sind Kultur- und Geschichtsdenkmale. Ihre Komplexität und ihre kontinuierliche Nutzung über mehr als sechs Jahrzehnte hinweg macht den Heidefriedhof zu einem der wichtigsten Erinnerungsorte Dresdens, zu einem Geschichtsbuch der Stadt. Während der Gedenkveranstaltung am 13. Februar 2014 werden erstmals 14 Orte mit einem Informationsaufsteller kenntlich gemacht. Weitere sollen folgen. Informationen unter www.dresden-erinnern.org und www.dresden1945.org

 

Weiße Rosen

Eine weiße Ansteckrose erhalten Sie für zwei Euro in den Dresdner SZ-Treffpunkten.

 

Veranstaltungsübersicht

Auf der Internetseite 13.februar.dresden.de kann man sich auch in diesem Jahr über alle Veranstaltungen und aktuellen Informationen zum 13. Februar 2014 informieren. Änderungen vorbehalten.

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